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Nachricht vom 16.03.2018 - 15:52 Uhr    

Mieten oder kaufen: Lohnt sich Immobilienkauf eigentlich noch?

Viele Menschen in Rheinland-Pfalz erfüllen die Kriterien eines potenziellen Immobilieneigentümers: Sie sind regional verbunden, haben einen guten Job in einer ortsansässigen Firma und haben vielleicht sogar schon eine Familie gegründet, die vor Ort verwurzelt ist. Doch selbst dieser Käufertyp stellt sich immer häufiger die Frage: Rentiert sich ein Immobilienkauf überhaupt noch? Oder sind die Kosten, die den attraktiven Kreditzinsen gegenüberstehen, doch zu hoch? Eine aktuelle Analyse des Immobilienportals Immowelt hat nun ergeben: Der Kauf lohnt sich überraschend oft. Was die Analyse für die Städte der Region aussagt, zeigt dieser Beitrag.

Mieten oder kaufen - das ist mit den steigenden Immobilienpreisen zur entscheidenden Frage geworden. Foto: pixabay.com © AlexanderStein (CC0 Public Domain)

Region. Mieten oder kaufen - das ist mit den steigenden Immobilienpreisen zur entscheidenden Frage geworden. Die Grundaussage für ganz Deutschland stimmt positiv. Wohnen ist in den vergangenen sieben Jahren mächtig teuer geworden: Die Mieten verteuerten sich seit dem Jahr 2011 im deutschlandweiten Durchschnitt um 27 Prozent. Gar um satte 59 Prozent stiegen die Kaufpreise für Immobilien. Und dennoch zeigt die Analyse: Langfristig betrachtet rechnet sich der Kauf in vielen Städten noch – und zwar selbst dann, wenn der komplette Immobilienwert finanziert werden muss (Stichwort: 100-Prozent-Finanzierung/Vollfinanzierung):

In Magdeburg, Wuppertal und Gelsenkirchen ist eine 100-Prozent-Finanzierung – also komplett ohne Eigenkapital – sogar günstiger als Mieten. Das Ergebnis basiert auf einer angenommenen Kreditlaufzeit von 30 Jahren. Auch die Kosten für Instandhaltung und andere Eigentümer-Angelegenheiten sind berücksichtigt.

In Heidelberg, Saarbrücken, Köln, Bremen, Dresden und Erfurt kostet der Kauf einer Immobilie in der langfristigen Betrachtung gerade einmal bis zu 200 Euro mehr. Wer 100 Prozent der Immobilienkosten finanziert und den Kredit binnen 30 Jahren abbezahlt, hat zwar während der Kreditlaufzeit höhere monatliche Kosten, anschließend aber ein sattes Immobilienvermögen.

In München, Freiburg, Hamburg, Rostock, Berlin und Nürnberg hingegen beträgt die Mehrbelastung eines Käufers während der Kreditlaufzeit um bis zu 790 Euro mehr als die eines Mieters. Eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenleistung ist hier nur schwer möglich.

Schon bei einem Eigenkapital von 20 Prozent gewinnt eine Finanzierung noch mehr an Attraktivität, denn in insgesamt 36 Städten zahlen Eigentümer weniger als Mieter. Dresden, Köln, Stuttgart, Heidelberg und Offenbach stehen hier auf der Liste. In insgesamt 38 Städten ist die finanzielle Mehrbelastung für Eigentümer vergleichsweise moderat, zum Beispiel in Ingolstadt, Berlin, Braunschweig, Kiel und Hamburg. Doch selbst mit Eigenkapital gibt es Städte, in denen Eigentümer auch langfristig betrachtet mehr Geld bezahlen als Mieter, etwa in Freiburg, Rostock, Oldenburg, Erlangen und München.

Mieten oder kaufen in der Region

Mit Blick auf den Landkreis Altenkirchen und dessen nähere Umgebung ergab die Untersuchung, dass sich der Wohnungskauf in Münster, Düsseldorf, Bergisch Gladbach und Köln noch regelrecht lohnt. Die monatliche Ersparnis der Käufer bei einer 80-Prozent-Finanzierung liegt in Münster bei 145 Euro, in Bergisch Gladbach bei 132 Euro, in Düsseldorf bei 112 Euro und in Köln bei 85 Euro.

Nur in Gelsenkirchen und Wuppertal ist der Kauf bei einer 100-Prozent-Finanzierung günstiger als das Mieten. In Köln kann der Kauf bis zu 200 Euro teurer ausfallen als ein Mietobjekt, allerdings bleibt nach Ablauf der Kreditlaufzeit auch ein sattes Immobilienvermögen erhalten. Und: Laut Handelsblatt gibt es ohnehin keinen belegbaren Trend hin zur 100-Prozent-Finanzierung.

Kurz und knapp. Die wichtigsten Tipps zum Wohnungskauf

Der Weg zur eigenen Immobilie kann holprig sein. Deswegen ist es sinnvoll, Tipps und Tricks zu kennen und zu berücksichtigen. Die Analyse zeigt, dass Kaufen also durchaus noch rentabel sein kann. Attraktiv ist es ohnehin: Man macht sich von Vermietern unabhängig. Zudem entfällt die Sorge um die Entwicklung der Mietpreise. Neben der eigenen Altersvorsorge kann eine Immobilie auch zur Erbmasse für den Nachwuchs werden. Wer sich näher für den Kauf einer Wohnung interessiert, findet hilfreiche weiterführende Informationen in diesem Ratgeber.

Wohnungskäufer müssen jedoch einige wichtige Dinge berücksichtigen.
Eine Aufstellung der persönlichen Einnahmen und Ausgaben ist Pflicht, um herauszufinden, ob die Immobilienfinanzierung überhaupt möglich ist. Wer eine bereits existierende Wohnung kauft, der muss gegebenenfalls Geld für die Modernisierung, Renovierung oder Instandsetzung in die Hand nehmen. Doch auch bei einem Neubau gibt es Stolperfallen wie etwa die Baubeschreibung. Diese sollte detaillierte Informationen darüber vorhalten, was im Neubau gemacht wird. Selbst die beste Planung kann aus den Fugen geraten, wenn Unvorhersehbares passiert. Deswegen ist es sinnvoll, einen finanziellen Puffer einzuplanen.

Eigentum muss aber auch gepflegt und instandgehalten werden. Dadurch entstehen Kosten, die ein Käufer einkalkulieren sollte. Zudem trägt der Eigentümer Instandhaltungs- und Unterhaltskosten, falls sich die Immobilie in einem Wohnobjekt mit Gemeinschaftseigentum befindet.



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