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Nachricht vom 24.05.2018 - 08:22 Uhr    

Europawoche an der August-Sander-Schule Altenkirchen

Jedes Jahr im Mai steht die August-Sander-Schule in Altenkirchen im Zeichen von Europa. Die Lehrer der Fächer Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde arbeiten fächerübergreifend am Thema Europa. Zum einen geht es um geographische und klimatische Zusammenhänge, zum anderen steht die historische Entwicklung zur europäischen Einigung im Fokus.

MdL Heijo Höfer (links) hielt an der August-Sander-Schule ein leidenschaftlichen Plädoyer für Europa. (Foto: Schule)

Altenkirchen. Außerdem interessieren natürlich die europäischen Institutionen und
das politische Handeln und Verhandeln auf europäischer Ebene. Besonders spannend ist es für die Schüler der Sekundarstufe 10 und Berufsreife 9, zu entdecken, wie konkret sie Europa vor Ort erleben.

In Kooperation mit der evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen unter Leitung der jugendpolitischen Referentin Johanna Rohde, recherchierten die Schüler in örtlichen Geschäften nach Produkten, die aus dem europäischen Ausland stammen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem europäischen Verbraucherschutz und dem Binnenmarkt. „Die Vorzüge der Europäischen Union sind hier bei uns überall deutlich sichtbar,“ so Rohde. Man müsse sich dies nur bewusst vergegenwärtigen.

Es waren besonders engagierte Schüler dazu aufgerufen, den Europatag für die übrigen 9. und 10. Klässlern vorzubereiten. Die Schüler präsentierten ihre Arbeitsergebnisse und moderierten das politische Gespräch anlässlich des eigentlichen Europatages. Dazu war der Europapolitiker, Landtagsabgeordnete und Stadtbürgermeister Heijo Höfer eingeladen. Nach der Vorstellung seiner Arbeit im Ausschuss der Regionen, hielt Höfer ein leidenschaftliches Plädoyer für Europa.

Er betonte, wie nachhaltig beispielsweise das Schengener Abkommen Reisen ins europäische Ausland verändert habe. Außerdem wies er darauf hin, wie sehr unsere exportorientierte Wirtschaft vom Binnenmarkt profitiert. Auch könnten sich heutige Jugendliche kaum mehr vorstellen, wie unpraktisch ein Europa mit zahlreichen Währungen sei.

In der Diskussion mit den Schüler wurde Höfer unter anderem zum Verhältnis gegenüber Russland und der Türkei und einer gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik befragt. Höfer bedauerte die aktuellen Misstöne im Verhältnis zu den beiden Ländern, unterstrich aber energisch, dass enschenrechtsverletzungen innerhalb der Europäischen Familie keinen Platz hätten, da Europa eine Wertegemeinschaft und keine reine Wirtschaftsunion sei.

Axel Karger, der sich für die Organisation der Europawoche verantwortlich zeichnet, wies darauf hin, dass gerade unsere landwirtschaftlich geprägte Region besonders aus europäischen Töpfen profitiere und deshalb von „Deutschland als Zahlmeister Europas“ keine Rede sein könne. Schulleiterin Doris John appellierte an die Vernunft der Schüler und warnte davor, sich von Populisten täuschen zu lassen. (PM)



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