Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 27.08.2017 - 09:36 Uhr    

SGD Nord: Wespenplage wird nicht erwartet

Eis, Kuchen oder Steak – wer im Sommer süße oder herzhafte Leckereien im Freien genießt, hat dabei schnell Gesellschaft von hungrigen Wespen. Viele erleben die ungebetenen Gäste als aggressiv und reagieren panisch. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord rät als Obere Naturschutzbehörde zu mehr Gelassenheit und gibt Tipps zum Umgang mit den Insekten.

Foto: SGD Nord

Region. In diesem Jahr ist eine Wespenplage nicht zu erwarten. Grund dafür ist das vielerorts lang anhaltende feuchte und teils nicht mehr so warme Wetter. Bei den Wespen, die unseren Essenstisch jetzt wieder verstärkt aufsuchen, handelt es sich in der Regel um zwei Arten, die die Nähe des Menschen nicht scheuen: die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris).

Dass sie uns besonders im Hoch- und Spätsommer auffallen, ist durch ihren Jahreszyklus zu erklären. Jetzt sind die Völker auf tausende von Tieren stark angewachsen. Die nun zahlreichen, erwachsenen Wespen benötigen zum Überleben Kohlenhydrate, die sie in einer ökologisch intakten Natur an geruchsarmen Blüten mit gut zugänglichem Nektar, an süßen Früchten oder an unserem Essenstisch suchen.

Wespen sind nützliche Tiere und haben besonders als Insektenfresser eine wichtige Funktion im Naturhaushalt. Sie selbst dienen wiederum anderen Tieren als Nahrung. Auch als Pflanzenbestäuber spielen sie eine bedeutende Rolle.

Nur wenn sich die Tiere angegriffen fühlen, reagieren sie aggressiv. Schwirrt eine Wespe heran, gilt es in erster Linie, Ruhe zu bewahren und hektische Bewegungen zu vermeiden. Die Tiere sollten zudem nicht eingeengt oder angepustet werden, denn das deuten sie als Bedrohung.

Um Wespen gar nicht erst anzulocken, sollten Essen und Getränke abgedeckt, Reste abgeräumt und Fallobst eingesammelt werden. In einiger Entfernung zum Essenstisch kann auch etwas Obst oder Honigwasser als Ablenkungsfütterung aufgestellt werden.

Besondere Vorsicht gilt bei Kleinkindern, sie sollten beim Essen im Freien beaufsichtigt werden. Zur Sicherheit sollten sie aus dünnen Strohhalmen trinken und nicht barfuß über Wiesen laufen.

Um die Anbringung von Wespennestern am Rolladenkasten zu verhindern, kann vorbeugend eine Bürstenleiste angebracht werden. Ist ein Nest entdeckt, sollte man in dessen Umkreis nicht lange in der Hauptflugrichtung der Wespen verweilen.

Der Wespenstich ist für die meisten Menschen schmerzhaft. Gefährlich werden kann er im Gesichts-, insbesondere im Halsbereich, lebensbedrohlich bei allergischer Reaktion. Allergiker sollten deshalb für diesen Notfall gerüstet sein und bei Bedarf umgehend einen Arzt konsultieren.

Für Wespen gilt der allgemeine Artenschutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Danach ist es verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen. Sie dürfen nicht ohne vernünftigen Grund gefangen, verletzt oder getötet werden. Ihre Nester dürfen nicht beeinträchtigt oder zerstört werden. Im Gegensatz zu Hornissen, Hummeln und Wildbienen sind Wespen nicht in besonderem Maße geschützt. So können Wespennester ohne artenschutzrechtliche Genehmigung entfernt werden. Je nach Neststandort ist die Beauftragung eines Fachbetriebs zu empfehlen.
Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de



Interessante Artikel




Kommentare zu: SGD Nord: Wespenplage wird nicht erwartet

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Alserberg-Brücke: Ausnahmen für Wissener Unternehmen geplant

Wissen. Auch die Stadt Wissen sowie die Verbandsgemeindeverwaltung Wissen sind von der Regelung des Landesbetriebs Mobilität ...

Druidensteig: Wer wandert mit von Elkenroth nach Betzdorf?

Elkenroth/Betzdorf. Die Tourist-Information der Verbandsgemeindeverwaltung Betzdorf-Gebhardshain lädt alle Interessierten ...

Gelungener musikalischer Abschluss des bekannten „Spack! Festivals“

Wirges. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betraten die Festivalbesucher in diesem Jahr das altbekannte Gelände ...

Sparkassenstiftung bringt Bewegung: Kleinspielfeld gespendet

Pracht. Das Kuratorium der Stiftung der ehemaligen Kreissparkasse Altenkirchen hat sich in diesem Jahr besonders der Unterstützung ...

VG Wissen gratulierte langjährigen Mitarbeiterinnen

Wissen. Mitte August konnte Bürgermeister Michael Wagener gleich drei langjährigen Mitarbeiterinnen zu ihrem Dienstjubiläum ...

Der Wald ist krank: 84 Prozent der Bäume sind geschädigt

Seifen/Flammersfeld. Mit erschreckenden und besorgniserregenden Daten, Fakten und Entwicklungen hinsichtlich des Gesundheitszustandes ...

Weitere Artikel


Zum Saisonstart siegte C-Jugend in letzter Minute

Wissen. Neitersen war der erwartet starke Gegner und brachte vom Anpfiff an vehement Angriff auf Angriff auf das Tor der ...

2. Faszination am Fluss sorgte für gute Unterhaltung

Betzdorf. Zum zweiten Mal fand die Veranstaltungsreihe „Faszination am Fluss“ in Betzdorf statt. Auch dieses Mal wieder bot ...

Brutaler Übergriff auf Zugbegleiterin in Betzdorf

Betzdorf. Am Donnerstag, 24. August, gegen 20.10 Uhr, meldete sich der 64-jährige Triebwagenführer der Daadetalbahn telefonisch ...

Kleinkunstverein "Die Eule" beginnt neue Spielzeit

Betzdorf. Am 12. Juni 1817 fuhr Freiherr von Drais mit seiner Laufmaschine von Mannheim nach Schwetzingen. Er brauchte für ...

50 Jahre Stein auf Stein

Betzdorf. Das Gebäude des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums ist nun stolze 50 Jahre alt. Das Gymnasium wurde von 1964 bis 1967 ...

Mit Terminal A musikalische Weltreise im Kulturwerk Wissen

Wissen. Terminal A tourt seit über zehn Jahren erfolgreich durch das In- und Ausland und hat sich bei den unzähligen Konzerten ...

Werbung