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Nachricht vom 04.12.2017    

„Machet die Tore weit“: Konzert zum 1. Advent fand in Wissen statt

Am Sonntag, 3. Dezember, fand das Adventskonzert der Seelsorgebereiche Altenkirchen und Wissen zum vierten Mal in der Pfarrkirche Kreuzerhöhung Wissen statt. Bereits seit 2011 findet im Abstand von zwei Jahren ein solches Konzert statt und diesmal stand die Telemann-Kantate „Machet die Tore weit“ im Vordergrund.

Andreas Auel dirigierte den 80-köpfigen Chor und das Musiker-Ensemble beim Adventskonzert in der Pfarrkirche Wissen. Fotos: Regina Steinhauer

Wissen/Sieg. Am ersten Adventssonntag gestalteten Chöre der Seelsorgebereiche Altenkirchen und Wissen ein gemeinsames kirchenmusikalisches Projekt.
Unter dem Motto „Machet die Tore weit“ beteiligen sich über 80 Sängerinnen und Sänger aus den Kirchenchören St. Jakobus Altenkirchen und St. Josef Beul, dem Chor TonArt und der Kantorei Kreuzerhöhung Wissen, unterstützt von Solisten und einem Orchester. Als Solisten begeisterten Gun Young An (Sopran), die für die erkrankte Antje Bischof eingesprungen war, Silke Weisheit (Alt), Dr. Hubert Grunow (Tenor) und Arndt Schumacher (Bass).

Neben Werken von Johann Sebastian Bach, Andreas Hammerschmidt, Johann B. Vanhal, Franz Xaver Brixi u.a. wurde als Hauptwerk die Telemann-Kantate „Machet die Tore weit“ aufgeführt. Anlässlich des 250. Todestages von Georg Philipp Telemann (1681-1767) wurde dieses Werk, das eigens für den 1. Advent komponiert wurde, in den Fokus genommen, um die besinnliche Zeit des Jahres einzuläuten. Es gilt als eines der meistaufgeführten Telemann'schen Kirchenmusikwerke.

Eingestimmt wurden die Zuhörer mit Andreas Hammerschmidts (1611-1675) Version von „Machet die Tore weit“. Zuvor ging Pfarrer Martin Kürten auf die Absicht des Konzertes ein, zu der auch die Aussage des Hauptwerkes perfekt passt: „Der Musik sagt man nach, dass sie die Herzen öffne – dieses Konzert soll genau diese Wirkung erzielen“ und die Menschen auf eine besinnliche Zeit der Nächstenliebe einstimmen.
Gefolgt wurde die erste Interpretation der Kantate von „Ad te levavi“ – Zu dir erhebe ich meine Seele, mein Gott. Gesungen wurde es von einem Männer-Quintett und im Anschluss wurden die Besucher von den Stimmen der Solisten Gun Young An und Dr. Hubert Grunow in ihren Bann gezogen. „The Angels Carol“ von John Rutter handelt von den freudigen Liedern der Engel, die die Geburt Jesus Christus verkünden.
Auch die Solisten Silke Weisheit und Arndt Schumacher glänzten in „Rorate caeli – Maria durch ein Dornwald ging“ und „Rorate coeli“.



Begleitet wurden die Sänger von leisen Violinenklängen, Oboen und den tiefen Tönen des Kontrabass. Das zehnköpfige Ensemble verlieh dem Konzert eine ganz besondere Note. Zu hören waren an den Violinen Isabel Becker, Antonia Buchal, Beate Garschagen, Nikolas Nohn und Christian Wagner. Bratsche und Cello wurden von Wolfgang Groos und Andre Schultheis gespielt und den Kontrabass spielte Niklas Becker. An den Oboen waren Alexandra Reifenrath und Pauline Steiger zu hören.
Zum Abschluss wurde dann die für den 1. Advent bestimmte Telemann-Kantate „Machet die Tore weit“ aus dem frühen 18. Jahrhundert aufgeführt und zu Recht als Höhepunkt des Nachmittages angekündigt. Sowohl sanfte als auch dynamische Harmonien, ein stimmgewaltiger Chor und exzellente Solisten begeisterten das Publikum mit einem beeindruckend vielfältigen Stück, für das die Musiker den verdienten Applaus erhielten.

Die musikalische Leitung hatten Andreas Auel und Thorsten M. Schmehr, der auch an der Orgel zu hören war. Beide leiten Chöre in ihren Seelsorgebereichen. Über ein Jahr haben sie mit ihren Chören an dem Werk gearbeitet. Die Aufbereitung der Stücke sowie Proben mit Instrumentalisten und Solisten standen auf dem Programm, denn die Telemann-Kantate war eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Das Fazit: Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Publikum hat das Konzert zum Beginn der Adventszeit sichtlich genossen. (rst)


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