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Nachricht vom 17.07.2007    

Elke Hoff: Eine beeindruckende Sache

Das ließ die FDP-Bundestagsabgeordnete Elke Hoff nicht unbeeindruckt, was ihr Landrat Michael Lieber, Professor Dr.-Ing. Horst Idelberger (Uni Siegen), der Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Henning Schröder, und der Stabschef Regional- und Kreisentwicklung und Pressesprecher der Kreisverwaltung, Berno Neuhoff, am Dienstagnachmittag zu ANSIT, dem Regionalen Anwendungszentrum für Simulationstechnik, zu erzählen hatten. Hoff besuchte den Kreis Altenkirchen und informierte sich auch über die Ausbaupläne für die B 8/B 414 bei einem Ortstermin nahe Weyerbusch, und um die Ideen für einen Siegtalradwanderweg ging es im Industriepark in Etzbach.

Kreis Altenkirchen. Landrat Michael Lieber stellte am Dienstag in der Kreisverwaltung der FDP-Bundestagsabgeordneten Elke Hoff ein Projekt vor, "auf das wir sehr stolz sind". Das Regionale Anwendungszentrum für Simualtionstechnik, ANSIT, bei der Technologie Transfer Agentur (TTA) auf dem Molzberg in Kirchen angesiedelt, hat nur eines im Sinn: Die regionale Wirtschaft durch moderne Simulationssoftware weiterzubringen, indem dabei geholfen wird, Produkt- und Prozesskosten zu senken. Und die regionale Wirtschaft beginnt das schon längst zu verstehen: Mit etwa 20 Firmen steht man in Kontakt, einige Projekte haben schon konktrete Form angenommen, wie Professor Idelberger berichtete.
Elke Hoff sagte, es gehe bei ihrem Besuch darum, die Dinge gemeinsam zu vertiefen. Anlass sei die Prognos-Studie. Deshalb sei es richtig, dass der Landkreis schnell reagiere, um nach vorne zu marschieren. Das gelte auch für die mangelnde Infrastruktur, die ein Hindernis für das wirtschaftliche Fortkommen sei. Deshalb möchte die Bundestagsabgeordnete gerne "einiges anschieben" in Sachen B 8/B 414. Hoff kennt den Kreis Altenkirchen gut. So war die gebürtige Unkelerin von 2000 bis 2005 Vizepräsidentin der Struktur- und Genemigungsdirektion in Koblenz und Abteilungsleiterin für die Bereiche Raumordnung/Landesplanung, Bauwesen, Naturschutz sowie Enteignung/Entschädigung. Seit 2005 sitzt sie im Bundestag.
Lieber sagte, die TTA lege gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Kirchen und dem Kreis großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit der Uni Siegen. Dieses Pflänzchen gedeihe gut - ein Ast ist ANSIT.
Professor Idelberger erläuterte das Prinzip der Zusammenarbeit: Dinge dezentral erledigen und sich auf lokale Netzwerke besinnen. Er berichtete von den direkten Kontakten der Uni zu den heimischen Unternehmen, aber auch zu Schulen - "das ist ganz wichtig". ANSIT setzte bei der Tatsache an, dass kleine mittelständische Unternehmen direkte Hilfe benötigten, um sich auf dem Weltmarkt bewähren zu können. Diese Hilfe bestehe in der Anwendung des numerischen Simulationsverfahrens für die Unternehmen. Man habe mit einer ganzen Mannschaft etwa 150 Firmen in der Region besucht und das Projekt erläutert. Das Leistungsangebot: Kostenfreie Benutzung der Software, reduzierte Tagessätze für Schulungen im ANSIT und für die Projektbetreuung durch Dipl.-Ing. Judith Werder, die ANSIT managed. 20 Unternehmen hätten bis jetzt die Zusammenarbeit gesucht (der AK-Kurier berichtete). Idelberger sagte, das Ziel von ANSIT sei die Vernetzung des Ausbildungsangebotes sowie des Weiterbildungsangebotes, die Zusammenarbeit mit der regionalen Industrie und das zur Verfügung stellen eines kostenlosen Dienstleistungsangebotes. Elke Hoff war von diesem Ansatz angetan: "Das ist eine sehr gelungene Symbiose."
WFG-Leiter Henning Schröder, der in Kürze als Chef zur WFG nach Koblenz wechselt, sagte, es gelte nun, auch die Brancheninitiative Metall zu intensivieren, um die heimischen Unternehmen nach vorne zu bringen. Auch hier seinen die Dinge inzwischen in Fluss gekommen. ANSIT werde durch die WFG selbst unterstützt. Es habe sich inzwischen auch in Mainz herumgesprochen, dass es Ergebnisse gebe bei dezentralen Reaktionen vor Ort. Die Erfolge hätten den Akteuren vor Ort zudem ein gewisses Selbstbewusstsein gegeben. Schröder erwartet, dass die positiven Signale aus Mainz - Landrat Lieber hatte vor einiger Zeit mit Ministerpräsident Beck und Landtagsabgeordneten über den Kreis gesprochen - nun auch bald konkrete Ergebnisse nach sich ziehen.
Lieber hofft nun auf die Einrichtung eines Kompetenzzentrums im Kreis Altenkirchen unter der Einbindung etwa von IHK, HWK, Arbeitsagentur, Uni Siegen, Kommunen etc. Lieber: "Da müssen wir als Kreis die Lokomotive sein." Und Elke Hoff hatte auch die Zielgruppe dieses Kompetenzzentrums ausgemacht - das müsse der Mittelstand sein. (rs)
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Ortstermin an der B (hier ist eine dritte Spur im Gespräch) mit Elke Hoff (MdB), Landrat Michael Lieber und dem WFG-Leiter Henning Schröder (von links). Foto: Marc Hoffmann



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