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Nachricht vom 04.11.2009 - 17:42 Uhr    

Reservisten reinigten Kriegsgräberstätten

Auch in diesem Jahr haben die heimischen Reservisten sich wieder um die Pflege der Kriegsgräberstätten gekümmert. Gleich zwei große Arbeitseinsätze standen unter der Leitung von Oberstleutnant der Reserve, Axel Wienand, auf dem Programm.

Wissen/Freusburg/Mudersbach. Gleich zu zwei großen Arbeitseinsätzen auf dem Soldatenfriedhof in Freusburg und Mudersbach trafen sich kürzlich die Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland und der Reservistenortsverband (ROV) Brachbach/Kirchen/Mudersbach. Zunächst ging es zur Mudersbacher Kriegsgräberstätte, wo die heimischen Reservisten diesmal den Schwerpunkt beim Großreinemachen setzten. Mit zwei Hochdruckreinigern, Besen und Rechen bewaffnet, rückten Julian Höhle (Kirchen), Peter Piechnitzek (Offenbach), Volker Rosenthal (Niederfischbach), Klaus Schneider (Mudersbach) und Axel Wienand (Wissen) dem Schmutz auf den Grabkreuzen, Mauerwerk, Begehung und Grabflächen der 13 Kriegsgräber zu Leibe. Etwas über drei Stunden waren die fleißigen Helfer im Pflegeeinsatz. Während der Arbeit wurden die Männer von Bürgermeister Maik Köhler und dem Vorsitzenden des Mudersbacher Bürgervereins, Ulrich Merzhäuser, begrüßt. Köhler dankte für den dringend erforderlichen Arbeitseinsatz.
Die Anlage selbst befindet sich in einem baulich maroden Zustand. Dieses Problem beschäftigt die Reservisten, insbesondere Bürgermeister Köhler, bereits seit einiger Zeit. RK-Vorsitzender, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand, berichtete, man sei auf der Suche nach einem Unternehmer, der Bruchsteinarbeiten verrichtet und die Schaffenskraft der RK kostengünstig in die Sanierung einbindet. Einige Anstrengungen, so Wienand, seien unternommen worden, ein Erfolg allerdings sei bislang bedauerlicherweise ausgeblieben.
Anschließend widmeten sich die Reservisten dem Freusburger Soldatenfriedhof.
Handanlegen bei der Pflege der 38 Soldatengräber ist fester Bestandteil der Aktivitäten der RK Wisserland, die vor 15 Jahren die Patenschaft über den Soldatenfriedhof übernahm. Der dortige Arbeitseinsatz war diesmal im Wesentlichen geprägt von Reinigungsarbeiten und Beischneidung der Bepflanzung. Die Namensplatten der Gefallenen wurden gesäubert, die Gräber von Laub befreit und die Bepflanzung beigeschnitten.
"Mit der Pflege der beiden Soldatenfriedhöfe unterhalten wir als Mahnmal der Geschichte zumindest ein Stück Erinnerung an Elend und Leid beider Weltkriege. Dabei wollen wir an die Toten und alle, die durch Schreckensherrschaft, Terror und Gewalt ihr Leben verloren haben, erinnern und uns unbeirrbar für den Erhalt des Friedens einsetzen", kommentierte Wienand, der hinzufügte, dass immer noch Krieg und Gewalt in der Welt herrsche, und auch der Terrorismus seine Opfer fordere. Dabei denkt er insbesondere an die Opfer, die die Bundeswehr bei ihren zahlreichen Auslandseinsätzen zu beklagen hat. Aus der Geschichte für die Zukunft lernen, so Wienand weiter, wäre ein wünschenswerter großer Schritt der Menschheit nach vorn.
Wienand bedauert den Umstand, dass man in diesem Jahr leider nur zwei Arbeitseinsätze habe leisten können. Der Terminkalender sei bislang durch die Umsetzung der Ziele des Reservistenverbandes und der Fülle an Aufträgen, die die heimische RK zu erfüllen hatte, prall gefüllt gewesen, so Wienand. Das sei auch der primäre Grund dafür gewesen, die Sammlungen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einzustellen, was aber keinesfalls die Einstellung der beiden Pflegeeinsätze auf den Soldatenfriedhöfen in Freusburg und Mudersbach bedeutet, stellte Wienand unmissverständlich klar. Er verdeutlichte, dass das Sammelgeld für den Volksbund den hiesigen Soldatengräbern nicht zugute komme und man durch die Pflegeeinsätze eine fühlbare Nähe zur Bevölkerung entwickele.
"Hier ist etwas Greifbares", sagt der Wissener RK-Vorsitzende. Ein weiterer Arbeitseinsatz ist in diesem Jahr noch garantiert, um die Kriegsgräberstätten zu Volkstrauertag in einem ordentlichen Zustand zu präsentieren.
Unternehmen, die an einer gemeinsamen Sanierung des Mudersbacher Soldatenfriedhofes mit den heimischen Reservisten interessiert sind, wenden sich bitte an das Gemeindebüro in Mudersbach beziehungsweise an die RK Wisserland. (aw)
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Großreinemachen auf der Kriegsgräberehrenstätte in Mudersbach: Volker Rosenthal, Axel Wienand, Klaus Schneider, Julian Höhle und Peter Piechnitzek (hinten von rechts). Foto: privat

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