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Nachricht vom 10.09.2017    

AfD-Bundestagskandidat: "Nicht ich habe die CDU verlassen, sondern die CDU mich"

29 Jahre jung ist der Bundestagskandiat der Alternative für Deutschland. Die Kunst der pointierten, mancher würde sagen populistischen, Sprache beherrscht er wie ein alter Hase. Beispiele gibt es in unserer Kandidatenvorstellung des Dattenbergers. Die Schwerpunkte des AfD-Vertreters: Einwanderung, Flüchtlingspolitik, Griechenlandrettung oder auch die Zukunft des ländlichen Raums.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Landtag tritt für seine Partei im Wahlkreis an. Foto: Andreas Bleck

Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?

Ich habe mich insbesondere für die Islam-Aufklärung stark gemacht. In der Bevölkerung gibt es hinsichtlich der Gefahren dieser Religion noch große Wissenslücken. Der Islam ist nur friedlich und tolerant, solange er in der Minderheit ist. Erlangt er die Mehrheit, sieht das anders aus. Im Unterschied zum weitgehend säkularisierten Christentum und Judentum kennt der Islam die Trennung von Staat und Religion nicht. Demokratie, Freiheit und Menschrechte, die wir der Aufklärung und dem Humanismus zu verdanken haben, sind ihm ebenfalls fremd. Ich möchte, dass Deutschland kulturell so bleibt, wie es seit Jahrhunderten zusammengewachsen ist.

Was muss sich in Deutschland dringend verändern?

Die Flüchtlingspolitik der offenen Grenzen überfordert unsere finanziellen, infrastrukturellen und soziokulturellen Kapazitäten und hat Kriminalität und Terror begünstigt. Sie muss endlich beendet werden. Asylberechtigt ist nur, wer in seinem Herkunftsland politisch oder religiös verfolgt ist und nicht über sichere Drittstaaten nach Deutschland einreist. Asylbewerber, die nicht asylberechtigt sind oder straffällig werden, müssen umgehend in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden. Die Integration der Asylberechtigten muss in die deutsche Mehrheitsgesellschaft und nicht in die islamische Parallelgesellschaft erfolgen. Wer unsere Kultur, Traditionen und Werte nicht akzeptiert, muss Deutschland ebenfalls verlassen.

Was wollen Sie konkret im Wahlkreis verändern? Wie wollen Sie vorgehen?


Ich werbe dafür, dass Bürger mittels Bürgerentscheiden verbindlich über Fusionen von Landkreisen, Verbandsgemeinden oder Ortsgemeinden abstimmen können. Ob sich nämlich durch Fusionen von Kommunen tatsächlich Vorteile wie Einsparungen erreichen lassen, ist keinesfalls verlässlich erwiesen. Die Nachteile sind jedoch offenkundig: Der Anfahrtsweg vieler Bürger zu den Verwaltungen nimmt zu, lokale Identitäten, die zum Teil über Jahrzehnte gewachsen sind, werden zerstört. Vor den Hintergründen einer zunehmenden Vergreisung des ländlichen Raums und der ÖPNV-Ausdünnung halte ich es für unverantwortlich, alten und mobilitätseingeschränkten Personen längere Anfahrtswege zu den Verwaltungen zuzumuten. Für diese Personen müssen die Verwaltungen Hausbesuche anbieten.

Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:


Die CDU, deren Mitglied ich früher war, hat uns bei der Euro-Einführung versprochen, dass Deutschland nicht für die Schulden anderer Länder haftet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dieses Versprechen mit ihrer Griechenland-Rettung gebrochen. Darüber hinaus wurden konservative Positionen wie das dreigliedrige Schulsystem und die Wehrpflicht abgeschafft. Selbst „Multikulti“, von Merkel im Jahr 2010 noch als „gescheitert“ erklärt, erfreut sich in der CDU mittlerweile großer Beliebtheit. Kurzum: Nicht ich habe die CDU verlassen, sondern die CDU mich. Weil die AfD heute im Wesentlichen die Positionen vertritt, die früher einmal die CDU vertreten hat, bin ich 2013 Mitglied geworden.



