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Nachricht vom 23.04.2018    

Das Damwild in Leutesdorf wurde von einem Wolf gerissen

Die genetische Probe des Damwildrisses in Leutesdorf ist ausgewertet. Wie das Umweltministerium in der heutigen Pressemitteilung (23. April) bestätigt, handelt es sich bei dem Riss eindeutig um einen Wolf. Die Untersuchung des von einem Jagdpächter gefundenen toten Rehs steht noch aus. Es soll sich ebenfalls um einen Wolfsriss handeln. Landrat Hallerbach fordert, dass der Westerwald zum Präventionsgebiet erklärt wird.

Der Nachweis ist erbracht, ein Wolf hat das Damwild in Leutesdorf gerissen. Foto: Wolfgang Tischler

Leutesdorf. Nun ist es amtlich. Das getötete tragende Damtier wurde wahrscheinlich in der Nacht vom 16. auf den 17. März gerissen. „Das Ergebnis einer genetischen Beprobung an einem Damwildriss in Leutesdorf bei Neuwied lässt eindeutig auf einen Wolf schließen – das belegt die DNA-Untersuchung der Wildtiergenetik des Senckenberginstituts“, schreibt der Pressedienst des Umweltministeriums Mainz.

Inwieweit es sich bei diesem Wolf um ein bereits nachgewiesenes Tier aus dem Jahr 2016 handelt wird derzeit noch untersucht. Auch steht das Ergebnis einer weiteren DNA-Untersuchung des gefundenen toten Rehes bei Leutesdorf noch aus. Das erste Untersuchungsergebnis von Landesuntersuchungsamt in Koblenz hat nach einer Sektion einen Wolf nicht ausgeschlossen.

Bisher wurden in sieben Fällen Wölfe in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Dies waren wahrscheinlich fünf oder sechs einzelne Tiere. Traurige Berühmtheit erlangte 2012 der von einem Jäger getötete Wolf im Westerwald. Wir berichten.

Landrat Achim Hallerbach via Facebook: „Wir fordern vom Land Rheinland-Pfalz, dass umgehend der Westerwald (Neuwied, Altenkirchen und Westerwaldkreis) zum Präventionsgebiet erklärt wird. Damit muss das Land für die Schäden und die Schutzmaßnahmen Verantwortung und die Kosten tragen. Die Schäden an Nutztieren sind umgehend auszugleichen. Ebenfalls sind die nächsten Schritte zum Schutz von Nutztieren abzustimmen, Präventionsmaßnahmen und Schadensausgleiche müssen umgehend auf den Prüfstand.“ (woti)


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Kommentare zu: Das Damwild in Leutesdorf wurde von einem Wolf gerissen

