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Nachricht vom 19.10.2009    

Minister Bruch: "Siegtalbad gehört zur Bundesliga!"

Rund zwei Jahre Bauzeit, Investitionskosten: 7,8 Millionen Euro, davon rund 1,5 Millionen vom Land Rheinland-Pfalz gefördert, und 18 neue Arbeitsplätze. Das sind nur drei Eckdaten zum neuen Siegtalbad, das der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch am Montag offiziell seiner Bestimmung im Rahmen einer Feierstunde übergab. Begeistert vom Resultat zeigte sich der Minister, aber auch die vielen Gäste, die beim Rundgang zum ersten Mal die neue Einrichtung betraten.

Wissen. "Das Wissener Siegtalbad gehört zur Bundesliga", war sich der stellvertretende Ministerpräsident und rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch sicher. Zur offiziellen Einweihung des neuen Bades mit all seinen Einrichtungen kam Bruch nach eigenen Worten sehr gerne. Denn ihn hatte das Wissener Konzept überzeugt, als man 2006 mit den Verhandlungen über Fördermittel in die heiße Phase trat. Es sei etwas Besonderes zur Eröffnung einer Einrichtung zu kommen, die man mit angestoßen habe. Bruch lobte die gemeinsame Arbeit der kommunalen Gremien, der Stadtwerke in Kombination mit der Privatwirtschaft. "Das Konzept Wissen war in seiner Art eine Art Vorreiterrolle", sagte Bruch und sein Lob galt dem Leiter der Stadtwerke, Dirk Baier. Das Siegtalbad habe Bedeutung für die ganze Region. Es liege einmalig schön und: "Dieses Bad ist wertvoll, es hat sich gelohnt", so Bruch. Mit rund 1,5 Millionen Euro beteiligte sich das Land Rheinland-Pfalz an den Sanierungskosten, die insgesamt etwa 7,8 Millionen betragen.
Bürgermeister Michael Wagener, zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, begrüßte nicht nur den Minister herzlich, auch den Kreisbeigeordneten Konrad Schwan, die Abgeordneten Thorsten Wehner, Dr. Matthias Krell, Erwin Rüddel, die Vertreter der politischen Gremien, die Ortsbürgermeister und die Vertreter der Wissener Vereine und Institutionen. Architekt Karl-Heinz Reuter und den Verantwortlichen bei den Stadtwerken für die Baumaßnahme galt der besondere Gruß ebenso wie Pfarrer Martin Kürten, der die Einsegnung vornahm. Den Gästen aus der Partnerstadt Chagny, Daniel Narjoux, und Ehefrau Annie galt das Willkommen.
Wagener erinnerte in seiner Ansprache an die Entstehungsgeschichte der Bäder in Wissen, die vor mehr als 40 Jahren begann. Die Zukunft der Wissener Bäder brauchten neue Konzepte, um den Anforderungen gerecht werden zu werden. Wagener reflektierte die Geschichte der Vorbereitungen und Planungen, die im November 2006 mit der Zusage aus Mainz realisiert werden konnten. Wagener dankte auch dem Landkreis Altenkirchen, denn ohne dessen Beteiligung wäre die Maßnahme so nicht möglich gewesen. "Es war eine vertrauensvolle kollegiale Zusammenarbeit bei den politisch Verantwortlichen aller Parteien, die zu einem guten Ergebnis für die Bäderlandschaft im Landkreis führte", sagte Wagener. Dass man mit unvorhersehbaren Problemen beim Bau konfrontiert wurde, skizzierte Wagener nur kurz. Er dankte allen Beteiligten für die Mitarbeit am Projekt, das auch 18 neue Arbeitsplätze schuf. Die neue Ausrichtung bedeute auch ein Stück mehr Lebensqualität in der Region. Hallenbad, Sauna, Fitnesscenter und Gastronomie unter einem Dach seien so bislang einmalig im Landkreis. "Das Freibad kann weiter betrieben werden und ist in die Anlage integriert, es wird gehegt und gepflegt", sagte Wagener. "Die Menschen an der mittleren Sieg und natürlich die Schulen finden hier ein gutes Angebot", schloss Wagener.
"Der Landkreis ist ihnen lieb und teuer", sagte der Kreisbeigeordnete humorvoll zum Minister. Konrad Schwan vertrat den Landrat und erinnerte an die Diskussionen um die Förderungen. "Das Konzept Wissen war überzeugend, das Geld ist sinnvoll angelegt", ist sich Schwan sicher. Mit Blick auf die Schulen und die steigende Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können, sieht Schwan die Einrichtung sehr positiv. Für die Stadtwerke sei es ein mutiger Schritt gewesen, führte Schwan aus.
Dirk Baier überreichte der Namensgeberin, Birgit Braun aus der VG Altenkirchen den 1. Preis im Wert von 200 Euro. Sie hatte mit der Kreation "Siegtalbad" gewonnen. Pfarrer Martin Kürten sprach den Segen für das neue Gebäude.
Für den Architekten Karl-Heinz Reuter war das Einweihungsfest ein besonderer Tag. Er gestand der Festgesellschaft, dass er sehr gerührt sei, denn während der Umbaumaßnahme habe es viele Nüsse zu knacken gegeben, die ohne die vielen Mitarbeiter und deren gute Zusammenarbeit nicht zu knacken gewesen wären. Und statt der obligatorischen Schlüsselübergabe hatte Reuter ein Wassily-Kandinsky-Bild für eine große, noch weiße Wand mitgebracht. Beim Rundgang durch das Bad und den Saunabereich zeigte sich Bruch begeistert vom Resultat. Es gab viele Komplimente für die neue Attraktion in Wissen.
Küchenchef Ottmar Vogel und sein Team hatten ein Büfett angerichtet, das keine Wünsche offen ließ. Delikate Speisen, passend zur Jahreszeit und dem Oktoberfest entlehnt, dazu original bayerisches - in schönes Fest wurde gefeiert und stand auch im Zeichen des Dankes. (hw)
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Der rheinland-pfälzische Innen- und Sportminister Karl Peter Bruch übergab das Siegtalbad offiziell seiner Bestimmung. Fotos: Helga Wienand


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