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Nachricht vom 02.01.2018    

Landkreis Altenkirchen startet Förderung für Ärztenachwuchs

Das Antragsverfahren für die Förderung des Ärztenachwuchses ist am 1. Januar gestartet. Die Famulaturförderung will werdenden Ärzten das Praktikum in der Region schmackhaft machen und es werden bis zu zehn Famulanten mit je 500 Euro gefördert werden können.

Symbolfoto: AK-Kurier

Kreis Altenkirchen. Viele Ärzte im Kreis haben das Rentenalter schon überschritten oder hören in den nächsten Jahren auf. Bundesweit wird nur jede fünfte Stelle eines Hausarztes neu besetzt werden können, weil es insgesamt zu wenig Nachwuchs gibt. Davon ist auch der Kreis stark betroffen.

Die Kreisverwaltung arbeitet bereits seit einiger Zeit zusammen mit der Kreisärzteschaft und dem Netzwerk „Ärztliche Versorgung im Landkreis Altenkirchen“ an Lösungen, um dem drohenden Ärztemangel vor Ort zu begegnen. Ein “Patentrezept“ hat dabei kein Bundesland oder eine Region in Deutschland wie die jüngsten Presseveröffentlichungen zeigen. Das Thema wird dennoch aktiv beim Kreis Altenkirchen angegangen, wie die Demografiekonferenz im April dieses Jahres in Wissen gezeigt hat.

In erster Linie sind die Praxen zwar selbst gefordert Nachwuchs zu finden und für die nötige Attraktivität zu sorgen. So kann man beispielsweise Strukturen umstellen auf moderne Gemeinschaftspraxen oder sich um „Weiterbildungsermächtigungen“ für Ärzte kümmern. Kommunen wie der Kreis Altenkirchen und die Verbandsgemeinden wollen dabei flankierend helfen. Wie also den wenigen Nachwuchs in die Region Westerwald-Sieg locken? Im von Landrat Michael Lieber gebildeten „Expertengremium Hausärztliche Versorgung“ wurde die Idee der Famulaturförderung im Kreis Altenkirchen geboren. Teure Stipendien über Jahre helfen nur wenigen angehenden Ärzten. Famulanten können mit der nun ausgewählten Förderung bundesweit „angelockt“ werden und man erreicht eine größere Anzahl. Das Ganze ist im Kreis Altenkirchen am 1. Januar gestartet.

Die Famulatur ist ein durch die Approbationsordnung für werdende Ärzte geregeltes Praktikum und dauert insgesamt vier Monate. Die angehenden Mediziner müssen davon zwei Monate in der stationären Patientenversorgung, einen Monat in der ambulanten Patientenversorgung und einen weiteren Monat in der hausärztlichen Patientenversorgung ableisten. Die Famulatur ist im klinischen Teil des Studiums, nach bestandenem Physikum und bis zum Beginn des praktischen Jahres zu absolvieren.



500 Euro pro Famulant im Kreis ergänzend oder als Ersatz zur Förderung der Kassenärztlichen Vereinigung

Mit dem Start zum 1. Januar können bis zu zehn Famulanten im Landkreis eine Förderung in Höhe von einmalig 500 Euro beantragen, wenn Sie ihre Famulatur in einer Hausarztpraxis im Landkreis ableisten. Diese Förderung kann bei der Kreisverwaltung beantragt werden und ist zusätzlich zur Förderung der Kassenärztlichen Vereinigung möglich. „Das erhöht die Attraktivität für den ärztlichen Nachwuchs in den Kreis Altenkirchen zu kommen, hier in eine Praxis hinein zu schnuppern und sich über die moderne Tätigkeit als Hausarzt sowie über unsere Region aus erster Hand zu informieren. Dabei hoffe ich, dass wir über diesen Weg den ein oder anderen angehenden Mediziner für unsere lebenswerte Region Westerwald-Sieg gewinnen können“, so Landrat Michael Lieber.

Studierende, die die Famulaturförderung beantragen möchten, erhalten das Antragsformular bei Jennifer Siebert von der Regional- und Kreisentwicklung der Kreisverwaltung Altenkirchen. Sie ist gleichzeitig Koordinatorin des Netzwerks „Ärztliche Versorgung im Kreis Altenkirchen“ und telefonisch unter 0 26 81/ 81- 20 89 oder per E-Mail unter jennifer.siebert@kreis-ak.de erreichbar. Das Formular kann auch auf der Homepage des Landkreises Altenkirchen unter www.kreis-altenkirchen.de ab Januar heruntergeladen werden. Der Landkreis behält sich vor, den ausgezahlten Förderbetrag zurück zu fordern, falls die hausärztliche Famulatur vorzeitig abgebrochen werden sollte. (PM)


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