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Nachricht vom 14.11.2017    

Hand in Hand für Inklusion – Fachtag der Lebenshilfe Altenkirchen

„Arbeit verschafft einen Platz in der Gesellschaft, bringt soziale Anerkennung und ist eine wichtige Voraussetzung, damit Inklusion auch in allen anderen Lebensbereichen gelingen kann“ hieß es in der Einladung der Westerwald-Werkstätten der Lebenshilfe zu ihrem Fachtag „Inklusive Berufliche Bildung“ am Montag, 23. Oktober in Betzdorf.

Logo Lebenshilfe Altenkirchen/Ww

Betzdorf. Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlichster Institutionen, Einrichtungen und Schulen kamen am Montag, 23. Oktober zum Fachtag der Lebenshilfe in die Stadthalle Betzdorf, um sich in Fachvorträgen, Workshops und der abschließenden Podiumsdiskussion über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der inklusiven beruflichen Bildung zu informieren.

Jochen Krentel, Geschäftsführer Lebenshilfe Altenkirchen, gab bei der Begrüßung einen anschaulichen Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben der Westerwald-Werkstätten: „Wir suchen Arbeitgeber, bei denen Menschen mit Behinderung zeigen können, was sie leisten können, was sie gelernt haben. Wir suchen nach Formen und Wegen, auch den Anspruch von Menschen mit schwersten Behinderungen auf Teilhabe am Arbeitsleben zu realisieren. Wir suchen Partner für Netzwerke, die mit uns gemeinsam bestehende Barrieren für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Berufsleben abbauen.“

Kerstin Vollmer vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn veranschaulichte in ihrem Vortrag, wie wichtig die Qualifizierung der Fachkräfte in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist, damit dort berufliche Bildung gelingen und dazu führen kann, dass Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung Kranke auf den allgemeinen Arbeitsmarkt einmünden können. „Dieser Aspekt wird bundesweit in den Curricula der Weiterbildungslehrgänge der Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung berücksichtigt“, so Vollmer. Diese zertifizierten, 3-jährigen Lehrgänge sind für die Bildungsbegleiter, Gruppenleiter und Arbeitstrainer der Werkstätten verpflichtend, soweit sie über keine pädagogische Grundausbildung verfügen.

Hans-Erich Schmitt, Joachim Löhr und Susanne Strüder informierten in einem weiteren Referat über die differenzierte Bildungsplanung und Lernmethoden in den Westerwald-Werkstätten der Lebenshilfe. „Hier haben wir unsere Angebote und Abläufe in den letzten Jahren erheblich verbessert“, erörterte Schmitt und führte dies anhand der Darstellung von Bildungsrahmenplänen und Qualifizierungselementen aus. Auch sei die Re-Zertifizierung als Bildungseinrichtung in diesem Sommer in überzeugender Weise gelungen, so dass sich die Westerwald-Werkstätten als durchlässige Bildungseinrichtung verstehen, die für Mitarbeiter mit Behinderung die Tür für den allgemeinen Arbeitsmarkt öffnen kann.




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In insgesamt sechs Workshops am Nachmittag wurden unterschiedliche Bildungsthemen aufgegriffen, bei denen unter anderem die Unterstützungsangebote für den Übergang von der Wissener Förderschule in den Beruf, die persönliche Zukunftsplanung für junge Menschen mit und ohne Behinderung, inklusive Bildungsangebote der Volkshochschulen im Kreis Altenkirchen und die Möglichkeiten zur Teilqualifizierung in Werkstätten dargestellt wurden. Weitere Themen lagen in den inklusiven Ausbildungsgängen der BBS in Wissen und die Darstellung der Bildungsangebote der Westerwaldwerkstätten.

In den Pausen konnten sich Interessierte an Ständen der Westerwald-Werkstätten, des Kompetenzzentrums für leichte Sprache Westerburg und der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Altenkirchen über die jeweiligen Tätigkeiten informieren. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema des Tages – Inklusive Berufliche Bildung - kontrovers diskutiert. Das lag vor allen Dingen an der sehr heterogenen Besetzung. Karl-Ernst Starfeld (Geschäftsführer Agentur für Arbeit Neuwied), Stefan Göthling (Geschäftsführer Mensch Zuerst Deutschland), Stefan Horstkamp (Teilnehmer des Berufsbildungsbereiches der Westerwald-Werkstätten) und Jochen Krentel waren sich jedoch am Schluss einig, dass die Bemühungen sämtlicher Akteure im Kreis Altenkirchen erforderlich sind, um regionale inklusive Strukturen in der beruflichen Bildung herzustellen.

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PM Lebenshilfe Altenkirchen


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