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Nachricht vom 06.05.2018    

Ein Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt

Die Vereinsfahne eines Schützenvereins: Sie hat enorme symbolische Bedeutung, ist ein Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Heimatverbundenheit. Der Wissener Schützenverein hat seine neue Vereinsfahne mit einer Segnung in Dienst gestellt. Sie wurde in Handarbeit hergestellt und durch zahlreiche Spenden finanziert. Die bisherige Vereinsfahne stammte aus dem Jahr 1962.

Pfarrer Martin Kürten segnete die neue Vereinsahne des Wissener Schützenvereins. (Foto: Schultheis)

Wissen. Mit einer Segnung durch den katholischen Wissener Pfarrer Martin Kürten und einer symbolischen Übergabe an die Fahnengruppe hat der Wissener Schützenverein (SV) seine neue Vereinsfahne offiziell in Dienst gestellt. Die bisherige und mittlerweile stark beschädigte Fahne wurde seit Sommer 1962 genutzt und ersetzte damals ein Exemplar aus dem Jahr 1876. Sie wurde seinerzeit nach den Entwürfen der aktiven Schützen Albert Weitershagen und Walter Weitz gefertigt und ist auch das Vorbild für die neue Vereinsfahne, die durch die Ordensschwestern der Benediktinerinnen der Abtei Mariendonk bei Grefrath in Hunderten von Stunden in Handarbeit hergestellt wurde.

Zahlreiche Gäste im Schützenhaus
Der Schützenverein hatte zu einer Feierstunde anlässlich der Segnung ins Schützenbaus geladen. Unter den Gästen waren neben zahlreichen aktiven Schützen Bürgermeister Michael Wagener und Stadtbürgermeister Berno Neuhoff, der amtierende Schützenkönig Torsten Asbach und Königin Kornelia, der Vereins-Ehrenvorsitzende Hermann-Josef Dützer und die Vertreter befreundeter Vereine: für die Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen deren Vorsitzende Alexandra Reifenrath, für die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft aus Schönstein und für die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Birken-Honigsessen die Schützenmeister Mathias Groß und Florian Jung.

Geschichte wiederholt sich
Die Kosten für die neue Fahne belaufen sich auf 6.500 Euro. „Wie bereits in den Jahren 1876 und 1962 wiederholte sich die Geschichte“, erläuterte Schützenoberst und SV-Vorsitzender Karl-Heinz Henn. Denn damals wie heute konnten die Anschaffungen der Fahnen nur durch überwältigende Spendenbereitschaft realisiert werden. Für die neue Fahne wurde der Verein dabei unter anderem durch die Westerwald Bank und deren Crowdfunding-Projekt unterstützt. „Das Werk, so finden wir, ist hervorragend gelungen“, so Henn. Sein Wunsch: „Möge auch der neuen Fahne beschieden sein, über unseren Verein, der die Tradition pflegt und der es versteht, Feste zu feiern, zu wachen und ihn nur in Friedenszeiten fröhlich flatternd zu begleiten!“ Sein Dank galt allen Spendern, ebenso den Benediktinerinnen in Mariendonk.



Große symbolische Bedeutung
Den Kontakt zur Paramentenwerkstatt der Mariendonker Schwestern hatte Pfarrer Kürten seinerzeit hergestellt. Er ging in seinen Ausführungen unter anderem auf die vier Wappen ein, die die Fahne zieren, nämlich die der Verbandsgemeinde und der Stadt Wissen sowie die des Rheinischen und des Deutschen Schützenbundes. „Sie erinnern uns daran“, so Kürten, „dass wir Teile eines größeren Ganzen sind, als Verein wie als Individuum.“ Mit Blick auf die Zielscheiben-Motive appellierte er, im Leben die Mitte im Blick zu haben. Wie Bürgermeister Wagener, der auch im Namen von Stadtbürgermeister Neuhoff sprach, unterstrich er den Wert einer Vereinsfahne: Sie habe enorme symbolische Bedeutung als Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Heimatverbundenheit. (as)


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