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Nachricht vom 29.10.2009 - 09:48 Uhr    

Noch geht es am Arbeitsmarkt bergauf

Die berühmte "Herbstbelebung" macht's: Im Oktober ist ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Dies gab am Donnerstag Morgen, 29. Oktober, die Agentur für Arbeit Neuwied in ihrem Arbeitsmarktbericht bekannt. Allerdings liegen die Werte noch immer deutlich über denen des Vorjahres. Dabei ist ein Gefälle zwischen den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen zu Ungunsten des Kreies Altenkirchen zu erkennen.

Kreis Altenkirchen. 10.299 Arbeitslose und damit 500 weniger als im Monat zuvor zählten die Statistiker zum Stichtag im Oktober für den Bezirk der Agentur für Arbeit Neuwied. Die Arbeitslosenquote sank von 6,6 auf nun 6,3 Prozent. "Das ist für diese Jahreszeit eine überraschend deutliche Verbesserung", kommentiert Manfred Stein, der stellvertretende Agenturleiter, dieses Ergebnis. Allerdings warnt er auch vor Euphorie. Schließlich liegen die aktuellen Werte noch immer deutlich über jenen des Vorjahres: Im Oktober 2008 waren 1797 Menschen weniger arbeitslos; die Quote lag bei 5,3 Prozent.
Auch im abgelaufenen Monat hat sich die Kluft zwischen den von der Neuwieder Agentur betreuten Landkreisen nicht geschlossen. So ging die Zahl der Arbeitslosen in Neuwied um 286 auf nun 5785 zurück; die Quote sinkt um 0,3 und liegt nun bei 6,2 Prozent. Die Nachbarn in Altenkirchen konnten ihren Wert hingegen nur um 214 verbessern; die Arbeitslosenquote sinkt von 6,8 auf 6,5 Prozent. Im Landkreis Altenkirchen zählten die Statistiker zum Ende des Monats 183 offene Stellen, in Neuwied waren es 480. Vor Jahresfrist zählte man in Altenkirchen 1187 und in Neuwied 610 Arbeitslose weniger als heute. Die Quote lag damals in Altenkirchen bei 4,8 und in Neuwied bei 5,6 Prozent.
Wichtigste Waffe im Kampf gegen die Krise bleibt die Kurzarbeit: 46 Betriebe zeigten sie in den vergangenen vier Wochen für 1084 Mitarbeiter an. Damit griffen seit November 2008 rund 780 Betriebe im Agenturbezirk für etwa 17.400 Mitarbeiter auf dieses Angebot zurück und versuchten so, die Wirtschaftskrise ohne Entlassungen zu überstehen. Ob dies auch in den nächsten Monaten noch gelingen wird, wagt Manfred Stein nicht einzuschätzen. "Im Moment stehen die Zeichen zwar ganz sacht auf Entspannung. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine der größten Hürden des Krisenjahres noch vor uns haben - den nächsten Winter. Viel wird davon abhängen, ob es uns an seinem Ende gelingt, halbwegs unbeschadet aus der saisonalen Flaute aufzutauchen."

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