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Nachricht vom 08.02.2018    

Alle Macht den Frauen - Start des Karnevals in den Rathäusern

In den Verwaltungen in Herdorf, Betzdorf, Hamm, Scheuerfeld und Altenkirchen war am Donnerstag, 11.11 Uhr der Machtwechsel angesagt. Und es ging ratz-fatz, fröhlich und ohne Sondierungsgespräche eroberten die närrischen Frauen die Macht im AK-Land. Der AK-Kurier berichtet vom Weiberfastnacht. (Aktualisiert)

Bürgermeister Uwe Erner, Sitzungspräsidentin Verena Scheele und die kfd-Prinzessin Christine Schlosser feierten gemeinsam mit vielen Gästen den Altweiber. Fotos: anna

Herdorf. Hochbetrieb und beste Stimmung herrschte an Altweiber im städtischen Rathaus, welches die Frauen der kfd pünktlich um 11.11 Uhr für sich eroberten. „Es war einmal, ein treuer Husar“, zu den Klängen dieses Liedes marschierten die buntkostümierten Frauen, begleitet von einem Musiker Quartett des Bollnbacher Musikvereins in den geschmückten Ratssaal ein, wo sie von Bürgermeister Uwe Erner freudig empfangen wurden.

Erner begrüßte die Sitzungspräsidentin Verena Scheele und die kfd-Prinzessin Christine Schlosser mit einem dreifachen Herdorfer „Nadda Jöhh“. Der Bürgermeister stellte allerdings mit Bedauern fest, dass die zweite Sitzungspräsidentin Jana Schlosser wegen Krankheit nicht dabei sein konnte. Ein großes Lob sprach der Rathauschef seiner mittlerweile personell sehr geschrumpften Belegschaft aus, die schon am Vorabend den Ratssaal für diesen Empfang vorbereitet hatten. An die diesjährige kfd-Prinzessin Christine überreichte Erner den städtischen Annemarie-Orden. Scheele begrüßte ebenfalls die vielen Besucherinnen und Besucher im Rathaus und freute sich, dass eine so große Schar kostümierter Karnevalisten diese Rathausstürmung mit ihnen feierten.
Unter den Gästen waren Besucher aus Sassenroth und Dermbach, aus Grünebach und Alsdorf und sogar aus Daaden. Mit einem dreifachen Nadda Jöhh wünschte Scheele allen viel Spaß. Der Ratssaal füllte sich mehr und mehr und schon bald war kaum noch ein Durchkommen. Auch in diesem Jahr hatten sich die mittlerweile auf der Verwaltung in Daaden arbeitenden Herdorfer wieder in ihre ehemalige Wirkungsstätte zurück begeben um ihre dort verbliebenen Kollegen zu unterstützen und mit zu feiern. Auch einige Daadener Verwaltungsangestellten hatten sich unter die Karnevalisten gemischt und feierten bunt gekleidet mit. Gemeinsam stellten sich alle mit dem Bürgermeister zu einem Gruppenfoto auf, ganz nach dem diesjährigen Motto im Rathaus: „Heut geht´s bunt“.

War die Rathausstürmung an Altweiber ursprünglich eine reine Frauenveranstaltung, abgesehen vom Rathauspersonal, so ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass sich mehr und mehr Herren dieser Aktion anschließen. Dies gefällt nicht allen Frauen und eine kommentierte diese Tatsache mit den Worten: „Das ist nicht mehr schön“. Meist blieben die Damen aber sowieso in ihren Klübchen zusammen und feierten den Altweiber unbeschwert.

Zeitgleich ist an diesem Tag auch immer die KG Herdorf unterwegs und zieht durch den Ort und die Geschäfte. Im Verlauf des Tages treffen die verschiedenen Gesellschaften hier und da auch mal zusammen und feiern gemeinsam. Am Abend wird dann in den Gaststätten der Stadt, sowie im großen Zelt auf dem Rewe Parkplatz weiter gefeiert. Die vorangekündigte Polizeipräsenz war auch schon in den Mittagsstunden festzustellen, die Beamten waren mit mehreren Einsatzfahrzeugen im Ort unterwegs. (anna)

