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Nachricht vom 27.04.2018    

Wolfsriss bei Leutesdorf war weibliches Tier

Der Wolf, der im März dieses Jahres ein Tier bei Leutesdorf gerissen hat, ist eine bisher bundesweit noch unbekannte Fähe, also ein weibliches Tier. Das hat das Senckenberginstitut für Wildtiergenetik am 27. April nach der genetischen Individualisierung mitgeteilt. Damit ist klar, dass zwischen den Nutz- und Wildtierrissen aus dem Jahr 2016 und dem aktuellen Fall kein Zusammenhang besteht. Dies teilt das Umweltministerium in einer aktuellen Presseerklärung mit.

Es war ein Weibchen, das im März in Leutesdorf war. Foto: Wolfgang Tischler

Leutesdorf. Die Herkunft der Fähe ist bislang noch unklar. Sollten sich hierzu weitere Hinweise ergeben, wird das Senckenberglabor die Landesregierung in Mainz informieren, heißt es aus dem Ministerium in Mainz.

Wölfe können pro Nacht bis zu 80 Kilometer zurücklegen. Daher ist es durchaus möglich, dass Einzeltiere Rheinland-Pfalz durchstreifen, ohne sich hier niederzulassen. Nicht zuletzt weil der Wolf eine hochmobile Art ist, hat Rheinland-Pfalz im März dieses Jahres ein gemeinsames Vorgehen zum Herdenschutz und Wolfsmanagement mit Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland beschlossen. Die Kooperation umfasst die länderübergreifende Zusammenarbeit bei Fang und Besenderung von Wölfen, den Umgang mit auffälligen Tieren sowie einen regelmäßigen Informationsaustausch.




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Zum Hintergrund:
Der im Jahr 2015 beschlossene Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz sieht die Möglichkeit für Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen vor. So werden Schäden an Nutztieren zu 100 Prozent von der Landesregierung übernommen, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. Für alle Fälle im Umgang mit Wölfen hat das Umweltministerium unter der Telefonnummer 06306 911199 eine zentrale Hotline eingerichtet. Derzeit befindet sich auch ein Termin für den nächsten Runden Tisch Großkarnivoren in Planung.


Weitere Informationen zum Managementplan sind online abrufbar.



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