Werbung

Nachricht vom 13.04.2018    

Vernissage im Kreishaus: Die Region hat Raiffeisen viel zu verdanken

Die Kreisverwaltung hatte am Donnerstag, 12. April, in das Foyer des Kreishauses geladen. Anlass war die Vernissage der Wanderausstellung „Das Beispiel nützt allein“, die dem Leben und Wirken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gewidmet ist. Zahlreiche Besucher aus Politik und Wirtschaft drängten sich im Foyer des Kreishauses. Landrat Michael Lieber eröffnete die Veranstaltung.

Josef Zolk von der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, Bildhauer Arnold Morkramer und Landrat Michael Lieber (von links) bei der Vernissage im Kreishaus. (Foto: kkö)

Altenkirchen. Am Donnerstag, 12. April, eröffnete Landrat Lieber im Beisein zahlreicher Gäste die Wanderausstellung „Das Beispiel nützt allein“. Diese Ausstellung wurde vom Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. erarbeitet. Hierbei wurde das Institut durch die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft unterstützt. Die Ausstellung zeigt auf zehn Tafeln (Roll Ups) die Bedeutung von Raiffeisen, sein Wirken und die Aktualität seiner Ideen. Weiter sind in der Ausstellung, teilweise bereits auf dem Weg ins Foyer, Bilderaus dem Kreisarchiv, des Pressebüros der Stadt Neuwied, vom Deutschen Raiffeisenmuseum Hamm und dem Raiffeisenhaus Flammersfeld zu sehen. Außerdem wird eine Bronze-Skulptur des heimischen Künstlers Arnold Morkramer aus Bruchertseifen gezeigt.

Raiffeisen: Ein Mann der Tat
Lieber ging in seiner Eröffnung auf das Leben und Wirken von Raiffeisen ein. „Zeit seines Lebens setzte er sich unermüdlich für das Wohl der Gemeinschaft ein“, so Lieber. Er beschrieb Raiffeisen als „Mann der Tat“, einen Macher, der die Eigenverantwortung gerade der armen ländlichen Bevölkerung förderte. So sei sein Handeln von einem tiefen christlichen Glauben und der Idee der Nächstenliebe geprägt gewesen. Dies war, so Lieber, wohl einer der Beweggründe, das Raiffeisen den Gedanken der Hilfe zur Selbsthilfe und der Genossenschaft entwickelte. Gemeinsam könne man auch heute für die Region und die Menschen, die hier leben, vieles bewegen - getreu Raiffeisens Motto: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“ Heute sind allein in Deutschland rund 22,6 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft.

Raiffeisens Augenmerk galt auch der Bildung
Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Raiffeisen-Gesellschaft, begrüßte ebenfalls die Gäste. Er ging auf die einzelnen Stationen in Raiffeisens Leben ein. So musste Raiffeisen, aus gesundheitlichen Gründen, den Militärdienst verlassen und wurde in den Staatsdienst übernommen. Seine erste Wirkungsstätte als Bürgermeister war dann Weyerbusch. Hier gründete er den Brodverein, der es sich zur Aufgabe machte, die arme Landbevölkerung zu unterstützen. Zolk wies darauf hin, dass Raiffeisen nicht mit finanziellen Mitteln unterstützen wollte, sondern mit Saatgut und auch Mehl, um Brot backen zu können. Ferner setzte sich Raiffeisen auch für die Verbesserung der Infrastruktur ein. Die Genossenschaftsidee war den damals Herrschenden zunächst „ein Dorn im Auge“, so Zolk weiter. Bismarck konnte sich zu Anfang gar nicht mit dieser Idee von Raiffeisen oder Schulze-Delitsch anfreunden, da er dadurch das „System“ gefährdet sah. Letztlich, so Zolk weiter, wurde aber diese Idee auch von der herrschenden Klasse erkannt und für gut befunden. Raiffeisens Augenmerk galt ebenso der Bildung: Viele kleine Schulen in der Region, so Zolk, legen Zeugnis ab vom Wirken Raiffeisens. Bis zu dieser Zeit gab es den „Wanderlehrer“, der teilweise in den Häusern, in denen er unterrichtete, auch beköstigt werden musste und übernachtete.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Fachkraft Wohnstätte Einzelfallhilfe (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Erzieher/in im Anerkennungsjahr (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57518 Alsdorf

