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Nachricht vom 22.09.2009 - 13:53 Uhr    

Ausbildungsparcours hatte es in sich

Einen Ausbildungspracours, der es in sich hatte, absolvierten jetzt unter anderem die heimischen Reservisten auf dem Übungsplatz Schmidtenhöhe. Die Gesamtleitungt der Übung lag in Händen des Vorsitzenden der Wissener RK, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand.

Wissen/Koblenz. Unter dem Aspekt der zivil-militärischen Zusammenarbeit stellten sich kürzlich wieder einmal heimische Bundeswehrreservisten dem Aufgabenspektrum "Schutz der Bevölkerung Deutschlands", gemeinsam mit dem Lahnsteiner THW und dem Arbeiter- und Samariterbund (ASB) aus Bogel. "Von und miteinander lernen" - so lautete das Motto eines speziellen Ausbildungsparcours, den die Reservisten-Kameradschaften (RK) Wisserland und Dreisbacher Land (Kreis Neuwied) als Gemeinschaftsprojekt für die Reservistenkreisgruppe Rhein/Lahn/Westerwald/Sieg auf dem Übungsplatz Schmidtenhöhe ausgearbeitet hatten. Beteiligt waren selbstverständlich an diesem Projekt die Reservistenortsverbände Brachbach/Kirchen/Mudersbach und Daaden in der Wissener RK. Unter der Regie des Landeskommandos Rheinland-Pfalz lag die Gesamtleitung in den Händen des Wissener RK-Vorsitzenden, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand.
In einem anspruchsvoll gestalteten Ausbildungsparcours wurden die Teilnehmer vom THW und ASB in verschiedene Rettungs- und Bergungstechniken mit Notversorgung von Verletzten und Überwinden von Geländeeinschnitten eingewiesen und weitergebildet.
Auftakt bildete das Überwinden einer etwa 30 Meter tiefen Schlucht über einen doppelten Seilsteg. Dies kostete den einen oder anderen Übenden schon eine gewisse Überwindung bei dieser Aufgabenstellung, zumal auf dem Seilsteg eine kraftaufwändige Strecke von rund 75 Metern zurückzulegen war. Einige Mutige übten sogar den Übergang durch Gleiten auf einem einfachen Seilsteg. Kein allzu leichtes Unterfangen, wie sie allerdings feststellen mussten.
Weiterer Bestandteil der Übung war der Transport eines Verletzten. Für diese Ausbildung, bei der ein Verletzter mit Schleifkorb über die Seilsteganlage transportiert werden musste, eignete sich die Schlucht bestens. Zuvor musste allerdings der Verletzte beim ASB notversorgt werden, bevor er überhaupt transportfähig war. Schnelles umsichtiges Zupacken, Geschicklichkeit und technisches Verständnis waren bei dieser Rettungsmethode gefordert. In einer weiteren Ausbildungseinheit stand die sanitätsdienstliche Notversorgung von Verletzten auf dem Programm. Stabile Seitenlage, Schockbekämpfung, das Stillen von Blutungen, die Versorgung von Knochenbrüchen wurde ebenso mit dem ASB geübt, wie der Umgang mit der Trage, dem anschließenden Einladen des Verletzten in den Krankenwagen und das richtige Anwenden der verschiedenen Rettungsgriffe.
Zum Abschluss des Ausbildungsparcours ging es dann noch zur Schießanlage Pfaffendorf, wo die Übenden unter der Leitung des Vorsitzenden der RK Dreisbacher Land, Hauptfeldwebel d.R. Manuel Velten, eine Schießübung auf größere Entfernung mit dem Sturmgewehr G36 zu meistern hatten.
Bei Übungsende zogen die Reservisten und die beteiligten zivilen Hilfskräfte positive Bilanz und wollen die weitere Zusammenarbeit forcieren. Stabsfeldwebel Thomas Köhler vom LKdo RP, der die Übung begleitete, überzeugte sich vom reibungslosen Ablauf, lobte das hohe persönliche Engagement und das Zusammenspiel der zivilen Hilfsorganisationen mit der Bundeswehr.
Bevor es in der Gneisenau-Kaserne Koblenz zum Kameradschaftsabend mit gemeinsamen Grillen ging, dankte Wienand, dem Leiter THW Lahnstein, Winfried Baum, sowie dem Vorsitzenden des Bogeler ASB, Ernst Pitsch, für die sehr gute Ausbildungsunterstützung durch ihre Organisationen. (aw)
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THW Lahnstein und ASB Bogel richten gemeinsam die Station "Überwinden von Gelände-Einschnitten mit Retten und Bergen" über eine Schlucht ein. Foto: Björn Reiter



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