Werbung

Nachricht vom 03.04.2018    

Hauptzollamt Koblenz kontrollierte 550 Bauunternehmen

Nach einer Pressemitteilung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) müssen sich Bauunternehmen in der Region auf häufigere Kontrollen durch den Zoll einstellen. Im Fokus der Beamten: mögliche Schwarzarbeit. Allein im Vorjahr hätte das Hauptzollamt Koblenz acht Prozent mehr Unternehmen überprüft als 2016 und insgesamt 62 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne eingeleitet. Die IG BAU fordert mehr Personal für effektive Ermittlungsarbeit.

Wenn der Zoll auf die Baustelle kommt, haben die Beamten oft etwas zu bemängeln. Nach Einschätzung der IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach kommt ein Großteil der schwarzen Schafe jedoch „ungeschoren“ davon – weil engmaschige Kontrollen fehlten. (Foto: IG BAU)

Altenkirchen. Baufirmen in der Region müssen häufiger mit einem Besuch vom Zoll rechnen. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Danach kontrollierten Beamte im Bereich des zuständigen Hauptzollamts Koblenz im vergangenen Jahr insgesamt 550 Bauunternehmen – das sind rund acht Prozent mehr als im Jahr 2016. Hierbei leiteten die Zöllner 62 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne ein. Der Schaden wegen hinterzogener Steuern und Sozialabgaben belief sich auf rund 42,05 Millionen Euro.

Die IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach nennt die Zahlen „alarmierend“. Der Anteil schwarzer Schafe in der Baubranche sei nach wie vor sehr hoch. „Selbst dabei ist noch von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Viele Dumping-Firmen gehen nicht ins Netz des Zolls, weil die Beamten mit den Kontrollen überhaupt nicht hinterherkommen“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Walter Schneider. Angesichts des aktuellen Bau-Booms sei davon auszugehen, dass auch die illegale Beschäftigung stark zugenommen habe. „Zwar ist das Plus bei den Prüfungen zu begrüßen." och mit Blick auf das Ausmaß krimineller Machenschaften in der Branche müssten die Behörden laut Schneider noch viel stärker kontrollieren.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte Mittelhof

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt zum 01.01.2027

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Hierfür benötige der Zoll jedoch deutlich mehr Personal – auch beim Hauptzollamt Koblenz. „Für eine effektive Ermittlung brauchen wir Manpower“, erklärt Schneider. Die IG BAU fordert bundesweit mindestens 10.000 Beamte bei der FKS (Finanzkontrolle Schwarzarbeit). Zuletzt waren lediglich gut 6.400 FKS-Planstellen besetzt. Die Zollbilanz geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervor. Um mehr Möglichkeiten im Kampf gegen Schwarzarbeit zu haben, schlägt die IG BAU die Schaffung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften in allen Bundesländern vor. Auch die Gewerkschaften könnten an den Kontrollen beteiligt werden. „Die Schweiz hat damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt Schneider. Nach dem „Genfer Modell“ machen dort Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsame Kontrollen auf Baustellen. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Stromanbieter Grüüün stellt Vertrieb ein - EVM übernimmt Ersatzversorgung

Der Stromanbieter Grüüün will seinen bundesweiten Vertrieb zum 31. Oktober einstellen. In den Grundversorgungsgebieten ...

Wissener Kaufmannsessen diskutiert Zukunft von Handel und Innenstadt

Beim 31. Wissener Kaufmannsessen standen die Folgen von Digitalisierung und verändertem Konsumverhalten ...

IHK warnt vor steigender Gewerbesteuer im Westerwaldkreis

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hat sich mit einem dringlichen Appell an die Kommunen ...

Mozartakademie mit Johannes Pramsohler im Schloss Engers

Opernarien und Kammermusik stehen am Samstag, 17. Oktober 2026, bei der "Mozartakademie" im Schloss Engers ...

Auszeichnung für IHK-Akademie Koblenz: Fernlehrgang erhält renommiertes Siegel

Ein etabliertes Online-Angebot zur Weiterbildung von Ausbilderinnen und Ausbildern wurde erneut prämiert. ...

Neuer Handwerksbetrieb in Nauroth: Florian Philipp gründet Fußboden Philipp

Ein gebürtiger Handwerker wagt in seiner Heimatgemeinde den Schritt in die Selbstständigkeit. Der neu ...

Weitere Artikel


Kreative aufgepasst: Jetzt für Kreativsonar bewerben

Nicht nur wegen der Aussicht auf ein individuelles Coaching im Wert von 5.000 Euro lohnt sich die Teilnahme ...

TTVR lädt zum Vereinsservicetag am 26. Mai ein

Gute Öffentlichkeitsarbeit im Sportverein muss nicht immer kostspielig sein. Unter diesem Motto findet ...

Radwandertag „WIEDer ins TAL“ am 27. Mai

Am Sonntag, 27. Mai findet von 10 bis 17 Uhr der Radwandertag „WIEDer ins TAL“ statt. Die Landesstraße ...

Neue Wohnformen, neue Netzwerke: die Bürgergenossenschaften

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und die Ortsgemeinde ...

Einbrecher waren rund um die Feiertage unterwegs

Feiertage scheinen Einbrecher anzulocken. Wie sonst lassen sich die Polizeimeldungen mit derlei Delikten ...

Zappa-Nacht in Nauroth mit „FIDO“ und „CHATO“

Frank Zappa rockt das Naurother Bürgerhaus. Zumindest tun dies mit „FIDO“ und „CHATO“ zwei Bands in seinem ...

Werbung