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Nachricht vom 05.03.2018    

Zehn Jahre PjO – Eine Ära geht zu Ende

Das zehnte Projekt des Projektorchesters (PjO) bot mit dem Benefizkonzert "10 Jahre PjO" auch dieses Jahr wieder großartige musikalische Unterhaltung zusammen mit Sängerin Milena Lenz und der Tanzschule Tanztraum Balé im Kulturwerk. Das Projektorchester von Marco Lichtenthäler feierte nicht nur sein Jubiläum, sondern verabschiedete sich gleichzeitig von der Bühne. 19.500 Euro konnten in den letzten neun Jahren an wohltätige Organisationen gespendet werden.

10 Jahre feierte das PjO-Projektorchester im Kulturwerk Wissen und führte das Publikum durch die eigene Erfolgsgeschichte Foto: jkh

Wissen. Auch das zehnte Konzert des PjO-Projektorchesters war wieder ausverkauft und ein riesiger Erfolg. Das 80-köpfige Orchester, gepaart mit dem Gesang der bekannten Sängerin Milena Lenz, sorgte für einen fantastischen Klang und eine tolle Atmosphäre. Zusätzlich traten die Tänzerinnen der Tanzschule Tanztraum Balé auf und verliehen der Musik einen darstellenden Ausdruck. Durch den Abend führte Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Mit dem Jubiläum verabschiedete sich das PjO von Marco Lichtenthäler jedoch von der Bühne. Dabei führte das Abschiedskonzert durch 10 Jahre PjO-Geschichte. Zum Auftakt wurde die Ouvertüre "there is no business like showbusiness", die extra für das Benefizkonzert im letzten Jahr "Fantastic Musical Moments" von Guido Rennert aus Siegburg komponiert wurde, gespielt. Weiter ging es mit den Höhepunkten aus dem Benefizkonzert des letzten Jahres. Das Orchester spielte Starlight Express, Elisabeth und Mamma Mia.

Das Kulturwerk bot eine hervorragende Akustik für ein solch großes Orchester. Die bekannten Melodien, die durch die starke Stimme der Sängerin Milena Lenz wunderbar unterstrichen wurden, wurden vom Publikum genossen. Zwischen den musikalischen Darbietungen fasste Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Geschichte des nächsten Musicals kurz zusammen und gab damit einen Einstieg. Das Publikum wurde bei jedem neuen Musical mit einer ganz neuen Klangvielfalt überrascht.

Anschließend tauchte das Publikum in die Filmmusik von Star Wars ein. Dazu tanzten die Kinder der Tanzschule Tanztraum Balé aus Wissen und sorgten für gute Stimmung.

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Komponisten Otto M. Schwarz. Er dirigierte zum zweiten Mal seit dem Benefizkonzert aus dem Jahr 2010 sein Werk „White Tower“. Es hat eine Geschichte, die tief in der Region verwurzelt ist. Das Stück handelt vom Raubüberfall auf Daaden im Jahr 1798.

Nach der Pause ging es weiter mit der ersten Sinfonie von Johann de Meij aus den Herr der Ringe Filmen. Mit diesem Thema hatte das PjO vor 10 Jahren begonnen. Damals wurde mit den Eintrittsgeldern das Jugendorchester der Daadeltaler Knappenkappelle unterstützt. 1500 Euro konnten damals gespendet werden. Nun schloss sich der Kreis, denn bei diesem Konzert wurde wieder für sie gespendet. Timo Hölzemann, Vorsitzender der Daadeltaler Knappenkappelle ist sehr froh darüber. Die Spendensumme soll dieses Mal für eine Jugendfahrt verwendet werden. „Das wird die Kinder und Jugendlichen sehr freuen.“, so Hölzemann



Doch nicht nur das Jugendorchester profitierte von den Spenden. In den letzten neun Jahren konnten einige Vereine und Organisationen vom PjO unterstützt werden: Müllkinder von Kairo e.V., Fly- und Help, Westerwälder Clowndoktoren, Katholischer Jahrmarkt Wissen, bunter Kreis Mittelrhein, Kleine Herzen Westerwald und der Kinderschutzdienst Verein Kinder in Not Kreis Altenkirchen. Eine Gesamtspendensumme von 19.500 Euro kam dabei zusammen und bewirkte einiges.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler bat Reiner Meutsch von Fly- und Help auf die Bühne. Im Jahr 2011 konnten 2000 Euro für die Stiftung eingespielt werden. „Im Durchschnitt zahlt der Konzertbesucher 10 Euro für die Eintrittskarte – was kann jeder einzelne Konzertbesucher konkret damit bewegen?“, fragte Bätzing-Lichtenthäler ihn. „Mit 10 Euro kann ein Kind ein Jahr lang zur Schule gehen. Inbegriffen ist die Schulkleidung und ein tägliches Mittagessen.“, erklärte Meutsch.

Nun ist leider Schluss. Eine Ära ging mit dem letzten PjO-Projektorchester am Sonntag, den 4. März im Kulturwerk zu Ende. Noch einmal wurde den Musikerinnen und Musikern, vor allem denjenigen, die alle zehn Konzerte mitspielten, dem Initator und Dirigenten Marco Lichtenthäler und natürlich dem Publikum, ohne dessen dies nicht möglich gewesen wäre, gedankt. (jkh)


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