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Nachricht vom 27.05.2018    

Weltladen Betzdorf: Für faire Löhne und Naturschutz weltweit

Auf dem Wochenmarkt informierten Mitarbeiter des Weltladens in einer Aktion darüber, dass für die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele ein Gesetz nötig ist. Die Entwicklungsziele sind Teil der globalen Agenda 2030, die 2015 von fast allen Staaten der Welt in der UN beschlossen wurden. Sie sollen bis 2030 die nachhaltige Entwicklung in wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belangen weltweit verbessern.

Die Mitarbeiter des Weltladens Betzdorf baten ihre Mitbürger auf dem Wochenmarkt um Unterstützung bei einer Unterschriftenaktion. Foto: Privat

Betzdorf. Da in vielen Unternehmen Gewinnmaximierung Vorrang vor Sorgfaltspflicht hat, sind die bisher von der Bundesregierung bevorzugten freiwilligen Bemühungen deutscher Unternehmen nicht ausreichend, wie die Textilindustrie beispielhaft fünf Jahre nach dem Einsturz der Rana-Plaza Textilfabrik in Bangladesch zeigt. Denn in mehr als 800 Fabriken fehlt immer noch ein funktionierendes Feueralarmsystem und 286 Fabriken haben Statikprobleme immer noch nicht behoben.

Bis heute fehlt zudem eine staatliche Arbeitsunfallversicherung. Fabrikbesitzer in Bangladesch verwehren sich dagegen. Sie fürchten, dass die Abgaben für eine Versicherung die Kosten ihrer Waren hochtreiben. Diese Furcht ist nicht unbegründet. Schließlich erfahren die Fabrikbesitzer tagtäglich, dass die Markenunternehmen zwar Sozial- und Umweltstandards einfordern, aber nicht bereit sind, höhere Preise zu zahlen. Ganz im Gegenteil: Die Einkaufspreise sind, so das Center for Global Workers' Rights, seit Rana Plaza um 13 Prozent gefallen.

Damit die Unternehmen ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt einen höheren Wert beimessen und ihre Geschäftspraxis darauf entsprechend ausrichten, müssen bei Nichteinhaltung ihrer Sorgfaltspflicht Strafen folgen. Dazu bedarf es eines Gesetzes, das der Weltladen Betzdorf in einem Appell an die lokalen Bundestagsabgeordneten mit den Weltläden bundesweit einfordert. Auf dem Wochenmarkt konnten bereits 93 Unterschriften gesammelt werden.

Die Mitarbeiter des Weltladens bitten ihre Mitbürger, die Aktion mit ihrer Unterschrift zu unterstützen und damit zu zeigen, dass wir eine Wirtschaft wünschen, die dem Allgemeinwohl und nicht der Ausbeutung von Mensch und Natur dient. Der Appell mit den Unterschriftenlisten liegt noch August im Weltladen aus.


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