Betzdorf. Nun gilt ja Betzdorf nicht als ausgewiesene Karnevalshochburg, aber im Rathaus ist das völlig anders. Am heutigen Donnerstag verlor Bürgermeister Bernd Brato kurzfristig die Kontrolle über das Rathaus in Betzdorf, welches bekanntermaßen an Altweiber fest in der Hand der weiblichen Belegschaft ist. Dass jeglicher Widerstand zwecklos ist, das haben der Verwaltungschef und seine männliche Belegschaft längst eingesehen. Der Stimmungspegel stieg zusehends an, genauso wie die Zahl der abgeschnittenen Krawatten. "Rathaus wach auf“ tönte der Schlachtruf der bunt kostümierten Närrinnen durch die Flure. Verstecken half nicht, ausgestattet mit Sekt und Trillerpfeifen holten die ausgelassenen Damen auch den letzten männlichen Kollege hervor und zerrten ihn zum Ratssaal, der mit Luftballons und Luftschlangen kurzfristig zur Karnevalshochburg mutiert war. Zum Durchhalten - schließlich dauert das bunte Treiben bis zum Abend - sorgte ein einladendes Buffet für die richtige Grundlage und Karnevalshits für das zusätzliche Aufheizen der Stimmung. (gw)

Scheuerfeld. Nicht lange verteidigen konnte am Altweibermorgen Ortsbürgermeister Harald Dohm das Gemeindehaus in der Kirchstraße 4. Er hatte keine Chance gegen die Übermacht der FWG-Volkstanzgruppe, der Abordnung des KV Scheuerfeld mit seinen Tollitäten und den Kindern der Grundschule und Kindertagesstätte. Zwar war ihm VG-Bürgermeister Bernd Brato zur Hilfe geeilt, aber im Nu war das Gemeindebüro der Ortsgemeinde Scheuerfeld gestürmt.
Obermöhne Marita Keuser-Schaefer nahm in ihrer Eroberungsrede die vielen Bauaktivitäten in der Ortsgemeinde aufs Korn: „Wie hieß der Slogan bloß? Ach ja, wir kleckern nicht, wir sind schon groß! Dagegen sind die Betzdorfer arme Hunde, die machen Reklame für die blaue Stunde“, rief sie in die Runde.

Die in bezaubernden original Hawaii Kleider gehüllten FWG-Frauen überreichten beiden Bürgermeistern Baströcke und Blumenketten und forderten sie zum Mittanzen bei ihrem Showtanz auf. Leider gibt es davon kein Foto. (pr)

Altenkirchen. Unter dem Motto „Jedem Jeck sein eigenes Kostüm“ feierten die Damen des Rathauses Altenkirchen ihre Weiberfastnacht. Die Obermöhn Anna Schwarz und ihr Team hatten, neben der „Entmachtung“ des Chefs ein tolles Programm zusammengestellt. Um 11.11 Uhr wurde dem Bürgermeister, Fred Jüngerich, durch das obligatorische Abschneiden der Krawatte, die Macht genommen und Anna Schwarz „enterte“ den Chefsessel.

Gegen 12 Uhr zog dann die KG Altenkirchen in großer Zahl in das Rathaus ein. Prinzessin Sabine I. hatte die Beitrittserklärung für Jüngerich bereits vorbereitet. Das Büro konnte die Karnevalisten kaum fassen. Im Anschluss ging es in den Sitzungssaal, wo bereits viele bunt kostümierte Jecken auf die Karnevalisten warteten.

In seiner Rede nannte der Ehrenpräsident der Gesellschaft, Karlheinz Fels, die „Regeln“ für die nächsten Tage unter anderem „feiert fröhlich und mit jedermann doch Krawall und Ärger, den will kener han“. Unter dem Beifall aller Gäste übernahm dann Prinzessin Sabine den Schlüssel zum Rathaus. Die Karnevalisten versetzten Bürgermeister und den Rat in den einstweiligen Ruhestand der bis Aschermittwoch andauern soll. Ersetzt wird der Rat durch das Gefolge ihrer Lieblichkeit, so die Karnevalisten. Nach einem Tanz von Mariechen Alina Tochenhagen feierten die Besucher im Ratssaal bis zum Abend. (kkö)


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