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Nachricht vom 09.09.2009 - 08:42 Uhr    

Ein Stern für Hachenburg

Die heimischen Sportkreise und die Westerwald Bank haben die Regional-Sieger der „Sterne des Sports“ gekürt. Die Plätze eins bis drei gehen in diesem Jahr nach Hachenburg, Altenkirchen und Wissen. Der TuS Hachenburg vertritt die Region zudem beim Landesentscheid.

Region. Der TuS Hachenburg 1846/1919 e.V. ist Sieger des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ in den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald. Bei der Bewertung der Teilnehmerbeiträge entschied sich die Jury in Hachenburg für das Konzept des TuS, der seit Januar eine Sportgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung anbietet. Auf Platz zwei kam die Cheerleader-Gruppe des CVJM American Sports Club e.V. aus Altenkirchen, den dritten Platz belegt der VfB Wissen mit seiner Taekwon-Do-Abteilung. Die Aktion „Sterne des Sports“ wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Rahmen der Kampagne „Sport tut Deutschland gut“ gemeinsam mit den Volks- und Raiffeisenbanken durchgeführt.
Die „Sterne des Sports“ sind eine Auszeichnung für Sportvereine, die spezielle Programme für Kinder und Jugendliche aufgelegt haben, Maßnahmen zur Integration von Menschen aus anderen Ländern entwickeln, Sinn für die Einbeziehung ganzer Familien beweisen oder solche Vereine, wo Gesundheitssport im Vordergrund steht. „Mit der Auszeichnung werden Projekte gewürdigt, die über den Sport hinausgehen. Wir wollen die Bedeutung der Sportvereine für die Gesellschaft immer wieder hervorheben“, sagte Bankvorstand Paul-Josef Schmitt.
Mit der Jury-Entscheidung für den TuS Hachenburg zeigten sich auch die beiden Sportkreisvorsitzenden Herbert Rimpler (Westerwaldkreis) und Hans-Georg Brass (Altenkirchen), die der Jury angehörten, zufrieden. Bei dem Konzept im Arbeitsbereich Gesundheit und Prävention wurde eine 15-köpfige Sportgruppe mit geistig beeinträchtigten Menschen, Bewohner der Tagesförderstätte Nisterpfad in Hachenburg, aufgebaut. „Die Menschen mit geistiger Behinderung haben durch die wöchentliche Sportstunde sehr viel Freude an Tanz und Bewegung. Es hat sich eine feste Struktur und Gemeinschaft zwischen Übungsleitern und Sportlern entwickelt“, so die Kurzbeschreibung des Konzepts, das das soziale Miteinander und die Integration in einem mit weit über 1.600 Mitgliedern sehr großen Verein stärke. Positiv wertete die Jury zudem, dass die Übungsleiter zielgerichtet Ausbildungen für die Arbeit mit geistig Behinderten absolviert haben, um das qualifizierte Sportprogramm anbieten zu können.
Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 13 Vereine aus der Region um die „Sterne des Sports“ beworben. Für den ersten Platz auf regionaler Ebene erhält der TuS Hachenburg den Großen Stern des Sports in Bronze sowie 500 Euro für die Vereinskasse. Außerdem wird das Konzept auch auf Landesebene beurteilt. Hier hofft die Jury auf einen weiteren Erfolg, nachdem es hier schon in den Vorjahren immer wieder Erfolge für die heimischen Vereine zu verzeichnen gab.
Einen Kleinen Stern in Bronze erhalten der CVJM American Sports Club Altenkirchen und der VfB Wissen, dazu kommen 350 bzw. 250 Euro Vereinszuschuss. Die Cheerleader des CVJM sind seit 2003 aktiv und bewarben sich im Arbeitsfeld Integration. Die steht im Mittelpunkt der Arbeit mit rund 70 Mädchen und jungen Frauen im Alter von 3 bis 22 Jahren, die zum überwiegenden Teil Migrationshintergrund haben und aus sozial schwachen Umfeldern kommen. Die Aktivität der Cheerleader führte sie in den letzten Jahren nicht nur immer wieder an die Spitze nationaler Cheerlading-Wettbewerbe, sondern stärkte auch ihr Selbstvertrauen. Das wird auch bei den Aktiven der Taekwon-Do-Abteilung des VfB Wissen ausgeprägt, die seit zehn Jahren aktiv ist und in der sich ganze Familien nicht nur sportlich fit halten, sondern gemeinsam Disziplin und Körperbeherrschung erlernen und dabei auch noch Einblicke in fremde Kulturen erhalten. Auch hier steht Integration ausländischer Mitbürger ganz oben auf der Agenda.
„Wir hoffen, dass die Erfolge der Vereine auch für andere Motivation sind, ihre Arbeit beim nächsten Mal vorzustellen und sich der Jury zu stellen. Natürlich ist jeder Verein, der sich für die Gesellschaft engagiert, ein Stern des Sports. Umso schwerer ist die Entscheidung für die Jurymitglieder auch in diesem Jahr gefallen. Deshalb danken wir ganz besonders den weiteren Teilnehmern, die sich in mit vorbildlichen Konzepten beworben haben“, sagte Paul-Josef Schmitt abschließend. Das waren Fata Morgana aus Westerburg, die Reha-Sportgemeinschaft Wissen, der Sportclub Selters, der Wissener Schützenverein, die DJK Betzdorf, die Westerwälder Radsportfreunde Altenkirchen, der Kneipp-Verein Bad Marienberg, der TuS Hilgert, der Turnverein Rennerod sowie die Sport- und Wanderfreunde Hachenburg.



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