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Nachricht vom 29.10.2017    

Genussvolle Wanderung über die Kreisgrenze

Die 7. Brot- und Wurstwanderung in der Raiffeisenregion am Samstag, 28. Oktober führte von der Mehrzweckhalle in Krunkel-Epgert zur Mehrzweckhalle in Urbach. Drei Jausenstationen verköstigten die rund vierhundert Wanderer mit leckeren Wurst- und Backwaren. Die Organisation und Wegeführung waren perfekt geplant.

Start der 7. Brot- und Wurstwanderung. Fotos: Helmi Tischler-Venter

Puderbach/Flammersfeld. Die Haupt-Organisatoren der beliebten Veranstaltung, Josef Rüth vom Westerwaldverein Flammersfeld und Michael Führer von der Tourist-Information Puderbacher Land hatten im Vorfeld mit zahlreichen Helfern wieder einmal die abwechslungsreiche Strecke ausgewählt und präpariert. Vom Zielpunkt in Urbach brachten Shuttle-Busse viele Menschen zum Start nach Krunkel-Epgert, wo neben Verzehrkarten auch „Anlassjodler“ ausgegeben wurden.

Bereits beim ersten Start um zehn Uhr wartete eine große Gruppe, mittendrin Verbandsbürgermeister Volker Mendel und Ehefrau Dorothee auf das Zerschneiden des Startbandes, um sich bei bestem Wanderwetter auf die 14 Kilometer lange Strecke zu begeben. Rüth gab die Schere an eine weibliche Teilnehmerin, die die Aufgabe locker meisterte. Ständig ging es bergauf und bergab, durch Laub- und Mischwald, der sich von seiner farbenprächtigen Seite zeigte. Immer wieder gab es Ausblicke auf die umliegenden Dörfer. Man begegnete Landwirten und Heimwerkern und lief an Kühen, Pferden, Ziegen, Gänsen und Heckrindern vorbei. Bis zur ersten Jausenstation an der Grillhütte Huf hatte sich die Gruppe auseinandergezogen, man traf sich aber wieder bei leckerer warmer Fleischkäs mit Brötchen, die bereits vor elf Uhr ausgesprochen mundete. An jeder Station wurden auch Getränke verkauft und für die zahlreichen Hunde waren Wasserschüsseln vorbereitet.

Im Zickzack führte die Strecke durch Horhausen, über die Höhe in den Wald in Richtung Grenzbachtal. Zum Glück war die Beschilderung so eindeutig, dass auch Menschen ohne Plan und Ortskenntnis die Strecke fanden, die wegen einer Treibjagd aus Sicherheitsgründen kurzfristig umgeändert worden war. Am Grenzbach konnte man die Treibjagd hören und zwei verirrte Jagdhunde umherlaufen sehen. Holzscheiben als Tritthilfen waren von hilfreichen Händen im Matsch ausgelegt worden. Bergauf über weiche Buchenblätter, an Heckrindern vorbei, verließ man den Landkreis Altenkirchen und gelangte nach Linkenbach im Landkreis Neuwied. An der dortigen Weiheranlage war die zweite Jausenstation mit Linkenbacher Siedewurst und Brot stationiert. Die Jausenstationen waren auch mit Toiletten kombiniert. An Linkenbacher Gänsen und Pferden vorbei, ging es durch eine Streuobstwiese und über die Kreisstraße wieder in den Wald, wo braune Fichtennadeln wie Regentropfen auf die wetterfesten Jacken prasselten.



Die Birkenhütte Harschbach bot als dritte Jausenstation Bratwurst oder Rindswurst im Brötchen. Um das viele Essen zu verdauen, wanderten alle Genießer gern noch die letzten paar Kilometer nach Urbach. Unterwegs boten sich tierische Begegnungen und Fernblicke auf den Ort. In der Urbacher Mehrzweckhalle verkauften weitere Helfer Blechkuchen und Kaffee sowie Getränke zu Gunsten der Bambini- und Jugendfeuerwehr. Lust auf Süßes ließ die Wanderer hier einen genussvollen Abschluss suchen, unterhalten wurden sie dabei durch Musik der Gruppe „Random“. Die Endlosfotoschau litt trotz des bewölkten Himmels unter der Helligkeit in der Halle. Die Wanderer waren von der abwechslungsreichen Streckenwahl sehr angetan und lobten die gute Organisation. htv


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