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Nachricht vom 12.06.2018    

Raiffeisen soll in die Walhalla

Der 200. Geburtstag dürfte der passende Anlass für eine Initiative der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft sein: Ihr Namensgeber soll in der Walhalla einen Platz finden. In der Gedenkstätte im bayerischen Donaustauf bei Regensburg sind die Büsten berühmter Deutscher aufgereiht. Der Altenkirchener Kreistag signalisierte Unterstützung.

Raiffeisen soll in die Walhalla. (Foto: Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft)

Altenkirchen/Kreisgebiet. Ganz neu ist die Idee nicht. Aber vielleicht ist ihre Zeit jetzt gekommen. Schon vor über zehn Jahren wurde darüber auf Kreisebene diskutiert: Friedrich Wilhelm Raiffeisen soll in die Walhalla. In der Gedenkstätte im bayerischen Donaustauf bei Regensburg sind sie aufgereiht, die Büsten berühmter Deutscher wie Gutenberg, Luther und Goethe, aber auch Adenauer und Sophie Scholl. Anlässlich des 200. Geburtstages des Genossenschaftsgründers unternimmt die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft nun einen Anlauf zur Aufnahme ihres Namensgebers in die Walhalla – mit Unterstützung des Altenkirchener Kreistages. Dort erläuterte der stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft, Kreistagsmitglied Josef Zolk, gestern (11. Juni) das Ansinnen und stellte unter anderem den Bezug zur Aufnahme der Genossenschaftsidee in das Immaterielle Kulturerbe der Menschheit her, verwies dabei auch auf die „großartige Resonanz, die in Deutschland und weit darüber hinaus im Rahmen des 200. Geburtstages von Raiffeisen spürbar ist.“

Seit 1962 werden die ursprünglich 96 Büsten in der Walhalla in Abständen von fünf bis sieben Jahren ergänzt. Die Auswahl der Persönlichkeiten erfolgt durch den bayerischen Ministerrat auf Empfehlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. „Es ist sicher unbestritten, dass Raiffeisen diesem Personenkreis zugerechnet werden muss. Ohne sein und seiner Kollegen Wirken wäre die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in vielen Bereichen sicher noch viel schwieriger gewesen“, so Zolk, der auch klar machte, dass das Ansinnen nicht ganz einfach umzusetzen sein wird. Zwar verzichtete man von Seiten der Fraktionen auf Wortmeldungen zum Thema, Landrat Michael Lieber machte aber deutlich, dass die Initiative der Raiffeisen-Gesellschaft die Unterstützung des Kreistages findet.




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Für Josef Zolk war der Beitrag zur Walhalla-Initiative seine letzte Rede als Kreistagsmitglied. Er legte mit dem gestrigen Tag sein Kreistagsmandat nieder. Gemäß Kommunalwahl-Ergebnis von 2014 rückt Torsten Löhr aus Oberwambach für die CDU nach. Er wurde gestern bereits als neues Kreistagsmitglied durch den Landrat verpflichtet. Weitere Berichte über die Kreistagssitzung, unter anderem zu den Themen Kreisstraßen-Resolution und Situation der Landwirtschaft im Kreis sowie zur Verabschiedung von Josef Zolk, folgen. (as)


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