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Nachricht vom 21.06.2018    

Köttinger Sänger besuchten die Mosel

Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach waren die Ziele einer Reise des Männergesangvereins (MGV) „Zufriedenheit“ Köttingerhöhe. Auf dem Programm standen natürlich Stadterkundungen. Ein besonders einladender Flecken in der Innenstadt von Bernkastel-Kues ist laut Pressemitteilung des Vereins der mittelalterliche Marktplatz mit seinen alten Fachwerkhäusern. In Traben-Trarbach ging es in die Unterwelt. Auch das Großprojekt Hochmoselübergang wurde besichtigt.

Auf den Stufen des St. Michaelis-Brunnens von Bernkastel-Kues sangen die Sänger von der Köttingerhöhe ein Ständchen für die vielen Gäste, die auf dem Marktplatz der Stadt verweilten und mit Beifall nicht sparten. (Foto: Eberhard Rickert)

Wissen-Köttingen. Die aktiven Sänger des Männergesangvereins (MGV) „Zufriedenheit“ Köttingerhöhe verstehen sich neben ihrem kulturellen Anspruch und sozialem Engagement auch als eine Gemeinschaft von Sangesbrüdern, die untereinander eine gute Freundschaft pflegen. Dieses angenehme Zusammensein zu festigen, nahm der Vereinsvorstandes wieder einmal zum Anlass, eine Sängerfahrt zu organisieren, die für einige Tage an die Mittelmosel nach Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach führte.

Vier Stadtteile links und rechts der Mosel
Einer Stärkung im Brauhaus Bahnhof Cues, einem alten Bahnhofsgebäude mit historischem Ambiente, schloss sich ein Stadtrundgang durch Bernkastel-Kues an. Die Stadt besteht aus vier Stadtteilen, die am linken und rechten Moselufer liegen. Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist der Weinbau. Rebstöcke befinden sich auf über 5.800 Hektar Anbaufläche, überwiegend in Steilhängen. In dem Gesamtbild, aus der Stadt heraus gut sichtbar, thront die Burgruine Landshut. Ein besonders einladender Flecken in der Innenstadt ist der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Jahrhundert alten Fachwerkhäusern, der Pfarrkirche St. Michael und dem Rathaus, erbaut 1608, im Stil der Spätrenaissance. Im Salmtal, unweit von Bernkastel-Kues entfernt, wurde im Biergarten des Salmhotels ein interessanter Tag mit einigen Schoppen Wein der Region und Gläsern mit Bier aus der Eifel in der untergehenden Sonne beschlossen.

In der Unterwelt
Am nächsten Morgen erwartete der Stadtführer des Doppelstädtchens Traben-Trarbach seine Besucher zu einem Rundgang durch die Stadt. Die typisch moselländische Architektur wechselt sich ab mit barocken und klassizistischen Bauten sowie einer Fülle um 1900 entstandener Bauwerke des Jugendstiles und der „Belle Epoque“. Das Schwergewicht der Stadterkundung lag in der Führung in der Traben-Trarbacher Unterwelt. In mystischem Halbdunkel, einem Netz unterirdischer Gewölbe, auch mehrstöckig und über 100 Meter lang, wurde die Geschichte des heimischen Weinanbaues, und der alten Kellertechnik zur Herstellung des edelsten Weines beleuchtet. Die Weinkulturlandschaft Traben-Trarbach war bis um 1900, nach der französischen Stadt Bordeaux, der zweitgrößte Weinumschlagsplatz Europas. Eine Weinprobe durfte am Ende des „Weinseminars“, mit humorvollem Vortrag, in einem der mehr als 30 Kellern nicht fehlen. Im Kellergewölbe des Restaurants Storcke Stütz, das in Fels und Schiefer geschlagen ist, wurde die kreative regionale Küche erfolgreich getestet. Eine Schifffahrt auf der Mosel von Traben-Trarbach nach Bernkastel-Kues mit Schleusung in Zeltingen rundete den Tag an der Mosel ab.

Hochmoselübergang unter die Lupe genommen
Im Bürgerinformationszentrum in der Nähe von Ürzig trafen die Sänger am nächsten Tage auf einen Fachmann des Projektmanagement „Hochmoselübergang“, einer insgesamt 25 Kilometer langen Baumaßnahme, die noch nicht abgeschlossen ist. Filme, Vorträge und die Baustellenbesichtigung ergaben einen Überblick über das Projekt der Superlative mit einer der größten Brücken Deutschlands. Die Hochmoselbrücke, ein Teil des Gesamtprojekts, überspannt das Moseltal. Sie ist 1,7 Kilometer lang, 160 Meter hoch und 4-spurig, 29 Meter breit. Die gesamte Baumaßnahme verbessert die Fernstraßenverbindung zwischen den Benelux-Staaten (Nordseehäfen, Ballungsräumen) und dem Rhein-Main-Gebiet sowie der Eifelregion.

Abschluss im Kloster
Vollgestopft mit Fachwissen über die Baumaßnahme, aber mit leeren Mägen, wurde der letzte Punkt des Reiseprogramms, der Besuch des Klosters Machern in Bernkastel-Wehlen, angesteuert. Im Brauhaus des Klosters, bei Kloster-Schmankerln und den Bierspezialitäten des Hauses, galt es Franz-Josef Mockenhaupt Dank zu sagen für seine rundum perfekte Organisation der Reise, zu der alle Reiseteilnehmer ihren Beitrag für einen harmonischen Verlauf und Bernd Wünning vom Reiseunternehmen Wünning für eine gute Fahrt beitrugen. (PM)


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