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Nachricht vom 11.10.2009    

Wolfgang Müller siegt bei Stichwahl in Kirchen

Wolfgang Müller hat es geschafft. Auf den Amtsinhaber von der CDU entfielen bei der Stichwahl zum Stadtbürgermeister in Kirchen am Sonntag 57,6 Prozent. Sein Kontrahent Michael Weller (SPD) erreichte 42,4 Prozent.

Kirchen. Aller guten Dinge sind drei. Zumindest für Wolfgang Müller. Er erzielte bei der Stichwahl zum Stadtbürgermeister am Sonntagabend 57,6 Prozent der abgegebenen Stimmen und setzte sich damit doch recht klar gegen seinen Kontrahenten Michael Weller durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,4 Prozent. Es war schon der dritte Wahlgang, nachdem bei den Kommunalwahlen im Juni der CDU-Kandidat Wolfgang Weber als VG-Bürgermeister-Kandidat durchgefallen war, aber zum Stadtbürgermeister gewählt wurde, das Amt aber aus beruflichen Gründen nicht antreten konnte. Beim zweiten Anlauf vor 14 Tagen traten dann drei Kandidaten an - Müller lag zwar vorne, verfehlte aber die absolute Mehrheit.
"Jetzt brauch' ich mal ein Bier", sagte ein glücklicher Wolfgang Müller, als seine Wahl am Sonntagabend feststand. Und sein Handy klingelte fast ohne Unterbrechung. Sein Sieg schien sich in Windeseile herumgesprochen zu haben - sogar bis nach Israel. Von dort nämlich rief Landrat Michael Lieber an, um zu gratulieren.
Müller indes zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dankte allen seinen Wählern und Helfern. An seinem Sieg habe er nicht gezweifelt, so der alte und neue Stadtbürgermeister, auch wenn er am Wahlabend schon ein wenig wacklige Knie gehabt habe. Aber der hohe Zuspruch beim Häuserwahlkampf habe ihm große Zuversicht gegeben, so der 61-Jährige, der sich eigentlich schon auf sein Pensionärsleben gefreut hatte. Nun muss er noch einmal für fünf Jahre ran. Die werden ein wenig anders verlaufen, hat doch die CDU im Stadtrat die absolute Mehrheit verloren.
Zu den ersten Gratulanten gehörten neben seinen Anhängern, die ins Rathaus gekommen waren und die Ergebnisse vor Ort präsentiert bekamen, auch Wolfgang Weber: "Ich habe mehr gefiebert als bei mir." Froh war natürlich auch der Kirchener CDU-Chef Rüdiger Brauer, der ebenso wie Müller die Wahlbeteiligung angesichts des schon dritten Durchgangs für gar nicht so schlecht hielt.
CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer: "Ich freue mich riesig." Er ist sich sicher: "Müller wird Kirchen in den kommenden fünf Jahren weiter voran bringen."
Der unterlegene Kandidat Michael Weller zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte Müller zu seinem Sieg herzlich. Jetzt gelte es für die SPD, ihre Themen weiter im Stadtrat einzubringen. Angesichts der veränderten Mehrheitsverhältnisse im Verbandsgemeinderat und im Stadtrat könne noch viel erreicht werden, da jetzt wechselnde Bündnisse zu bestimmten Themen möglich seien. Schon gehofft habe er, die Wahl zu gewinnen, sagte Weller zum AK-Kurier, aber die Wähler hätten anders entschieden. Das akzeptiere er. (rs)
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Die Ergebnisse:
Katzenbach
Wahlbeteiligung: 44 %
Müller: 72,3 % (86 Stimmen)
Weller: 27,7 % (33)

Offhausen:
Wahlbeteiligung: 61,8 %
Müller: 67,9 % (112)
Weller 32,1 % (53)

Schützenhaus Wingendorf:
Wahlbeteiligung: 44,8 %
Müller: 66 % (97)
Weller: 34 % (50)

Realschule plus in Kirchen
Wahlbeteiligung: 43,9 %
Müller: 53,2 % (157)
Weller: 46,8 % (138)

Alte Schule Kirchen-Grindel:
Wahlbeteiligung: 45,7 %
Müller: 46,5 % (114)
Weller: 53,5 % 131)

Wehbach
Wahlbeteiligung: 42,2 %
Müller: 44,5 % (171)
Weller: 55,5 % (213)

Sängerheim Kirchen
Wahlbeteiligung: 41 %
Müller: 46,5 % (152)
Weller: 53,5 % (175)

Bürgerhaus Freusburg:
Wahlbeteiligung: 41,5 %
Müller: 53,3 % (221)
Weller: 46,7 % (194)

Kommunaler Kindergarten Herkersdorf:
Wahlbeteiligung: 50,7 %
Müller: 77 % (312)
Weller: 23 % (93)

Ev. Gemeindehaus Kirchen
Wahlbeteiligung: 52,7 %
Müller: 59,4 % (189)
Weller: 40,6 % (129)

Jägerheim Kirchen:
Wahlbeteiligung: 43,3 %
Müller: 60,9 % (227)
Weller: 39,1 % (146).

Vorläufiges amtliches Endergebnis:
Wahlbeteiligung: 45,4 %
Müller: 57,6 % (1838)
Weller: 42,4 % (1355).

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Ein fairer Verlierer Michael Weller (links) gratuliert dem alten und neuen Kirchener Stadtbürgermeister Wolfgang Müller. Fotos: Reinhard Schmidt


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