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Nachricht vom 03.01.2018    

Marienthaler Forum stellt Jahresprogramm vor

Das Jahresprogramm des Marienthaler Forums zeigt eine breite Mischung aus Politik, Wirtschaft, Kultur und gesellschaftlich relevanten Themen. Auftakt ist am Samstag, 27. Januar, 10.30 Uhr in der Klostergastronomie Marienthal.

Region. Mit einem Rückblick auf ein halbes Jahrhundert und Erwartungen an die Zukunft beginnt das Marienthaler Forum sein Jahresprogramm 2018. Der Initiator des Forums Ulrich Schmalz konnte dazu drei Persönlichkeiten aus der Region gewinnen, die jeweils für ein wichtiges Stück gesellschaftlicher Verantwortung stehen. Mit Dr. Alfred Beth, Horst Bellersheim und Eberhard Holschbach sollen regionale Politik, wirtschaftliches Tun und die Bildungslandschaft behandelt werden. Schmalz, der die Veranstaltung moderieren wird, nennt das eine Rückschau auf die Zeit und das eigene Tun, natürlich verbunden mit einem Ausblick auf die Herausforderungen der Zukunft. Die Veranstaltung findet als “Marienthaler Samstagsgespräch” am 27. Januar in der Klostergastronomie Marienthal statt, Beginn ist 10.30 Uhr. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, bei allen weiteren Veranstaltungen beträgt die Teilnahmegebühr 10 Euro pro Person.

Das Genossenschaftswesen steht im Zentrum einer einer Betrachtung von "MONDRAGON", einer Genossenschaft mit Sitz im Baskenland und das in einer wirtschaftlichen Größe, dass man sie als Global Player bezeichnen kann. Dr. Hans Harms, ein deutscher Wissenschaftler, heute mit Wohnsitz in San Sebastian, hat sich mit dem dortigen Genossenschaftswesen befasst und wird seine Bewertung am 24. Februar,
im Hammer Kulturhaus präsentieren. Beginn ist 10.30 Uhr und diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie des Rheinlandes statt.

Wie immer geht das Forum, einer langjährigen Tradition gehorchend, einmal im Jahr nach Leutedorf am Rhein, Gastgeber ist das bekannte Weinhaus Mohr & Söhne.
“Die Zahlentrickser – das Märchen von den aussterbenden Deutschen und andere Statistiklügen sind das provokante Thema eines Vortrages von Prof. Dr. Gerd Bosbach am 1. März, um 18 Uhr.

Am 21. April, steht im Breidenbacher Hof in der dortigen Scheune das “arabische Beben” auf dem Prüfstand, Dr. Rainer Hermann, Journalist der FAZ und langjähriger Kenner der Region, hat dazu ein Buch verfasst und die dort getroffenen Aussagen werden im Mittelpunkt des Vortrages stehen. Wieder eine Samstagveranstaltung mit Beginn um 10.30 Uhr.

Mit Prof. Dr. Markus Brechtken konnte das Forum wieder einen herausragenden Historiker gewinnen, er hat der Figur “Albert Speer” eine beachtlich veränderte Rolle zugedacht. Speer war eine der zentralen Figuren der nationalsozialistischen Herrschaft. Als Kriegslogistiker und Rüstungsorganisator verantwortete er zusammen mit Himmler und Goebbels zwischen 1943 und 1945 die Totalisierung und Verlängerung des Krieges. Bei den Nürnberger Prozessen entging er der Todesstrafe und wurde nach seiner Haftentlassung auch durch frühere mildernde Lebensbeschreibungen zu einem geachteten Zeitzeugen. Brechtken zeigt ein ganz anderes Bild am 16. Mai im Hotel Germania in Wissen, Beginn ist um 19 Uhr.

Mit dem Thema Mobilität steht ein Thema auf der Tagesordnung, das sowohl wirtschaftlich als auch in der privaten Betrachtung eine hohe Aktualität aufweist. Dazu passt der Gast und Provokateur Prof. Dr. Stephan Rammler mit seinem Buch “Volk ohne Wagen”, eine Streitschrift für eine neue Mobilität. Hierüber wird man nach seinem Impulsvortrag mit ihm streiten und zwar am 13. Juni im Hotel Glockenspitze in Altenkirchen, Beginn um 19 Uhr.

Mit Johannes Nies kommt die Musik zu Wort, oder besser mit angenehmen Tönen an unser Ohr. Er war als ganz Junger schon einmal beim Forum zu Gast, nun ist er immer noch jung und als Pianist erfolgreich unterwegs. Das Publikum kann ihn am Flügel erleben, mit einem abwechslungsreichen Konzert mit viel Klassik, aber auch mit einem Block, den er “State of Jazz” nennt. Zu hören im Kulturwerk Wissen, zugleich Mitveranstalter am 7. Oktober, um 17 Uhr.

Was ist deutsch? Es kennzeichnet die Deutschen, dass bei ihnen diese Frage niemals ausstirbt – so einer der scharfsinnigsten Kritiker eben jener Deutschen, Friedrich Nietzsche. Welche Folgen das Ringen mit der eigenen Identität aber für ihre Geschichte und ihr Selbstverständnis hatte und noch immer hat, das erfährt man beim Vortrag mit Prof. Dieter Borchmeyer. Der Gast ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft an der Universität Heidelberg. Die Veranstaltung ist am 6. November im Hotel Germania Wissen, Beginn 19 Uhr.

Bei einem Wirtschaftstag, der noch nicht terminiert ist, wird unter anderem der deutsche Präsident der europäischen Investitionsbank Dr. Werner Hoyer zu Gast sein. Die Bank mit Sitz in Luxemburg ist ein mit einem Bilanzvolumen von 750 Milliarden Euro ein Institut mit weltweiten Engagements und auch für die Deutsche Wirtschaft von hoher Bedeutung.



Im nun begonnenen neuen Jahr haben Interessierte auch die Möglichkeit an Betriebsbesuchen hiesiger Unternehmen teilzunehmen, alle Veranstaltungen sind für jedermann zugänglich. (PM)



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