5 Kommentare
Ja und... was ist daran verwunderlich 50 % seiner Beute bestehen aus Reh, 17 % Wildschwein, 15 % Rothirsch, 6% Dammhirsch der Rest fällt auf Hasen,Vögel usw. Nutztiere sind es circa 1%. Jeder Beutegreifer wägt seinen Energieeinsatz zur Jagd im Vorfeld ab, wird es Ihm so einfach gemacht Nutztiere zu reissen, wird er sich daran gewöhnen und immer wieder auf diese einfache Art Beute machen.
In Präventionsgebieten werden bis zu 90 % der anfallenden Kosten, zum Schutz von Nutztieren erstattet. Trotzdem wird dies kaum umgesetzt. Warum ? Wissen wir doch nicht erst seid gestern, das der Wolf wieder da ist. Es wird einfach viel zu langsam reagiert.
Wissen Sie, der Grund warum die Massai in Ostafrika mit 0 € Ihre Herden gegen weitaus gefährlicherer Raubtiere schützen können, liegt einfach in der Bedeutung des Tieres für diese Menschen. Hier könnte man glauben das uns nichtmal die eigenen Nutztiere diese Investition wert sind, minimiert der ganze Aufwand, doch drastisch die Gewinne die somit zu erzielen sind. Ginge es hier um Autos, wäre es gar keine Frage, das eine Garage oder ein Car Port zum Schutz drumherum gebaut wird. Der Wolf hat große Bedeutung für den Wald, mit Ihm kommen die Bäume. Der Verbiss an Bäumen, durch das bei uns so verbreitete Rotwild wird drastisch minimiert, was dem Wald sehr zu Gute kommt. Ebenso bei der Überpopulation von Wildsauen in Deutschland, die wir durch unsere Monokulturen an Mais verursacht haben, wäre ein natürlicher Feind sehr hilfreich.
#5 von Sandro Lauer, am 27.04.2018 um 08:13 Uhr
Sehr geehrter Herr Rüddel,endlich hat ein Politiker sich gemeldet und sich gegen den Wolf geäußert.Bleiben Sie dran und vertreten Sie Ihre Meinung! Tierschutz gut und schön. Aber in Deutschland wird alles übertrieben. Das Land ist viel zu dicht besiedelt.Überall wird Reklame gemacht für Wandersteige.Wenn der 1. Mensch mit dem Wolf in Berührung kommt,dann ist das Geschrei groß. Es wäre schön,wenn es dann einem Tierschützer passieren würde. Wenn die Halter von Tierherden (Schafen, Damwild usw) einen finanziellen Ausgleich gekommen, damit ist es nicht getan.Die übrigen Tiere sind verstört und die Tierhalter haben große Probleme die Tiere wieder zu beruhigen. Und dann schreibt tatsächlich ein Leser in der Zeitung, dass in Italien Wölfe leben und die Menschen sich daran gewöhnt haben. Ich weiß nur zu gut,dass dort andere Gesetze herrschen. Wolf erschossen, in die Erde ein Loch gegraben, Wolf rein und fertig. Und wer glaubt, dass ein einzelner Wolf den Kreis Neuwied erkundet, der hat was an der Mütze. Dazu kommt. dass der Wolf keine natürlichen Feinde hat und sich prächtig vermehren kann.
#4 von Schoop, am 26.04.2018 um 22:25 Uhr
Armes Deutschland. In ganz Europa, ja weltweit, teilen sich Menschen den Lebensraum mit Tieren, auch mit Wölfen. Nur hier scheint das nicht möglich zu sein?! Ja, die Tierhaltung wird sich verändern, ich denke aber zum Vorteil für das Vieh. Ja, man muss als Tierhalter wieder Schutzzäune installieren. Ja, man muss sich mal wieder mit dem Thema Herdenschutzhunde befassen (auch in Deutschland gibt es hiervon noch viele Hunderassen die dafür eingesetzt wurden). Ja, es war alles viel einfacher in den letzten Jahrhunderten wo man sich mit Herdenschutz nicht befassen musste. Ja, ein "Hoch" auf die Jäger die ja den "kranken" Wildbestand regeln (aber wo bleibt dann der Braten wenn die Wölfe wieder die natürliche Auslese übernehmen im Wald?)
#3 von Dagmar Kruchem, am 25.04.2018 um 10:20 Uhr
ja leider aber wer sind die schlimmeren , glaube wir die Menschen,


die oft genug Fleisch essen die qualvolle Tiertransporte tollerieren ,weiss nicht was das soll,woher diese Aufregung

#2 von e.Matzke


























, am 24.04.2018 um 16:02 Uhr
Zur Beruhigung Geschädigter und Anwohnern sollten sicher Maßnahmen getroffen werden und finanzielle Ausgleiche umgehend erfolgen. Auch zusätzliche Schutzmaßnahmen sollten gefördert bzw. übernommen werden. Bei allem wäre es aber auch schön die Aufklärung nicht außen vor zu lassen, um die Wölfe zu schützen.
#1 von Claudia Ley, am 24.04.2018 um 16:02 Uhr

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