Werbung

Nachricht vom 05.07.2018    

Teilhabeberatungsstelle hat ihre Arbeit aufgenommen

Zu Beginn des Jahres 2018 wurde das Recht der Menschen mit einer Behinderung mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) gestärkt und verankert. Damit diese Rechte bekannt und betroffenen Menschen zuteilwerden, haben nun bundesweit ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstellen (EUTB) unter dem Motto „Eine für Alle“ ihre Arbeit aufgenommen. Eine von den rund 500 Stellen befindet sich im Landkreis Altenkirchen, angesiedelt beim Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen als Träger.

Angela Hartmann steht Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen als unabhängige Gesprächspartnerin in vielen Fragen zu einer gerechteren Teilhabe zur Verfügung. Die Fachfrau hat in der sogenannten EUTB-Beratung, die im Kreis beim Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises angesiedelt ist, ihren Dienst aufgenommen. (Foto: Petra Stroh)

Altenkirchen. Auf die Frage, „Was macht Menschen glücklich?“ könnte eine Antwort lauten: „Am Leben, in der Gemeinschaft und Gesellschaft selbstbestimmt teilhaben zu können!“. „Leider ist dieses Glück für viele Menschen eingeschränkt, nur weil sie eine Beeinträchtigung haben“, bedauert Angela Hartmann vom Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen. Die ausgebildete Pflegepädagogin ist aber froh, dass es nun hier vor Ort die Möglichkeit gibt, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu verbessern und ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Teilhabe stärken
Zu Beginn des Jahres 2018 wurde das Recht der Menschen mit einer Behinderung mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) gestärkt und verankert. Damit diese Rechte bekannt und betroffenen Menschen zuteilwerden, haben nun bundesweit ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstellen (EUTB) unter dem Motto „Eine für Alle“ ihre Arbeit aufgenommen. Eine von den rund 500 Stellen befindet sich im Landkreis Altenkirchen, angesiedelt beim Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen als Träger.

Seit einigen Wochen ist das Beratungsangebot im Kreis Altenkirchen angelaufen. Die EUTB hat ihren Hauptsitz im Diakonischen Werk Altenkirchen. Dort können nun Betroffene und deren Angehörige auf Augenhöhe individuell beraten werden. Die Themen werden in verständlicher Sprache erklärt. Sie beziehen sich etwa darauf zu klären, wo und wie finanzielle Unterstützung beantragt werden kann, wo es Hilfen für Alltag oder Beruf gibt und welche Möglichkeiten grundsätzlich für den Betroffenen gegeben sind.

Unabhängige Beratung
Ein Schwerpunk der Beratung ist, dass sie unabhängig ist und somit jeder individuell einen passenden „Fahrplan“ angeboten bekommt. Selbst entscheiden die Betroffenen welchen Anbieter er in Anspruch nimmt und welchen Weg er geht. Die Beratung erfolgt kostenlos und orientiert sich, auch zeitlich, an den Bedürfnissen der Rat- und Hilfesuchenden.

Das Angebot wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und verfolgt das Ziel, dass Menschen Hilfestellung erhalten, zum Beispiel wenn Anträge zur Unterstützung zum Lebensunterhalt gestellt werden müssen oder wenn eine persönliche Unterstützung aufgrund einer bestimmten Behinderung notwendig ist. „Bildlich gesprochen, soll der Betroffene der Kapitän seines eigenen Schiffes und der Berater der Lotse sein, der verschiedene Wege aus einer Hand aufzeigt“ unterstreicht Fachfrau Angela Hartmann, die bereits die ersten Beratungen nach dem neuen Gesetz hat. Konkret, so Hartmann, kann die EUTB – „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ Unterstützung und Beratung zu allen Themen der Rehabilitation und Teilhabe anbieten. Wichtig ist der Beraterin, dass sie vor Beantragungen tätig werden kann und auf Augenhöhe berät um selbstbestimmtes Entscheiden zu ermöglichen. Wichtig ist ihr, dass ihre Beratungen unabhängig sind von Trägern und ergänzend zu anderen Beratungsstellen wirken kann.

EUTB-Stelle ist Wegweiser
Grundsätzlich richtet sich die Beratung an Menschen mit einer Behinderung, Menschen die von einer Behinderung bedroht sind und deren Angehörige. Zudem ist auch eine Beratung von Betroffenen an Betroffene im Aufbau. „Es gibt viele Wege, Menschen mit Behinderung die Teilhabe in der Gesellschaft zu erleichtern. Die EUTB-Stelle will hier ein Wegweiser sein. Und auch die Angehörigen brauchen Unterstützung, die wir gerne anbieten möchten“, betonen Angela Hartmann, EUTB-Beraterin und Margit Strunk, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen.

Neben der bereits jetzt möglichen Beratung im Diakonischen Werk Altenkirchen sind aktuell verschiedene Wege der Bekanntmachung des neuen Angebotes, Gespräche mit Kooperationspartnern, Behörden und Verbänden und ein Konzept, die Beratung auch an anderen Standorten im Landkreis Altenkirchen anzubieten, in Vorbereitung. Die EUTB für den Kreis Altenkirchen arbeitet mit dem regionalen Diakonischen Werk Westerwald und der Inklusa gGmbH in Bad Ems zusammen.

