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Nachricht vom 27.10.2009    

Mit Papa und Mama zur Arbeit

Sehr gut angekommen ist der "Kindermitbringtag" in der Agentur für Arbeit Neuwied bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem aber bei den Kindern, die die Räume der Behörde nach Herzenslust erkunden durften. Aber auch die Zeit zum Spielen kam nicht zu kurz.

Region/Neuwied. Morgens gehen Papa und Mama auf die Arbeit, irgendwann am Nachmittag kehren sie zurück. Zwischendurch sind sie "auf der Arbeit". Was dort genau passiert, wissen viele Mädchen und Jungen allerdings nicht. Die Agentur für Arbeit Neuwied hat das Geheimnis für den Nachwuchs ihrer Beschäftigten gelüftet: Beim "Kindermitbringtag" durften die Mitarbeiterkinder die Räume der Behörde nach Herzenslust erkunden, lernten eine Menge über die Arbeit, die dort anfällt, und fanden auch noch Zeit zum Spielen. Organisiert hat diese Aktion Gelasia Ordung, die Gleichstellungs-Beauftragte der Agentur, die darin vor allem einen Beitrag zur Familienfreundlichkeit sieht. "Kinder sind meist sehr neugierig darauf, den Arbeitsplatz ihrer Eltern kennenzulernen. Schließlich ist das ein Ort, an dem Vater oder Mutter einen großen Teil ihrer Zeit verbringen und von dem sie üblicherweise ausgeschlossen sind. Darüber hinaus habe ich aber auch das Gefühl, dass die Beschäftigten es genießen, als Familienmenschen wahr- und ernst genommen zu werden. Unser Kindermitbringtag ist jedenfalls begeistert aufgenommen worden."
Und das nicht nur von den beteiligten Eltern und Kindern. Auch die anderen Agenturmitarbeiter begrüßten die wissbegierige Kindergruppe mit freudigem Schmunzeln. In Begleitung ihrer Betreuerinnen arbeitete die sich nämlich Abteilung für Abteilung durchs Haus und ließ sich in jedem Team in fünf bis zehn Minuten dessen Aufgaben erklären. Höhepunkte waren für die kleinen Gäste natürlich die Besuche am Schreibtisch der eigenen Eltern.
Vom Angebot, sich ganz nach Lust und Laune eine Auszeit zu gönnen und lieber im umfunktionierten Sitzungssaal ein wenig zu malen oder zu spielen, wurde kaum Gebrauch gemacht. Stattdessen achteten die Kinder akribisch darauf, dass keine Station ausgelassen wurde und bestanden sogar darauf, zum Abschluss auch noch den Keller zu inspizieren. Riesigen Spaß machte es ihnen aber auch, "die Chefin" der Agentur, Ulrike Mohrs, in ihrer Sitzung mit den Geschäftsführern der Argen zu "stören". Denn das, wusste der Nachwuchs, darf sonst keiner. Auch hier sorgte der Mitarbeiternachwuchs für manches Schmunzeln, verblüffte aber auch mit dem Beweis seiner Aufnahmefähigkeit. "Klar wissen wir jetzt, was hier gearbeitet wird", verkündete der sechsjährige Niklas der Chef-Runde selbstbewusst. "Die Leute hier versuchen denen, die keine Arbeit haben, schnell wieder welche zu besorgen." Für Ulrike Mohrs ist nach der gelungenen Premiere klar, dass dieses Projekt eine Wiederholung verdient. "Moderne Personalpolitik nimmt Rücksicht auf die persönlichen Belange der Mitarbeiter. Das wollen wir nicht nur den Arbeitgebern in der Region predigen, sondern auch selbst vorleben. Unser Kindermitbringtag ist ein Beweis dafür, dass Familienfreundlichkeit nicht nur notwendig ist, sondern auch allen Beteiligten großen Spaß machen kann." Und wenn es bis dahin noch Zweifel daran gegeben hatte, dass die Kinder von diesem Angebot wirklich restlos begeistert waren, zerstreuten sich die spätestens beim Abschied: Da mussten Väter und Mütter nämlich noch eine ganze Weile mit ihren Sprösslingen im Spielzimmer ausharren, weil die sich schlicht weigerten, zum verabredeten Zeitpunkt mit nach Hause zu gehen.



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