Werbung

Nachricht vom 31.10.2009 - 13:39 Uhr    

Cancengarantie: Kaum Bedarf an Nachvermittlung

Anlass zum Optimismus gibt die Situation am Ausbildungsmarkt im Bereich der Handwerkskammer in Koblenz. Ein Grund: Waren es im Jahr 2005 noch mehr als 500 Jugendliche, die am Tag der Chancengarantier eingeladen worden waren, waren dies in diesem Jahr nur noch 21.

Koblenz/Region. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Bezirk der Handwerkskammer Koblenz gibt Anlass zum Optimismus. Das zeigt sich einmal mehr zum Tag der Chancengarantie. Waren es im Jahr 2005 noch deutlich mehr als 500 Jugendliche, die eine Lehrstelle im Handwerk anstrebten, sind es jetzt gerade einmal 21, die eingeladen wurden. Elf von ihnen sind gekommen und haben ein Lehrstellenangebot erhalten.
Beim Tag der Chancengarantie engagieren sich die Wirtschaft, die Agenturen für Arbeit, Argen und die Politik in einer gemeinsamen Aktion. Die Handwerkskammer Koblenz macht seit jeher die Zusage, dass alle ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Angebot für eine Lehrstelle im Handwerk oder einen vorbereitenden Berufseinstieg erhalten. "Diese Zusage hat das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz eindeutig erfüllt, das Handwerk steht zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung und insbesondere zu der für die nächste Generation", unterstreichen HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden anhand der vorliegenden Zahlen.
Die Zahl der zum offiziellen Stichtag am 30. September neu eingetragenen Lehrverträge war zwar mit 3467 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt (3619) leicht zurückgegangen. Im Gegenzug war die Zahl der für das Ausbildungsjahr 2009/10 noch nicht besetzten Lehrstellen mit 148 gegenüber 118 deutlich gestiegen. Diese bilden einen umfangreichen und attraktiven Pool für die Nachvermittlung durch die HwK-Ausbildungsberatung. Die Zahl der bereits gemeldeten freien Lehrstellen für 2010/11 liegt mit aktuell rund 335 deutlich über dem Vorjahreswert.
Aus den zahlreichen Betriebskontakten der HwK-Ausbildungsberater geht deutlich hervor, dass die Unternehmer nach wie vor ein sehr großes Interesse haben, durch Ausbildung ihren eigenen Fachkräftebedarf langfristig und vorausschauend zu sichern. Entsprechend früh haben sie ihre Lehrverträge unterschrieben. Den Rückgang in der absoluten Zahl der neu eingetragenen Lehrverhältnisse und damit korrespondierend mit dem Anstieg der Zahl unbesetzter Lehrstellen begründen sie damit, dass einerseits die Quantität der Bewerber nachgelassen habe - hier greift bereits die demografische Entwicklung, andererseits bringe eine wachsende Zahl von Bewerbern die erforderlichen Voraussetzungen für den Einstieg in die Lehre nicht mehr mit.
Einen Anstieg verzeichnet die HwK-Ausbildungsberatung auch bei der Zahl der neu abgeschlossenen Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche (EQJ) von 167 im Vorjahr auf jetzt 288. Auch wenn jeder EQJ-Platz zunächst noch keine Lehrstelle bedeutet, mündet er innerhalb des ersten Jahres für 66 Prozent der Teilnehmer in ein reguläres Ausbildungsverhältnis. Informationen zu allen Fragen der Lehre im Handwerk bei der HwK-Ausbildungsberatung, Telefon 0261/398-323, Telefax 0261/398-989, aubira@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de.
xxx
Die elf zum Tag der Chancengarantie 2009 noch unversorgten Jugendlichen erhielten ein Lehrstellenangebot im Handwerk. Das Foto entstand 2008 im City-Büro der HwK Koblenz. Foto: HwK



Interessante Artikel




Kommentare zu: Cancengarantie: Kaum Bedarf an Nachvermittlung

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Permanent haftende Aufkleber: Facettenreich und eindrucksvoll

Aufkleber befinden sich in den Auslagen von Bars, Cafés und Geschäften, dort schmücken sie auch oft die Wände, Fenster und ...

Treffpunkt Wissen feiert 70-jähriges Bestehen

Wissen. Der Treffpunkt Wissen wurde gegründet, als Wissen noch ein Dorf war, nämlich im Jahr 1949 und damit 20 Jahre vor ...

TMD Friction: „Wir stellen uns auf Veränderungen ein“

Hamm/Sieg. Um die Stärkung des Industriestandortes Rheinland-Pfalz und um die Themen Energie, Mobilität und Personalgewinnung ...

Empfang der Wirtschaft im IPS Industriepark Etzbach gut besucht

Etzbachtal. Landrat Michael Lieber, der am 31. August in Rente geht meinte: „Ich habe heute nochmal das letzte Wort.“ Er ...

Neue Märkte – Neue Chancen: Kooperations- und Förderangebote

Montabaur. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die geschäftlichen Aktivitäten ausländischer Unternehmen. Das Bundesentwicklungsministerium ...

Kampagne für mehr Inklusionsfirmen in Rheinland-Pfalz

Neuwied. „Der Ausbau von Inklusionsarbeitsplätzen ist seit vielen Jahren ein wichtiges Ziel der Landesregierung“, so die ...

Weitere Artikel


DLRG Hamm ist auch zu Fuß fit

Hamm. Wie jedes Jahr am letzten Samstag im Oktober zeigten auch in diesem Jahr einige Rettungsschwimmer aus Hamm, dass sie ...

Großer Andrang beim Simon-Juda-Markt

Altenkirchen. Auch in diesem Jahr bescherte der Simon-Juda-Markt der Kreisstadt Altenkirchen wieder eine stattliche Besucherzahl. ...

Ganze Bandbreite menschlicher Emotionen

Altenkirchen. "MarlenePiaf" in der Altenkirchener Stadthalle: Die Freiburger Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin Juliane ...

Spiel, Spaß und Sport beim Ferienspaß

Selbach. Spiel, Spaß und Sport standen auf dem Programm der Ferienspaß-Aktion der DJK Selbach ganz oben. Schon zum 11. Mal ...

Schwarzschlachten ist eine Straftat

Kreis Altenkirchen. "Alle Jahre wieder" sieht sich das Veterinäramt der Kreisverwaltung mit illegalen Schafschlachtungen ...

CDU: Große Sorgen um die Menschen vor Ort

Wissen. Nachdem bekannt ist, dass die Innere Abteilung des St.-Antonius-Krankenhauses in Wissen möglicherweise geschlossen ...

Werbung