Werbung

Nachricht vom 19.05.2018    

Artenschutz beginnt am Straßenrand

Als Obere Naturschutzbehörde fördert die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die Anlage blütenreicher Säume und informiert über ihre Bedeutung für die Artenvielfalt. Wichtig sind blütenreiche Weg- und Feldränder auch für den Menschen. So spielen zum Beispiel hier vorkommende Insekten wie Wild- und Honigbienen durch die Blütenbestäubung von Nutzpflanzen und Obstbäumen eine grundlegende Rolle für unsere Ernährung.

Als Obere Naturschutzbehörde fördert die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die Anlage blütenreicher Säume und informiert über ihre Bedeutung für die Artenvielfalt. Wichtig sind blütenreiche Weg- und Feldränder auch für den Menschen. So spielen zum Beispiel hier vorkommende Insekten wie Wild- und Honigbienen durch die Blütenbestäubung von Nutzpflanzen und Obstbäumen eine grundlegende Rolle für unsere Ernährung. (Foto: SGD Nord)

Region. Blütenreiche Säume entlang von Wegen, Straßen, Feldern und Gräben sehen zu dieser Jahreszeit nicht nur schön aus. Sie sind auch ökologisch wertvolle Strukturelemente in der Kulturlandschaft. Als Obere Naturschutzbehörde fördert die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die Anlage blütenreicher Säume und informiert über ihre Bedeutung für die Artenvielfalt. „Die betreffenden Flächen sind zwar klein, stellen aber sowohl in den Städten als auch auf dem Land wichtige Zufluchtsorte für Insekten, Spinnen, Vögel, kleine Säuger, Amphibien und Co. dar“, erklärt SGD-Nord-Präsident Ulrich Kleemann. „Wegerandstreifen sind wertvolle Nahrungs-, Rückzugs-, Balz-, Brut- und Überwinterungshabitate und übernehmen eine wichtige Funktion in der Vernetzung von Lebensräumen.

Blütenreiche Weg- und Feldränder wichtig für die Menschen
Wichtig sind blütenreiche Weg- und Feldränder auch für uns Menschen. So spielen zum Beispiel hier vorkommende Insekten wie Wild- und Honigbienen durch die Blütenbestäubung von Nutzpflanzen und Obstbäumen eine grundlegende Rolle für unsere Ernährung. Weiterhin sichern Feld- und Wegraine vor Erdabtragung und Rutschungen und tragen zur Verbesserung des Kleinklimas bei. Nicht zuletzt bereichern Blütensäume das Landschaftsbild und somit das Naturerleben für den Menschen.

Ungeeignete Pflegemaßnahmen führen jedoch dazu, dass artenreiche Saumbiotope heute gefährdet und vom Rückgang betroffen sind. Insbesondere die Mulchmahd wird häufig aus arbeitsökonomischen Gründen zur Weges- und Straßenrandpflege eingesetzt. Bei dieser Methode, bei der die Pflanzen zunächst zerkleinert und dann an Ort und Stelle liegen gelassen werden, sind die Überlebenschancen der Saum-Bewohner gering. Hinzu kommt, dass die Mulchschicht die Blütenpflanzen erstickt und dadurch Gräser und stickstoffliebende Pflanzen gefördert werden. Eine umweltfreundlichere Alternative ist der Einsatz eines mindestens zehn Zentimeter hoch eingestellten Balkenmähers oder besser eines Hand-Motorbalkenmähers. Bei diesen Methoden haben Kleinlebewesen die Möglichkeit zu fliehen. Das Mahdgut sollte erst nach zwei Tagen abgeräumt werden, damit die Tiere in der Zwischenzeit auf benachbarte Flächen ausweichen können und damit die Pflanzen nicht unter dem Mahdgut ersticken.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Sozialarbeiter/-in (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Sanitär-Ausstellungsfachberater (m/w/d) in Wissen

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG
57537 Wissen

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Auch Dünger- und Herbizide verzichten
Die optimalen Mahdzeitpunkte sind abhängig von den jeweiligen Standortbedingungen. In jedem Fall sollte die Mahd erst nach der Blüte erfolgen. Bei mageren Standorten ist der optimale Zeitpunkt Ende September. Bei wüchsigen Standorten kann eine Mahd ein bis zweimal jährlich frühestens ab Mitte Juni stattfinden. Erfolgt das Mähen zusätzlich abschnittsweise und werden Teilbereiche sogar jahrweise ausgespart, sodass zusätzliche Überwinterungsquartiere zur Verfügung stehen, sind gute Voraussetzungen geschaffen, artenreiche Blühsäume mit ihren vielfältigen ökologischen Funktionen zu fördern. Auch sollte auf einen Dünger- und Herbizid-Einsatz verzichtet werden. An stark befahrenen Verkehrswegen hat natürlich die Verkehrssicherheit Vorrang. An weniger stark befahrenen Straßen, wie Wirtschaftswegen, sollte jedoch eine Extensivierung der Wegesrandpflege in Betracht gezogen werden.

