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Nachricht vom 08.09.2009    

Oldtimer sorgten in Ückertseifen für neugierige Blicke

Poliertes Blech, funkelnder Chrom und satter Motorenklang lockten zahlreiche Lieb­haber alter Vehikel nach Ückertseifen. Trotz des unbeständigen Wetters mit einem Mix aus Regenschauern und Sonnenschein waren alle Beteiligten mit dem Oldtimertreffen rundum zufrieden. Das Tuckern und Knattern alter Fahrzeuge klang ihnen wie Musik in ihren Ohren.

Ückertseifen. Auf Hochglanz polierte, schnaufende, ratternde und blubbernde Oldtimer elektrisieren eine immer größere Fangemeinde, interessieren für Design und Technik früherer Jahrzehnte und
erfreuen dabei Jung und Alt. Man kennt sich größten Teils untereinander, findet schnell Kon­takt und ist im Handumdrehen in Fachgesprächen über Modelle und Baureihen, Fahrverhal­ten, Ersatzteilbeschaffung und Umbaumöglichkeiten vertieft. Anekdoten - positive wie auch negative -kommen dabei nicht zu kurz. "Man ist natürlich glücklich, wenn sich die Besucher für die Schätzchen interessieren", so ein Teilnehmer. Fragen werden gerne erschöpfend beantwortet. Festzustellen sei, dass heutzutage immer mehr Frauen sich unter das „fahrende Volk“ mischen und sich mit "Benzin im Blut" ebenso gut über die Technik auskennen. Die jüngere Generation kommt dabei teilweise aus dem Staunen nicht heraus, wie in alten Zeiten des Automobils, Motorräder und Traktoren diese mit einer simplen, einfachen mecha­nischen Technik zum „Fortbewegen“ gebracht, selbst repariert oder auch „verändert“ wurden. Heute im Zeitalter von Relays, Modulen und Computertechnik nicht mehr vorstellbar. Im Blickfang des Geschehens auch ein BMW 1802, Baujahr 1973, den Erwin Krause aus Imhausen in vier Jahren restaurierte und von 100 PS durch den Einbau von neuen Vergasern, einem Turboaus­puff und einer „schärferen“ Nockenwelle auf 140 PS „aufmotzte“. Der stolze BMW-Besitzer kommt beim Erzählen so richtig ins Schwärmen. Immerhin wurden zehn alte BMW 1802 „ausgeschlachtet“, um das jetzige Schmuckstück zu schaffen. „Die Stunden für den enormen Aufwand habe ich nicht gezählt. Mir hat es Freude bereitet. Zudem kam ich in späten Jahren zu meinem Wunschberuf Autoschlosser.“ Man nehme einen Motor und ein Getriebe von einer BMW-Isetta sowie zwei Achsen von einem Opel Kadett, kürzt die Achsen, plant einen Aufsitz-Rasenmäher und fertigt im Eigenbau dann einen wendigen und voll betriebsbereiten Klein-Traktor mit Knicklenkung und Allrad. Werner Hassel aus Pracht hatte zahlreiche Fragen zu seinem in zahlreichen Stunden gefertigten 13 PS starken Klein-Traktor, den er auch im Wald einsetzt, zu beantworten. Alle ankommenden Gäste wurden auf dem Dorfplatz in Ückertseifen persönlich begrüßt, einge­wiesen und mit einer Teilnehmer-Urkunde ausgezeich­net. Mit einem "Steckbrief" versehen gaben die Kostbarkeiten Auskunft über ihr Alter und ihre Herkunft. Eine große Spannbreite boten die Motorräder mit ihren wohlklingenden Namen NSU, Horex, Zündapp, DKW, Tornax, Koehler Escofjier (Frankreich), Miele (Motorfahrrad aus dem Jahre 1950) und die im Jahre 1923 gebauten Stock und BSA. Holder und Hatz führ­ten die Traktorenpalette an, die weiter durch Kramer und Eicher sowie zwei "blubbernden" Land-Bulldogs ergänzt wurde. (Rolf-Dieter Rötzel)
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Auch mit Regentropfen ist die NSU immer noch ein toller Anblick. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel


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