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Nachricht vom 29.03.2018    

Der Frühling erreicht den Arbeitsmarkt

Die Zahl der Menschen ohne Job sinkt im März deutlich. Die Quote im Arbeitsagentur-Bezirk Neuwied-Altenkirchen liegt bei 4,9 Prozent, im Landkreis Altenkirchen bei 4,6 Prozent, in Neuwied bei 5,1. Im Gesamtbezirk der Neuwieder Arbeitsagentur waren im März 8.140 Menschen und damit 719 weniger als im Februar des Vorjahres arbeitslos. Und: Über 1.000 Ausbildungsplätze im Agenturbezirk sind noch unbesetzt.

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Neuwied/Altenkirchen. Die Frühjahrsbelebung ist im Monat März auf dem Arbeitsmarkt der Region angekommen. Agenturleiter Karl-Ernst Starfeld zieht eine positive Bilanz des ersten Quartals: „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zu dieser Zeit ist trotz der bislang noch frostigen Temperaturen wie üblich eingetroffen.“ Im Gesamtbezirk der Neuwieder Arbeitsagentur, der die beiden Landkreise Neuwied und Altenkirchen umfasst, waren im März 8.140 Menschen arbeitslos. Das sind 422 weniger als im Februar und deutliche 719 oder 8,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Quote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent. Im März des Vorjahres lag sie bei 5,3 Prozent.

Typischer saisonaler Effekt
Der Rückgang der Arbeitslosenzahl ist in beiden Landkreisen deutlich stärker im Bereich der Arbeitslosenversicherung und nicht im steuerfinanzierten Jobcenterbereich zu verzeichnen, was jedoch dem typischen saisonalen Effekt entspricht. Die Saisonarbeiter, wie zum Beispiel die Mitarbeiter in der Gastronomie oder in den so genannten Außenberufen, sind während der Wintermonate arbeitslos gemeldet und nehmen nun ihre Arbeit wieder auf. Der Kreis Neuwied ist von diesem Effekt in größerem Maße betroffen, weil die Saisonarbeitslosigkeit dort branchenspezifisch stärker ausgeprägt ist.

Die erfreuliche Arbeitsmarktlage spiegelt sich auch in der Zahl der verfügbaren Arbeitsstellen wider. Im März wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter 927 Stellen gemeldet, das sind 144 mehr als im Vormonat und 137 mehr als im März des vergangenen Jahres. Im Vorjahresvergleich ist auch der Bestand der offenen Stellen stark angestiegen: um 416 auf 3.093 (Neuwied: 2.222, Altenkirchen: 871). „Die größte Herausforderung wird sein, Arbeitgeber und Arbeitssuchende zusammen zu bringen, sprich, die Bewerber – soweit erforderlich - für die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu qualifizieren. An der hohen Zahl der offenen Stellen lässt sich erkennen, dass viele Arbeitgeber zwar den dringenden Bedarf an Fachkräften haben, geeignete Bewerbern aber aufgrund der demographischen Veränderungen zunehmend schwerer zu finden sind“, sagt Karl-Ernst Starfeld.

Ein Blick auf die beiden Landkreise des Agenturbezirks Neuwied: Im Kreis Neuwied haben derzeit 4.938 Menschen keinen Job - 325 weniger als im Februar, und 540 weniger als im März 2017. Die Quote liegt jetzt bei 5,1 Prozent, 0,3 Punkte unter dem Wert des Vormonats und ganze 0,6 Punkte unter dem des Vorjahresmonats. Im Landkreis Altenkirchen sind aktuell 3.202 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet; das sind 97 weniger als im Februar und 179 weniger als im Vorjahr. Die aktuelle Quote ist mit 4,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat gesunken. Im Ver-gleich zum März 2017 ist sie um 0,2 Prozentpunkte geringer.

Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist ungebrochen hoch
Jedes Jahr im März werfen die Statistiker der Bundesagentur für Arbeit erstmals einen Blick auf das laufende Ausbildungsjahr, das von Oktober 2017 bis September 2018 dauert. Im ersten Halbjahr haben sich 1.833 Jugendliche an die Berufsberatung der Arbeitsagentur gewandt – 80 weniger als im Vorjahr. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist ungebrochen hoch, denn die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist um 95 zum Vorjahr gestiegen und setzt damit den Trend fort. 1.797 freie Lehrstellen in der Region verzeichnet die Agentur für Arbeit Neuwied seit Oktober 2017. 1.034 Ausbildungsplätze sind aktuell noch zu haben, vor allem im Einzelhandel, aber auch in Bereichen wie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Lagerlogistik. Damit kommen statistisch gesehen 1,01 unbesetzte Ausbildungsplätze auf einen Bewerber. „Auch wenn die Zahlen sehr positiv sind – Jugendliche, die dieses Jahr eine Ausbildung beginnen möchten und noch keinen interessanten Ausbildungsplatz finden konnten, sollten sich nun vermehrt bemühen und sich von uns unterstützen lassen“, so Karl-Ernst Starfeld. „Viele Unternehmen werden in den nächsten Wochen die begehrten Lehrstellen vergeben und befinden sich bereits im Auswahlverfahren.“ (PM)



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