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Nachricht vom 30.04.2018    

Am 1. Mai ist auch Welt-Asthma-Tag

Anlässlich des Welt-Asthma-Tages am 1. Mai informiert die DRK-Kinderklinik Siegen über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Wissenschaft und beschreibt Risikofaktoren und erläutert, welche Therapien es gibt. Nach verschiedenen Studien leiden derzeit weltweit rund 300 Millionen Menschen unter der chronischen Atemwegserkrankung.

Nach verschiedenen Studien leiden derzeit weltweit rund 300 Millionen Menschen unter der chronischen Atemwegserkrankung. (Foto: DRK-Kinderklinik Siegen)

Region. Am 1. Mai ist nicht nur Tag der Arbeiterbewegung. Weltweit nutzen Gesundheitsorganisationen den 1. Mai auch dazu, um auf Asthma bronchiale, eine der häufigsten chronischen Krankheiten überhaupt, hinzuweisen. Darauf weist die DRK-Kinderklinik Siegen in einer Pressemitteilung hin. Damit gehört Asthma zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Laut Statistiken liegt die Zahl der krankheitsbedingten Todesfälle weltweit jährlich bei etwa 400.000. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Lebenszeitprävalenz, also die Häufigkeit der Personen, die einmal Asthma entwickeln werden, seit 2000 deutlich gestiegen: bei Frauen von 6,0 auf 10,1 Prozent, bei Männern von 5,2 auf 8,3 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen wurden in Studien Lebenszeitprävalenzen, also zu erwartende Krankheitsquoten zwischen 3,0 und 10,6 Prozent ermittelt.

Mehr Jungen als Mädchen betroffen
Zunächst sind bis zum Alter von 14 Jahren mehr Jungen als Mädchen von Asthma betroffen. Danach kehrt sich das Verhältnis um. Damit ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Ein Asthmaanfall zeigt sich mit akut einsetzenden Beschwerden mit Atemnot, pfeifender Atmung und Husten, dies löst bei den Betroffenen oft Angst aus. Risikofaktoren für das Auftreten sind wiederholte Atemwegsinfektionen wie zum Beispiel obstruktive Bronchitiden oder RSV-Infektionen, das Vorliegen von Allergien oder Neurodermitis, rauchende Eltern oder ebenfalls betroffene Familienmitglieder.

Verena Müller, Oberärztin der DRK-Kinderklinik und Pneumologin, kann aber beruhigen: „In den letzten Jahren wurden wirkungsvolle Therapien gegen Asthma im Kindesalter in international einheitlichen Therapieplänen festgelegt, um Beschwerdefreiheit herzustellen. Durch regelmäßige ärztliche Kontrollen kann die Therapie jedes Patienten individuell angepasst werden. Neben der medikamentösen Therapie (Akut- und Dauertherapie) sind Auslösevermeidung und Schulungsmaßnahmen wichtige Bausteine der Behandlung.“ Asthma ist dann eine gut behandelbare, aber langandauernde Erkrankung. Wichtig ist jedoch, dass Betroffene genau wissen, was ihre Auslöser sind, beispielsweise Infekte, Allergien oder Sport, Tabakrauch, und welche Medikamente sie zum Schutz und in Notfallsituationen anwenden müssen.



Asthmaschulung für die ganze Familie
„Ziel der Therapie ist es, möglichst beschwerdefrei und im Alltag uneingeschränkt leben zu können. Um den betroffenen Kindern und Jugendlichen und auch ihren Eltern dies zu vermitteln, bietet die Kinderklinik mehrmals im Jahr für die ganze Familie die Asthmaschulung ‘Atemzug’ an“, erklärt Eva Hackenbruch, ebenfalls Pneumologin im Team der Kinderklinik. Durch dieses Angebot vermittelt ein geschultes Team Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen und Musiktherapeuten Wissen über Asthma (Ursachen, Merkmale, Vorbeugung, Behandlung) und geben praktische Anleitungen zu verschiedenen Inhaliertechniken und Selbsthilfemethoden, um den Umgang mit der Erkrankung zu erlernen. Sicherheit, Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein werden gefördert, Ängste und Ratlosigkeit abgebaut. Es besteht auch die Möglichkeiten, sich mit anderen Familien auszutauschen. Dazwischen gibt es viel Spiel, Spaß und Bewegung. (PM)


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