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Nachricht vom 24.09.2017    

Industriekultur in Dortmund erlebt

Zahlreiche Infos, interessante Eindrücke und Anregungen für das Wisserland – die „Wissener eigenART“ besuchte mit einer Delegation die Stadt Dortmund. Dies auch mit Blick auf die Aufbereitung der heimischen Montanindustrie-Geschichte in der heutigen Walzwerkstraße in Wissen.

Mitglieder des Arbeitskreise gingen auf Tour. Fotos: AK Kultur Zukunftsschmiede

Wissen. Der Arbeitskreis Kultur der Zukunftsschmiede Verbandsgemeinde Wissen ist seit dem Jahr 2000 ehrenamtlich in Sachen Kultur aktiv. Mit seiner Marke „Wissener eigenART“ wurden und werden jährlich zahlreiche Events durchgeführt – sei es im "kulturWERKwissen", seien es die Kunst- und Foto-Ausstellungen im Alten Zollhaus Wissen und im "walzWERKwissen", oder auch die Serenade auf Schloss Schönstein. Dies geschieht häufig im Schulterschluss mit den zahlreichen Vereinen im Wisserland. Wer allerdings glaubt, die Ehrenamtlichen würden lediglich Dienst bei Events verrichten, der irrt. Es geht um mehr.

Man ist gemeinsam mit anderen Gruppierungen wie dem Förderverein "kulturWERKwissen" langfristig bemüht, die frühere Montanindustrie-Geschichte so aufzubereiten, dass sie ein wenig erlebbar wird. Soll heißen: eine Art „Show-Room“, ein kleines Museum, wo man Einheimischen und Besuchern zeigen kann, was früher in unserer Region die Lebensgrundlage war: Gruben, Bergleute, Rennöfen, Eisenverhüttung, Stahlproduktion, Walzwerk. Letzteres ist in Wissen nicht mehr existent, es ist quasi abwesend. Diese Abwesenheit macht es schwierig, Interessierten heute vor Augen zu führen, welche Ausmaße die Montanindustrie alleine am Standort Wissen hatte.

Genau hier ergeben sich Gemeinsamkeiten mit dem „großen Bruder“, nämlich dem Ruhrgebiet. So war es nicht verwunderlich, dass die „Kulturfahrt“ einer kleineren Gruppe der Wissener eigenART nach Dortmund führte. Es bestehen mittlerweile Kontakte zum dortigen Hoesch-Museum, das erste Ziel des Tages. Die Wissener wurden von Frau Kanstein, ebenfalls ehrenamtlich tätig, sachkundig durch das Museum geführt. Dabei lag das Interesse sowohl an den vielen Inhalten (Wie wird Stahl hergestellt? Wie lebten die Stahlarbeiter damals? Wie waren die Arbeitsbedingungen?), als auch an der Art der Aufbereitung/Darstellung im Museum. Fotos, Gemälde, Kurzfilme, ein „Puddelofen“, Arbeits-Material, die vielen erhaltenen Personal-Märkchen der einzelnen Arbeiter, ein interaktives Kino, eben Industriekultur zum Anfassen. Interessant war hier, dass zumindest eine Person aus Wissen bei den Personal-Marken enthalten war. Der AK Kultur konnte eindrucksvoll sehen, wie die Historie modern dargestellt wird. Heute ist dank der neuen Medien technisch vieles möglich – auch in Wissen ist eine moderne Aufbereitung durchaus machbar. In kleinerem Rahmen, versteht sich.




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Mit dem städtischen Kurator des Hoesch-Museums, Herrn Dückershoff, ging es im Anschluss nach Dortmund-Hörde. Die Industrieruine Hochofen Phoenix-West wurde besucht, vorbei an der Phoenixhalle ging es danach über die alte Bahntrasse (heute Rad- und Fußweg) zum Phoenixsee. Hier stand früher ein riesiges Stahlwerk, heute ist dort ein See mit angrenzender attraktiver Wohnbebauung. Die Wissener waren erstaunt über diese beeindruckende Entwicklung zu einer blühenden Wohn- und Freizeit-Landschaft mitten im Ruhrgebiet. Das Stahlwerk ging übrigens in großen Teilen nach China, ähnlich wie das Walzwerk in Wissen.

Als dritter Programmpunkt besuchte die Gruppe das Industriemuseum „Zeche Zollern“ in Dortmund-Bövinghausen. Hier gab es ebenfalls vieles zu bestaunen, unter anderem die 2 markanten Fördertürme sowie die alten Gebäude und Hallen, welche erfreulicherweise erhalten geblieben sind. Die Architektur ist sehr sehenswert, die Backstein-Bauten erinnerten die Wissener Gruppe an die baugleiche Fassade der früheren heimischen Germania-Brauerei.

Nach einem schönen Tag in Dortmund waren die Teilnehmer noch mehr motiviert, gemeinsam die Geschichte der Stahl-Produktion im Wisserland für die Nachwelt erlebbar und greifbar zu machen. Es ist noch ein langer Weg, aber die Planungen haben bereits begonnen. Der „Arbeitskreis Kultur der Zukunftsschmiede VG Wissen“ ist im Wissener Rathaus (Zimmer 23) erreichbar. Ansprechpartner sind Jochen Stentenbach (Verwaltung) und Michael Stahl (ehrenamtlicher AK-Leiter).



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