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Nachricht vom 27.06.2018    

Kreis-JU kritisiert Schließung der Grundschule Herkersdorf

Die Junge Union im Kreis Altenkirchen kritisiert die nunmehr verkündete Schließung der Grundschule Herkersdorf. Beim CDU-Nachwuchs führt man das zu erwartende Bevölkerungswachstum in der Verbandsgemeinde Kirchen als Argument für den Erhalt ins Feld. Kritik geht auch in Richtung von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die in der Vergangenheit für kleine Schulstandorte eingetreten sei.

Logo: Junge Union Rheinland-Pfalz

Kirchen/Kreisgebiet. In die Diskussion um die Schließung der Grundschule Herkersdorf schaltet sich die Junge Union (JU) im Kreis Altenkirchen ein. Nach einem monatelangen Kampf gegen die Entscheidung von Bildungsministerium und Aufsichtsbehörde herrscht nun eine traurige Gewissheit. Dazu hatte der AK-Kurier berichtet. Bürgermeister Maik Köhler resümierte: „Vor Ort herrscht sowohl in der Elternschaft, der Dorfgemeinschaft und den politischen Vertretern aus dem Ortsbeirat, Stadtrat, Verbandsgemeinde und Kreistag großes Unverständnis über diese Absicht.“ Nach Angaben der Verbandsgemeinde Kirchen ist entgegen der rückläufigen Entwicklung des Bevölkerungswachstums im gesamten Land in der Verbandsgemeinde ein Bevölkerungswachstum zu verzeichnen. „Dies ist vor allem durch die gute Anbindung an die HTS, die Nähe zur Universität Siegen und an den Wirtschaftsstandort Siegen zu begründen“, stellt der Vorsitzende der Jungen Union im Kreis Altenkirchen, Justus Brühl, fest. „Durch den Bevölkerungszuwachs wird auch die Anzahl der Schüler im Raum Kirchen in den nächsten Jahren steigen. Es wäre somit gut möglich, dass in den nächsten Jahren wieder mehr Klassen am Schulstandort Herkersdorf gebildet werden können“, führt der JU-Geschäftsführer Christian Behler an.

Laut Bildungsministerium ist ein „dringendes öffentliches Interesse“ am Aus des Schulstandortes festzustellen. Allerdings stehen laut JU-Pressemitteilung der große Unmut und das Unverständnis der Bürger diesen Behauptungen diametral entgegen. „Es werden einmal wieder Entscheidungen seitens der Landesregierung entgegen den Meinungen und Interessen der Bürger getroffen“, so Behler. Interessant seien dabei auch frühere Aussagen seitens der Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, welche in der Vergangenheit die Unabdingbarkeit der kleinen Schulstandorte betonte. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen betonte die Wichtigkeit des Schulstandortes Herkersdorf. „Die Meinungen der Parteikollegen vor Ort scheinen in Mainz wohl nicht zu zählen“, so JU-Vorsitzender Brühl. Wörtlich führte Bätzing-Lichtenthäler an: „Die SPD plant kein Schließungsprogramm für kleine Grundschulen. Wir stehen zu dem Grundsatz: kurze Beine, kurze Wege“. Des Weiteren bekennt sich auch der heimische Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach (CDU) zum Grundschulstandort Herkersdorf: „ Es liegt dem Ministerium ein hervorragendes Konzept vor, welches dem Schulstandort eine aussichtsreiche Zukunft bringen wird. Zudem erwarte ich eine Gleichbehandlung von allen kleineren Schulstandorten, im Wahlkreis des SPD-Landtagspräsidenten Hendrik Hering wurden Schulen nicht geschlossen wurden.“ (PM)


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