Angela Hartmann (angela.hartmann@diakonie-altenkirchen.de) ist im Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises in Altenkirchen, (02681/80 08 20) erreichbar. Zusätzlich bietet sie (monatliche) offene Sprechstunden, und zwar an jedem ersten Mittwoch im Monat von 10 bis 11.30 Uhr und an jedem zweiten Freitag von 14.30 bis 16 Uhr, im Mehrgenerationenhaus Mittendrin (Wilhelmstraße 10) in Altenkirchen an. Informationen zum Thema gibt es barrierefrei auch online unter www.teilhabeberatung.de (PM)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen-Flammersfeld auf Facebook werden!


Kommentare zu: Teilhabeberatungsstelle hat ihre Arbeit aufgenommen

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Corona-Pandemie: Ein weiterer Fall im Kreis Altenkirchen

Das Kreisgesundheitsamt informiert über einen weiteren Corona-Fall im Kreis Altenkirchen: Ein Mann mit Wohnsitz in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat sich infiziert und steht nun unter häuslicher Quarantäne.


Seit 65 Jahren verheiratet: Bechers feiern Eiserne Hochzeit

Seit 65 Jahren glücklich vereint, das können Wilma und Gerhard Becher von sich sagen. Die beiden wohnen im Wissener Stadtteil Köttingerhöhe und feierten jetzt gebührend ihr eisernes Ehejubiläum.


Mit Stroh beladener Anhänger gerät auf der L 276 in Brand

Ein Traktorfahrer war am Montagabend, 3. August, mit einem mit Stroh beladenen Anhänger auf der L 276 von Weyerbusch in Richtung Leuscheid unterwegs, als kurz vor der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen die Strohladung in Brand geriet. Der Traktorfahrer bemerkte das Feuer noch rechtzeitig und konnte seine Zugmaschine abkoppeln.


Wolfsindividualisierung liegt vor – im Westerwald sesshaft

Das Senckenberg Forschungsinstitut hat aktuell bestätigt, dass im Westerwald ein Wolf sesshaft geworden ist. Das Tier mit der Bezeichnung GW1159m hatte bei Helmenzen-Oberölfen im Kreis Altenkirchen vor wenigen Wochen drei Schafe gerissen.


Sängerin Kathy Kelly zieht in „Big Brother“-Container

Wenn diese Woche Freitag um 20.15 Uhr auf SAT1 die neue Staffel von „Promi Big Brother“ startet, wird mit Kathy Kelly (57) von der Kelly Family auch eine Sängerin aus der Verbandsgemeinde Rennerod in den kameraüberwachten Fernsehcontainer ziehen. Für die Kandidaten galt aufgrund vertraglicher Vereinbarungen bis zuletzt Stillschweigen. Seit letzten Donnerstag sind sie bereits in einem geheimen Hotel ohne Kontakt zur Außenwelt bis zum Einzug abgeschottet.




Aktuelle Artikel aus Region


Detlef kommt und hat Hitze im Gepäck

Region. Derzeit befinden wir uns in den Hundstagen, so heißen umgangssprachlich die sehr warmen Tag im Sommer. Namensgebend ...

Mit Stroh beladener Anhänger gerät auf der L 276 in Brand

Weyerbusch/Leuscheid. Die freiwilligen Feuerwehren aus Leuscheid und Weyerbusch wurden gegen 18.30 Uhr zu dem Brand alarmiert. ...

Wolfsindividualisierung liegt vor – im Westerwald sesshaft

Altenkirchen/Oberölfen. Erstmals in Rheinland-Pfalz nachgewiesen wurde der männliche Wolf im Dezember 2019 bei Linz am Rhein ...

Polizei warnt: Betrugsmasche "Shoulder-Surfing"

Neuwied. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der sich die Täter mit Tricks Geldkarten und Geheimzahlen erschleichen, ...

Sommerschule im Kreis Altenkirchen ist gestartet

Altenkirchen/Kreisgebiet. Im Kreis Altenkirchen haben sich für die Schulen mit den Klassen 5 bis 8 in Trägerschaft des Kreises ...

Corona-Pandemie: Ein weiterer Fall im Kreis Altenkirchen

Altenkirchen/Kreisgebiet. Es gibt hier keinen Zusammenhang mit den zuletzt festgestellten Infektionen im Kreis. Insgesamt ...

Weitere Artikel


EKD-Ratsvorsitzender zu Gast: Heinrich Bedford-Strohm kommt nach Daaden

Daaden. Mehr als 1000 Terminanfragen erhält das Büro des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) jedes ...

Berufsunfähigkeit: Bei Berufsstartern ist Eigenverantwortung gefragt

Wissen. Es gibt kein Entkommen: Mit dem Start in die Ausbildung oder den Beruf müssen junge Erwachsene mehr Eigenverantwortung ...

Politik mit Herz beim Sommerfest der CDU-Daaden

Daaden. „Politik mit Herz im Daadener Land! – Dafür steht die CDU!“ Symbolisch zeigten dies mit einem Schieferherz der heimische ...

Nachmieter gesucht: „lakö“ im Wissener Regio-Bahnhof ist bald Geschichte

Wissen. Die Stadt Wissen sucht einen Nachmieter für die beiden bisherigen Räumlichkeiten des Café „lakö“ im Wissener Regio-Bahnhof. ...

Notarkammer gratuliert neuen Fachangestellten

Koblenz/Region. 35 Auszubildende im Bezirk der Notarkammer Koblenz haben ihre Abschlussprüfung zu Notarfachangestellten bestanden. ...

Baukran bei Windrad-Demontage umgestürzt

Weitefeld/Friedewald. Bei der Demontage einer etwa elf Tonnen schweren Gondel eines ausgedienten Windrades mit einem Mobilkran ...

Werbung