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Nachricht vom 24.01.2018    

Kaufen oder mieten in Altenkirchen? Vor- und Nachteile im Vergleich

„Wer langfristig investieren möchte, sollte sich ein Eigenheim zulegen!“ – Auch wenn der Ratschlag der eigenen Eltern heute noch in den Köpfen der Menschen präsent ist, muss festgehalten werden, dass diese verallgemeinernde Lösung schon lange nicht mehr immer angewendet werden kann.

Eigentum ist nach wie vor eine der stabilsten Formen der Geldanlage. Foto: pixabay.com

Altenkirchen. Fest steht: Ja, der Kauf einer Immobilie kann, muss aber nicht mit überzeugenden Vorteilen verbunden sein. Und dennoch: ein Großteil der Menschen träumt vom Eigenheim. Vor allem jetzt, wo die Zinsen vergleichsweise niedrig sind, rückt dieser Traum in greifbare Nähe. Doch welche Lösung ist die beste? Wie immer gilt es auch mit Hinblick auf die Frage „Kaufen oder mieten?“ verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen.

Die Vor- und Nachteile in der Übersicht
Wer vor der Entscheidung „Kaufen oder mieten?“ steht, sollte immer seine individuellen Lebensumstände berücksichtigen. Ob es sinnvoll ist im Kreis Altenkirchen circa 1.560 Euro je Quadratmeter beim Kauf oder circa sieben Euro pro Quadratmeter an Miete (Stand 12/2017) zu zahlen, entscheiden mehrere Faktoren. So bieten sowohl beide Varianten weitreichende Vorteile.

Mieter profitieren unter anderem von:
• einem hohen Maß an Flexibilität und geringerer Bürokratie,
• weniger Verantwortung, wenn es um Fragen rund um die Instandhaltung der Wohnanlage geht,
• niedrigeren Nebenkosten,
• der Möglichkeit, im „Notfall“ schnell den Wohnort (zum Beispiel aufgrund eines neuen Jobs) wechseln zu können.

Wer sich hingegen für den Kauf einer Immobilie entscheidet, genießt die Vorteile
• diese weitestgehend nach den eigenen Wünschen gestalten zu können,
• im Alter abgesichert zu sein und zumindest keine Miete zahlen zu müssen.

Doch auch der Kauf einer Immobilie in Altenkirchen sollte – trotz besagter Vorteile – gut durchdacht werden. Seit dem Herbst letzten Jahres ist besonders in dieser Region ein Anstieg der Quadratmeterpreise zu beobachten. Wird hierbei noch berücksichtigt, dass der Kauf eines Eigenheims durch die Finanzierungsnebenkosten durchschnittlich 25 Prozent teurer ist, kann dieses Unterfangen zu einer nicht zu unterschätzenden, finanziellen Belastung werden. Zudem haben Eigenheimbesitzer nicht die Möglichkeit, schnell den Wohnort zu wechseln und sind in besonderer Weise für das betreffende Objekt verantwortlich.

Auch Mieter werden in ihrer Position mit Nachteilen konfrontiert. Diese zeigen sich nicht nur durch einen Anstieg der Mieten, sondern auch von der hohen Abhängigkeit vom Vermieter und den Nebenkosten, die zum Teil auf die Gemeinschaft im Objekt umgelegt werden.

Welche Versicherungen sind unerlässlich?
Um das Risiko einer spontanen, finanziellen Belastung so gering wie möglich zu halten, ist der Abschluss von Versicherungen sowohl für Mieter als auch für Vermieter, besonders wichtig. Doch welche Versicherungen dürfen nicht fehlen?

