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Nachricht vom 22.08.2018    

Wissener BBS-Schüler besuchten Bundeskartellamt in Bonn

Angehende Groß- und Außenhandelskaufleute der Berufsbildenden Schule (BBS) Wissen besuchten das Bundeskartellamt in Bonn. Dort wurden unter anderem die Hauptaufgaben „Kartellverfolgung“, „Missbrauchsaufsicht“ und „Fusionskontrolle“ an Praxisbeispielen aus der jüngeren Vergangenheit veranschaulicht, wie zum Beispiel dem „Bier-Kartell“ und dem „Zucker-Kartell“ aus dem Jahr 2014.

Angehende Groß- und Außenhandelskaufleute der BBS Wissen besuchten das Bundeskartellamt in Bonn. (Foto: BBS Wissen)

Wissen/Bonn. „Zu Besuch bei den Wettbewerbshütern“. Unter diesem Motto stand die Klassenfahrt der Berufsschulklasse BSGK16 der Berufsbildenden Schule (BBS) Wissen zum Bundeskartellamt nach Bonn. So machten sich die angehenden Groß- und Außenhandelskaufleute im dritten Lehrjahr sowie Oberstudienrat Björn Hornburg auf den Weg in die ehemalige Bundeshauptstadt, um sich Einblicke in die Arbeit der Kartellbehörde aus erster Hand geben zu lassen. Begrüßt und betreut wurden die Gruppe der BBS Wissen von Michael Detering (Stellvertretender Presseleiter), der den Gästen den Aufbau des Kartellamtes und dessen Arbeit in einer knapp eineinhalbstündigen Präsentation näher bringen konnte. So erfuhren die Schüler zum Beispiel, dass die knapp 350 Mitarbeiter der Behörde einen Jahresetat von rund 30 Millionen Euro um ein Vielfaches an Bußgeldern wieder „einspielen“. Im Jahr 2014 wurde sogar erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro überschritten.

Auch wurden die Hauptaufgaben „Kartellverfolgung“, „Missbrauchsaufsicht“ und „Fusionskontrolle“ an Praxisbeispielen aus der jüngeren Vergangenheit veranschaulicht, wie zum Beispiel dem „Bier-Kartell“ und dem „Zucker-Kartell“ aus dem Jahr 2014. Diskutiert wurde auch über die in den Medien stark kritisierte Ministererlaubnis im Fall Edeka-Tengelmann, mit der der ehemalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Übernahme der Kaiser´s-Tengelmann-Märkte durch Edeka bestätigte.



Wie in einem Krimi kam man sich vor, als Detering die konkrete Vorgehensweise bei der Aufdeckung von Kartellen erläuterte. Nachdem die Wettbewerbshüter im Vorfeld stichhaltige Indizien gesammelt haben, statten sie den betroffenen Unternehmen in Begleitung der Polizei (Soko Kartellbekämpfung) und eigenen IT-Forensikern einen Besuch ab und sichern Beweismaterial, das im Nachgang dann minutiös ausgewertet wird. Interessant war in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass viele Hinweise auf ein mögliches Kartell häufig von Unternehmen kommen, die sich an dem Kartell selbst beteiligt hatten. Diese Unternehmen nehmen eine Kronzeugenregelung in Anspruch, um reinen Tisch zu machen, aber auch, um die Höhe drohender Bußgelder zu minimieren. (PM)


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