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Nachricht vom 20.06.2018    

Gedenktafeln am Altenkirchener Ehrenmal ersetzt

Im August 2017 hatte sich der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Altenkirchen einstimmig für eine Ersatzbeschaffung der entwendeten Tafeln am Altenkirchener Ehrenmal ausgesprochen. Jetzt konnten die neuen Tafeln angebracht werden. Auf den Tafeln sind die Namen jener jüdischen Mitbürger der Synagogengemeinde Altenkirchen aufgelistet, die in den Jahren des Nationalsozialismus im Zeitraum von 1938 bis zum Kriegsende 1945 ihr Leben ließen.

Die entwendeten Gedenktafeln am Altenkirchener Ehrenmal wurden ersetzt. (Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen)

Altenkirchen. Die Bestürzung war groß, als im Juni 2017 festgestellt wurde, dass drei der vormals 16 Gedenktafeln am Ehrenmal im Waldbereich oberhalb des Wiesentals, auf dem Dorn, in Altenkirchen entwendet wurden. Auf den drei Bronzegusstafeln waren die Namen jener jüdischen Mitbürger der Synagogengemeinde Altenkirchen aufgelistet, die in den Jahren des Nationalsozialismus im Zeitraum von 1938 bis zum Kriegsende 1945 ihr Leben ließen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben seinerzeit keine Ergebnisse ergeben, so dass von einem Metalldiebstahl ausgegangen werden musste.

In seiner Sitzung am 30. August 2017 hat sich der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Altenkirchen einstimmig für eine Ersatzbeschaffung der entwendeten Tafeln ausgesprochen. Der Auftrag zur Herstellung der Tafeln aus Aluminiumguss wurde an die Firma Metallbildnerei Muranyi aus Dannenfels (Donnersbergkreis) vergeben, die Montage der Tafeln erfolgte kürzlich durch den Steinmetzbetrieb Marenbach aus Altenkirchen. „Ein Dank gilt all denjenigen, die sich mit der Recherche zu den Opfern des Nationalsozialismus aus der jüdischen Gemeinde Altenkirchen befasst haben, insbesondere den Günter Fleischer aus Amteroth, und Dr. Eberhard Blohm aus Helmenzen, die einen maßgeblichen Anteil dazu leisteten, dass die Gedenktafeln um weitere Namen jüdischer Opfer des Nationalsozialismus ergänzt werden konnten“, schreibt dazu die Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen in einer aktuellen Pressemitteilung.



Das Ehrenmal im Altenkirchener Wiesental bietet jetzt wieder ein geschlossenes Bild und soll auch weiterhin ein Ort des Andenkens an die Personen sein, die in einem schwarzen Kapitel deutscher Geschichte ihr Leben ließen. (PM)


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