Wer sich selbst (und seine Familie) absichern möchte, sollte als Mieter unter anderem auf…:
• die private Haftpflichtversicherung,
• die Hausratversicherung,
• (gegebenenfalls) eine Rechtschutzversicherung
setzen. Während die private Haftpflichtversicherung dann greift, wenn der Versicherungsnehmen Schäden bei anderen verursacht, ist es die Aufgabe einer umfassenden Hausratversicherung, Schäden, die infolge von Sturm, Wasser, Feuer und Co. im eigenen Haushalt entstehen, zu ersetzen. Bei der Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern, ist es empfehlenswert, eine Vergleichsseite zu Rate zu ziehen, um die zahlreichen Angebote besser gegeneinander abwägen zu können.

Bei einer Rechtsschutzversicherung handelt es sich um besonders individuelles Konstrukt, in dessen Zusammenhang der Versicherungsnehmer entscheiden kann, welche Rechtsbereiche abgedeckt werden sollen.

Vermieter sollten jedoch auch mit Hinblick auf die passenden Versicherungen keine Kompromisse eingehen. Für sie spielt nicht nur die klassische Gebäudeversicherung, sondern auch…
• die Haus- und Grundbesitzerpflichtversicherung,
• die Wohnungshaftpflichtversicherung,
• die Rechtschutzversicherung
und die Mietausfallsversicherung eine tragende Rolle. Eines haben die verschiedenen Versicherungen für Mieter und Vermieter jedoch gemein: sie schützen vor mitunter horrenden Kosten, die die eigene Existenz gefährden können.

Flexibel leben – auf unterschiedlichen Ebenen
Auch wenn der Einzug in die eigenen vier Wände durchaus von vielen Menschen als das Maximum an Flexibilität angesehen wird, muss festgehalten werden, dass auch Mieter ihre Wohnung weitestgehend flexibel gestalten können. Dennoch haben Vermieter beziehungsweise Eigentümer die Möglichkeit, ihre individuellen Wünsche eben noch gezielter zu verwirklichen. Am konkreten Beispiel festgemacht bedeutet dies, dass Vermieter bei der Realisierung des eigenen Wohntraums beispielsweise nicht „nur“ ein Smarthome einrichten können, sondern dieses beispielsweise auch gern um weitere Komponenten wie ein zentral gesteuertes Überwachungssystem erweitern können. Wer „Herr über sein Grundstück“ ist, darf -ganz legitim- selbst entscheiden, wo Überwachungskameras und Bewegungsmelder dauerhaft installiert werden sollen.

Noch flexibler gestaltet sich der Traum vom eigenen Wohnen, wenn ein Haus in Altenkirchen nicht „nur“ gekauft, sondern von Grund auf selbst gebaut wird. In diesem Zusammenhang stellen sich dann jedoch noch weitere Fragen. Unter anderem geht es darum, sich für eine verlässliche Wärmedämmung zu entscheiden. Diese charakterisiert sich nicht nur durch ein überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis, sondern zudem noch durch Vorteile wie…:
• geringeren Heizkosten,
• die Vermeidung von Durchzug,
• eine gesteigerte Lebens- und Wohnqualität.
Aufgrund der weitreichenden Vorteile und der Möglichkeit, auf lange Sicht deutlich an Heizkosten einzusparen, kann es sich zudem auch lohnen, alte Bauten in dieser Hinsicht zu sanieren und mit einer modernen Wärmedämmung seine Möglichkeiten als Immobilienbesitzer auch in dieser Hinsicht auszukosten.

Eigentümer dürfen nicht alles!

Wer nun jedoch denkt, als Eigentümer die eigene Flexibilität beliebig weit ausdehnen zu können, irrt. Vielmehr gilt es, sich auch als Haus-, Grundstücks- und Wohnungsbesitzer an gewisse Vorgaben zu halten. Dementsprechend ist es wichtig, sich beispielsweise beim Errichten eines Gartenzauns an die Vorgaben des Nachbarrechts zu halten und Vorgaben mit Hinblick auf ein „harmonisches Erscheinungsbild der Anlage“ zu beachten. Letztere greifen vor allem im Zusammenhang mit Wohnungseigentümer-Gemeinschaften.


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