Sanitär-Ausstellungsfachberater (m/w/d) in Andernach

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG
56626 Andernach

Sanitär-Ausstellungsfachberater (m/w/d) in Wissen

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG
57537 Wissen

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Aufgrund der zunehmenden Erblindung musste Raiffesien bereit mit nur 42 Jahren erstmals um seine Entlassung ersuchen. Mit 45 Jahren schied er dann aus dem Staatsdienst aus. Zolk: „Unsere Region hat dem Reformer Raiffeisen viel zu verdanken. Aber auch die weit über die Grenzen des Westerwald hinausreichende Umsetzung seiner Ideen, seiner Ideale zeigt, dass es den Menschen damals wie heute viel Positives gebracht hat.“

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Musikerinnen der Kreismusikschule. Lieber und Zolk bedankten sich besonders bei Arnold Morkramer für das zur Verfügungstellen der Skulptur, die anlässlich der Fusion der niederländischen Rabobanken entstanden war. Dies zeige auch die internationale Wirkung von Raiffeisens Gedanken. (kkö)


Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       



Aktuelle Artikel aus Kultur


Buchtipp: "Bei Kirmes Mord – Ein Dorfkrimi aus dem Rheinland" von Susanne Arnold

Die Kirmes-Saison im Rheinland hat begonnen. Das traditionelle Volksfest ist für die dörflichen Vereine ...

Ein neues Kapitel für Sissi: Das Musical "Sissi - so nah wie nie" in Betzdorf

Das Musical "Sissi - so nah wie nie" verspricht eine Reise in das Innenleben der berühmten Kaiserin. ...

Benefiz-Kunstaktion: 1000 Euro für eine Flasche Wein

150 Besucher nahmen an der Premiere im Stöffelpark teil und ersteigerten Werke deutscher Künstler. Für ...

Oliver Steller erweckt Kurt Tucholsky musikalisch zum Leben

Am Freitag, 8. Mai, erwartet die Besucher des Wied Scala Neitersen ein Abend voller Poesie und Musik. ...

Heiko Frühs Rezension zu "Tatort Schängel-Stadt: Mord am Schärjer" von Ulrike Puderbach

Ulrike Puderbachs drittes Buch der "Tatort Schängel-Stadt"-Reihe entführt die Leser in einen Kriminalfall, ...

"The Watch" Plays "Genesis": Ein besonderes Musikerlebnis im Kulturwerk Wissen

"The Watch" wird als die "beste Genesis Tribute Band" angesehen. Die Band bezieht sich ausschließlich ...

Weitere Artikel


Förderung macht Kochaktion für Kita-Kinder möglich

500 Euro für die Kindertagesstätte (Kita) „Alte Bahnhofsschule“: Eine Spende der Barmer Ersatzkasse im ...

Datenschutz rückt bei Unternehmen in den Fokus

Beim „BVMW Meeting Mittelstand“ auf dem Siegerlandflughafen ging es diesmal um die Europäische Datenschutz-Grundverordnung ...

„Deutschland spielt Tennis“ bei der SG Westerwald

„Deutschland spielt Tennis“: Die Aktion des Deutschen Tennisbundes findet auch bei der SG Westerwald ...

Atemtherapie für Kinder und mehr im Heilstollen

Im Heilstollen der Grube Bindweide in Steinebach gibt es neue Kurse. Unter anderem richten sich die neuen ...

Langjährige DRK-Mitarbeiter geehrt

Seit 35 Jahren arbeiten Doris Stockschläder und Iris Denter in der Behindertenbeförderung des Deutschen ...

Geländewagen für Partnerkreis Muku kann beschafft werden

Es hat geklappt: Jetzt ist genügend Geld zusammen gekommen, um einen Geländewagen für den Partnerkreis ...

Werbung