Worüber können Sie lachen?

Ich kann darüber lachen, dass sich die SPD als Partei der sozialen Gerechtigkeit und die Union als Partei der inneren Sicherheit präsentiert. Wer hat denn in den letzten 12 Jahren 8 Jahre gemeinsam miteinander regiert? Ist Deutschland gerechter geworden? Ist Deutschland sicherer geworden?

Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?

Mich ärgert es, dass die etablierten Parteien mit ihrer ruinösen Europolitik der Jugend eine Hypothek auf die Zukunft gelegt haben. Deutschlands Haftungsrisiken im Target-2-System belaufen sich auf mittlerweile 800 Mrd. Euro. Zudem hat die EZB-Niedrigzinspolitik den Deutschen bis jetzt 300 Mrd. Euro gekostet. Altersvorsorger stehen vor der Altersarmut, Sparer vor der Enteignung – und die etablierten Parteien machen einfach weiter.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?

Griechen geben zu: „Wir haben getürkt!“

Deshalb sollten die WählerInnen mir Ihre Stimme geben:

Ich besitze Mut zur Wahrheit und trete konsequent für eine Politik im Interesse Deutschlands und der Deutschen ein.

Andreas Bleck im Profil:


Wohnort: Dattenberg
Geburtsdatum: 17.04.1988
Familienstand: ledig

Beruflicher Lebenslauf/ Ausbildung:
1996 – 2000: St. Georg-Grundschule in Neuwied
2000 – 2005: Heinrich-Heine-Realschule in Neuwied
2005 – 2009: David-Roentgen-Schule in Neuwied
seit 2009: Universität Koblenz-Landau am Campus Koblenz (Studiengang: Lehramt für Realschule plus, Fächer: Deutsch und Erdkunde)
seit 2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Dr. Jan Bollinger, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

Politischer Werdegang:
2010 – 2013: Mitglied der CDU
seit 2013: Mitglied der AfD
2014 – 2016: Stellv. Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kreistag Neuwied
2015 – 2016: Beisitzer im Landesvorstand der AfD Rheinland-Pfalz
seit 2015: Beisitzer im Bundesvorstand der JA
seit 2016: Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kreistag Neuwied
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten:
seit 2002: Fußballschiedsrichter
seit 2010: Mitglied der BPE

Hobbys:
Fußball, Lesen

3 Lieblingsorte im Wahlkreis:
Irlicher Pappelstadion, Druidenstein, Linzer Altstadt

Vorbilder: -






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Kommentare zu: AfD-Bundestagskandidat: "Nicht ich habe die CDU verlassen, sondern die CDU mich"

2 Kommentare
Den Kommentar von Herrn Rodigast habe ich so schon öfter gelesen. Den gibt es vermutlich als Vordruck in der entsprechenden Szene. Ob das dann billig oder teuer ist, bleibt dabei offen. Die Einlassungen von Herrn Bleck entsprechen voll und ganz großen Teilen der früher eher CDU wählenden Konservativen und Patrioten. Jahrzehnte lang CDU-Wähler, -Mitglied und Mitarbeiter, hat der Wandel nach scharf links durch Frau Merkel meine Werte zugunsten von Gesinnungs-Ethik brach liegen lassen. Nun wähle ich eine Alternative.
#2 von Peter Messner, am 12.09.2017 um 18:06 Uhr
"Nicht ich habe die CDU verlassen, sondern die CDU mich"

Dieser Satz stammt, sofern ich mich richtig erinnere, von Bernd Lucke, dem ehemaligen Vorsitzenden der AFD. Entweder hat Herr Bleck genau die gleiche Einstellung, oder aber er hat den Satz einfach nur kopiert. Aber das wäre natürlich billig.

#1 von Mike Rodigast, am 11.09.2017 um 21:00 Uhr

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