Die SGD Nord fördert die Anlage blütenreicher Säume zum Beispiel im Rahmen des Artenschutzprojektes „Apollofalter“. Seit einigen Jahren werden für diese Art und andere Insekten gezielt Nektarpflanzen wie beispielsweise Flockenblumen an den Rändern von Weinbergswegen angepflanzt. Damit soll erreicht werden, dass auch in intensiv bewirtschafteten Weinbergs-Steillagen genügend Nektarpflanzen vorhanden sind. So werden die Tiere nicht mehr gezwungen, die blütenreichen Seitenstreifen der Bahnlinien und Straßen im Talgrund aufzusuchen, wo sie regelmäßig zu Verkehrsopfern werden.

Auf standortangepasste Saatmischung achten
Auch als Privatperson hat man vielfältige Möglichkeiten, seine Umgebung ein Stück weit artenfördernd und naturnaher zu gestalten. So bieten beispielsweise der Vorgarten oder der Schulhof geeignete Räume für das Anlegen blütenreicher Säume. Hierbei sollte man auf eine standortangepasste geeignete Saatmischung aus der Region achten. Das Internet bietet hierzu umfangreiche Informationen. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


125 Jahre Feuerwehr Betzdorf: Jubiläumsparty und Blaulichtmeile

ANZEIGE | Die Freiwillige Feuerwehr Betzdorf feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen mit einem ...

Sportplatz Flammersfeld: Kosten für Gebäudesanierung geben Ausschuss zu denken

In Zeiten, in denen die meisten Kommunen in Schulden untergehen zu drohen, sollte das Geldausgeben für ...

Titel-Hattrick für Tobias Schütz bei Landesmeisterschaften

Der RSC Betzdorf hat bei den Landesmeisterschaften von Rheinland-Pfalz in Engen am Bodensee starke Ergebnisse ...

Stadtraum als Erlebnis: Workshop für Jugendfachkräfte in Koblenz

Am 18. Juni 2026 lädt die Kreisjugendpflege Neuwied zu einem besonderen Workshop ein, der sich an Fachkräfte ...

Oldtimer-Treffen in Orfgen zieht viele Liebhaber historischer Fahrzeuge an

Historische Fahrzeuge, persönliche Geschichten und viele Gespräche haben das erste Oldtimer-Treffen in ...

Traditioneller Pfingstflugtag der Modellfluggruppe Eudenbach

Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2026, lädt die Modellfluggruppe Eudenbach zu ihrem alljährlichen Pfingstflugtag ...

Weitere Artikel


Was ist Windsor gegen die Partnerschaft von Betzdorf und Ross-on-Wye?

Was eine Städtepartnerschaft so alles möglich macht: Trotz royaler Hochzeit in Windsor hatten es die ...

Über den neuen Radweg-Abschnitt Richtung Holperbachtal

Die Wissener Verbandsgemeindeverwaltung weist auf den kürzlich ausgebauten Abschnitt des Sieg-Radweges ...

Tradition und Moderne: Kein Gegensatz beim Raiffeisenmarkt in Hamm

Hamm an der Sieg, der Geburtsort von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, war am gestrigen Samstag, 19. Mai, ...

DLRG Hamm nahm zahlreiche Ehrungen vor

Zahlreiche Ehrungen, die nötigen Vereinsregularien und Diskussionen gab es bei der Mitgliederversammlung ...

Sporting Taekwondo Altenkirchen holt 19 Medaillen beim „Tiger Pokal“ in Pirmasens

Beim „Tiger Pokal“ in Pirmasens glänzten die Aktiven von Sporting Taekwondo Altenkirchen erneut. Max ...

„ww-Lit“: Ingo Schulze kommt mit Peter Holtz

Vom Waisenkind zum Millionär - wie konnte das so schiefgehen? Das ist eine der Fragen, die Peter Holtz ...

Werbung