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Nachricht vom 24.06.2018    

GEW warnt vor Mangel an Kita-Plätzen im Kreis

Kita-Plätze-Mangel, die digitale Infrastruktur, das Kindertagesstättengesetz, die Fachkraft-Kind-Relation, Medienkompetenz in der Schule, die Durchbezahlung von Vertretungslehrern über die Ferien: Es war ein bunter Strauß an Themen, denen sich der Kreisvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in seiner jüngsten Sitzung widmete.

Betzdorf/Kreisgebiet. Der Kreisvorstand Altenkirchen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause unter anderem mit dem Platzangebot in Kindertagesstätten im Kreis Altenkirchen. In vielen Kommunen ist das Angebot an freien Kita-Plätzen demnach äußerst knapp, so auch in Betzdorf, wo Eltern immer häufiger erfolglos nach einem Kita-Platz nachfragen, obwohl sie einen Rechtsanspruch darauf haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Ebenso war der noch für das Jahr 2018 geplante Umzug der Kindertagesstätte (Kita) Franziskus in das Schulgebäude in der Schützenstraße Thema. Die Mitglieder des Kreisvorstandes sehen ein großes Fragezeichen, wie sowohl die Erweiterung von zwei auf vier Gruppen als auch der Umzug reibungslos durchgeführt werden sollen.

Kindertagesstättengesetz war Thema
Nicht zuletzt stand die Novellierung des Kindertagesstättengesetzes im Mittelpunkt der Diskussion. Die GEW fordert hier besonders eine qualitative Fortentwicklung und ein eindeutiges Bekenntnis zur Kita als Bildungsangebot. Außerdem müssen Leitungszeiten angemessen berücksichtigt werden, damit dem Verwaltungsaufwand endlich Rechnung getragen wird. Auch die Fachkraft-Kind-Relation muss unbedingt verbessert werden, um den Kindern einen guten Start in ihre Bildungsbiografie zu ermöglichen. Darauf machte Christiane Hensgen als Vertreterin der Kindertagesstätten im Vorstand Altenkirchen aufmerksam. Außerdem dürfe die im Koalitionsvertrag angekündigte Flexibilisierung der Kita-Angebote keinesfalls auf Kosten der Mitarbeiter vor Ort gehen.

Schulentwicklung im Kreis
Die aktuellen Anmeldezahlen an den Schulen im Kreis waren ein weiteres Thema, das im Fokus der Diskussion stand. In Altenkirchenbeispielsweise kann die August-Sander-Schule hohe Anmeldezahlen vorweisen. Außerdem wurden die Mitglieder über das Ende der Dislozierung der Bertha-von-Suttner Realschule plus in Betzdorf informiert. Dies verbessert die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte nicht unwesentlich. Die Realschule in Wissen wird ab dem kommenden Schuljahr von der kooperativen zur integrativen Form wechseln. Dies wird von der GEW Altenkirchen ausdrücklich begrüßt.

Bei „Anschluss Zukunft“ darf es nicht nur um Straßen gehen
Weiterhin wurde positiv vermerkt, dass das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ nun konsequenterweise auf die Grundschulen ausgeweitet wird. Besonders hervorzuheben sei, so die GEW, dass sich viele Grundschulen im Kreis erfolgreich für das Landesprogramm beworben haben. Es bleibt der Wehmutstropfen, dass die Schulen im Kreis nach wie vor bei weitem über keine zeitgemäße Internetverbindung verfügen. „Hier muss endlich etwas passieren“, fordert die GEW. „Anschluss Zukunft“ dürfe nicht auf den Straßenausbau reduziert werden. „Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität speisen sich unter anderem aus einer funktionierenden digitalen Infrastruktur“, so der stellvertretende Vorsitzende Axel Karger. Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der Vorsitzende Heribert Blume, dass die GEW-Forderung nach Durchbezahlung der Vertretungsverträge für Lehrkräfte über die Sommerferien endlich erfüllt wird. (PM)


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