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Nachricht vom 26.03.2018 - 08:21 Uhr    

Freiwillige Feuerwehr Oberlahr zog Bilanz

Die Jahresdienstbesprechung des Löschzuges Oberlahr der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde (VG) Flammersfeld: Das heißt Rückblick, Ausblick, Beförderungen, Abschiede. Wehrführer Ingo Becker konnte zahlreiche Vertreter der Ortsgemeinden des Ausrückebereiches und der VG-Verwaltung begrüßen. In Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Ottmar Fuchs war der Erste Beigeordnete Rolf Schmidt-Markowski erschienen. Auch Wehrleiter Stefan Krämer war nach Oberlahr gekommen und gab einen Überblick über die Veränderungen innerhalb der Feuerwehren der VG.

Beförderten, neu ernannte und bestellte Wehrleute mit Wehrleiter Stefan Krämer (links) und de Ersten Beigeordneten Rolf Schmidt-Markoski (rechts). (Foto: kkö)

Oberlahr. Anlässlich der Jahresdienstbesprechung der Oberlahrer Wehr konnte Wehrführer Ingo Becker auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Er wies darauf hin, dass der Löschzug im vergangenen Jahr nicht nur durch Einsätze gefordert war, sondern auch beim Neubau des Gerätehauses mit angepackt habe. Er bedankte sich besonders bei den Familien der Einsatzkräfte die, wie er es nannte, sehr oft auf Ehemann, Freund oder Vater verzichten mussten. Sein Dank galt aber auch den Arbeitgebern, die die Wehrleute immer wieder ohne große Probleme freistellen. Dies gelte für Einsätze aber auch für Übungen und Lehrgänge.

Sein Dank galt dem Förderverein, der „als einziger Förderverein einer Feuerwehr ein Komplettfahrzeug gemeinsam mit vielen Spendern finanziert hat“. Ohne diese Unterstützung wäre die Beschaffung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) nicht möglich gewesen, da die Landesförderung hierfür nicht möglich war. In diesem Jahr wird noch ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) an den Löschzug übergeben. Im kommenden Jahr wird die Auslieferung eines Mehrzweckfahrzeuges (MZF) erwartet. Der Löschzug Oberlahr sei mit seinen 32 Aktiven und der Technik gut aufgestellt. Die anwesenden Vertreter der Ortsgemeinden bedankten sich bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr für ihren fortwährenden Einsatz. Wobei es keinen Unterschied gebe, ob es sich um einen Einsatz im Schadensfall oder das soziale Engagement in den Ortsgemeinden handele. Alle Redner übergaben dann jeweils den obligatorischen Umschlag an den Wehrführer.

Jahresbericht der Wehrführung
Jörg Eschenbacher, stellvertretender Wehrführer, ließ die Aktivitäten des Jahres 2017 noch einmal Revue passieren. Im Februar begann es mit der Baumfällaktion am Standort des neuen Gerätehauses. Im März wurde die neue Wehrführung gewählt. Eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Besprechungen wegen des neuen Gerätehauses und dem neuen Fahrzeug forderten die Mitglieder. Am 17. September war es dann soweit: Das neue TSF wurde dem Löschzug übergeben. Viele Kameraden setzen, neben den Einsätzen, viel Freizeit ein um die Gerätschaften der Feuerwehr Oberlahr in einem einwandfreien Zustand zu erhalten. Hierfür bedanke sich die Wehrführung besonders. Zahlreiche Einsatzkräfte besuchten Lehrgänge und Seminare auf den unterschiedlichen Ebenen. Auf Kreisebene standen neun Lehrgangsplätze und an der Landesfeuerwehrschule (LFKS) – leider - nur drei Plätze zur Verfügung. Dazu kommen verschiedene Seminare und Ausbildungsveranstaltungen wie Einsatzstellenbelüftung, Fahrsicherheitstraining, beide veranstaltet vom Landesfeuerwehrverband (LFV), und ein Seminar Türöffnung am Standort Oberlahr. Dies alles neben den 40 Alarmeinsätzen, die der Löschzug, oft mit Unterstützung der anderen Einheiten der VG-Feuerwehr zu bewältigen hatte. Insgesamt wurden von den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten 4.181 Stunden Dienst für die Allgemeinheit geleistet. Hierfür bedankte sich Eschenbacher, im Namen aller Führungskräfte herzlich bei den Mitgliedern.

