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Nachricht vom 17.05.2018    

„Tag der Berufsorientierung“ an der Marion-Dönhoff-Realschule

„Schule – und dann?“ Auf diese Frage fanden am 9. Mai 2018 an der Marion-Dönhoff-Realschule plus Wissen viele Schüler eine passende Antwort. Nun schon zum zweiten Mal wurde in Zusammenarbeit mit zahlreichen Handwerksbetrieben und Arbeitgebern aus der Region der „Tag der Berufsorientierung“ durchgeführt. Lag im vergangenen Jahr der Fokus noch rein auf Handwerksberufen, so konnte in diesem Schuljahr das Berufsspektrum um Ausbildungsmöglichkeiten im sozialen und kaufmännischen Bereich erweitert werden.

Berufe nicht nur kennenlernen, sondern sie auch wirklich begreifen - so sieht schülernahe Berufsorientierung an der MDRS+ Wissen aus. Foto: Privat

Wissen. Jugendlichen der 8. und 9. Klassen wurde an diesem Tag die Gelegenheit gegeben, sich nicht nur über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, sondern in Workshops auch in die Praxisseiten der Berufe hinein zu schnuppern. Bei der Wahl der einzelnen Workshops konnten die im Vorfeld gesammelten Schülerwünsche weitestgehend berücksichtigt werden, sodass die Jugendlichen in ungezwungener Atmosphäre interessante Details zu ihren individuellen Wunschberufen in Erfahrung bringen konnten.

Außerdem ermöglichte dieser Rahmen den Schülern, wie auch den Betrieben, den direkten Kontakt zu knüpfen und vielleicht sogar einen zukünftigen Ausbildungsvertrag auf den Weg zu bringen. Die gelöste Stimmung und die Gelegenheit, mit Herz und Hand zu lernen und selbst aktiv zu werden, ist sicherlich ein wichtiger Schritt in Sachen Nachwuchssicherung.

Die Heranwachsenden hatten einen Vormittag lang ausgiebig Gelegenheit, sich bei 20 regionalen Arbeitgebern zu informieren, den jeweiligen Beruf kennen zu lernen und im und um das Schulgebäude herum eifrig zu werkeln. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler im sozialen Bereich von den Berufsfeldern der Hebammen, Erzieher, Physiotherapeuten, Podologen, Altenpflege, Gesundheits– und Krankenpflege sowie Medizinischen Fachangestelten einen nachhaltigen Eindruck verschaffen.

Auch in den Handwerksberufen wie Glaser, Fliesenleger, Konstruktions– und Holzmechaniker, Maurer und Maßschneider gab es viel Neues zu entdecken. Beim Forstwirt machte sich die Schülerschaft mit Motorsäge und Co bekannt. Im Bereich Heizung und Sanitär erfuhren die Jugendlichen unter anderem, wie wichtig präzises Arbeiten, aber auch hochwertige Werkzeuge sind. Zudem konnte beim Straßenbauer ein für viele sicherlich geheimer Wunsch in Erfüllung gehen: einmal selbst Bagger fahren.

Die Teilnehmer, die sich für das Gaststättengewerbe interessiert haben, durften unter Anleitung eines Kochs Pizza Margherita selbst backen und sich nachher vom Geschmack überzeugen. In Punkto Tischordnung gab es von den Restaurantfachangestellten das nötige Know–How, eine Tafel ansprechend zu gestalten.

Wo unsere Lebensmittel herkommen und was nachhaltiger Umgang mit der Natur in der Landwirtschaft bedeutet, erfuhren die Schüler aus erster Hand von einem ortsansässigen Biobauern.

Der kaufmännische Sektor wurde vertreten von Bankkaufleuten und Fachkräften für Lagerlogistik. Und auch die Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer interessieren, erhielten weiterführende Tipps.

Federführend für die Organisation und Planung der Veranstaltung waren der „Jobfux“ Katharina Aulmann, deren Stelle zur Hälfte vom ESF finanziert wird, und die erste Konrektorin der MDRS+ Nadine Mattusch. Katharina Aulmann, welche schon seit 2005 die Schule betreut, verfügt mittlerweile über ein dichtes Netzwerk an Betrieben und Arbeitgebern um einen solchen Tag mit Leben zu füllen. Besonders schön ist es, auch ehemalige Schüler hier als Meister wieder zu sehen.

Einen weiteren großen Anteil am Gelingen des Projekttages hatte dabei auch das Hausmeisterteam Hartmut Schäbitz und Birger Hädicke. Alle Mitwirkenden waren mit dem gesamten Verlauf sehr zufrieden und sind sich einig darin, einen solchen Tag weiterhin gemeinsam mit der Schule zu organisieren, auch wenn der Termin vor Christi Himmelfahrt in diesem Jahr für einige Firmen schwierig einzuhalten war. Insbesondere für Kleinbetriebe war ein hohes Maß an Flexibilität gefragt.

Übereinstimmung herrscht aber auch darin, dass der TdBO ein wichtiger Schritt ist, um unsere Schüler und Schülerinnen zu motivieren und dazu zu bringen, etwas selbst auszuprobieren und Erfahrungen zu machen, die hängen bleiben.


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