Bericht der Jugendfeuerwehr
Personell sei die Jugendfeuerwehr (JF) der Feuerwehr Oberlahr gut aufgestellt, erläuterte Jugendwart Frank Hoffmann. „Seit der Gründung im März 2015 mit 15 Mitgliedern sind wir auf jetzt 19 Mitglieder gewachsen. Besonders freut es mich“, so Hoffmann, „dass wir heute den ersten Übertritt aus unserer Jugendwehr in die aktive Einheit erleben.“ Insgesamt führte die JF 27 Veranstaltung, davon 16 Übungen und 11 sonstige Dienste durch. Das Betreuerteam besteht derzeit aus fünf festen Mitgliedern und wird immer wieder durch Kräfte der aktiven Einheit unterstützt. Für die geleistete Arbeit bedankt sich die Jugendwehr bei allen Helfern, so Hoffmann.

Grußwort des Wehrleiters
Wehrleiter Stefan Krämer ging in seinem Grußwort auf die allgemeinen Veränderungen im Feuerwehrwesen und der besonderen Situation der VG Flammersfeld ein. Insgesamt kam es im VG-Gebiet zu 108 Einsatzereignissen, welche insgeamt zu 237 Einsätzen der Feuerwehr der VG führten. Der Unterschied liegt darin begründet, dass die Einsätze je Einheit berechnet werden, auch wenn mehrere Einheiten an einer Einsatzstelle tätig werden. Dies zeigt aber auch deutlich, dass die einzelnen Löschzüge immer mehr zu einer Feuerwehr der VG zusammenwachsen. Die Feuerwehr der VG Flammersfeld kann sich auf 148 Einsatzkräfte in den vier Löschzügen verlassen. Mit 9,5 Prozent weiblichen Wehrleuten liegt dieser Anteil weit über dem Bundesdurchschnitt, der aktuell 4,15 Prozent beträgt. Die Arbeit der Feuerwehren habe sich verändert und wird dies auch in Zukunft erleben. Die Anforderungen an die Wehrleute würden stetig wachsen, was dazu führe, dass der Aufwand für Aus- und Fortbildung steigt. Die Gerätschaften bedürfen einer immer weiter wachsenden Prüfung und Wartung. Alle Führungskräfte sind gefordert, darauf zu achten, dass dieser Aufwand weiterhin ehrenamtlich zu bewältigen ist. Krämer sagte zur anstehenden Fusion: „Es werden zwei Einsatzleitwagen und zwei Feuerwehreinsatzzentralen erhalten bleiben. Gespräche über die weitere Zusammenarbeit laufen und wir sind auf einem guten Weg“.

Beförderungen, Ernennungen und Bestellungen
Der erste Beigeordnete Rolf Schmidt-Markowski überbrachte die Grüße des VG-Rates und sagte die weitere Unterstützung der politisch Verantwortlichen zu. Dazu zählen auch die bereits bestellten Fahrzeuge aber die Ausschreibung des neuen MZF. Er nahm dann gemeinsam mit dem Wehrführer und dem Wehrleiter folgende Beförderungen, Ernennungen und Bestellungen vor:

Feuerwehranwärter: Jannis Hähn (erste Übernahme aus der JF) und Marius Kemper
Feuerwehrmann: Maximilian Polenk
Oberfeuerwehrmann: Jannik Birnbach und Lukas Kemper
Oberfeuerwehrfrau: Anja Bruckner
Hauptfeuerwehrmann: Timo Holzapfel
Löschmeister: René Becker, Marvin Holzapfel, Sascha Liedhegener und Philipp Schmalenbach
Hauptlöschmeister: Dietmar Grendel und Michael Klütsch
Oberbrandmeister: Jörg Eschenbacher
Hauptbrandmeister: Ingo Becker und Raphael Jonas

Nach Ablegen des Amtseides als Ehrenbeamter auf Zeit wurde Jörg Eschenbacher zum stellvertretenden Wehrführer bestellt. (kkö)

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