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Nachricht vom 09.09.2018    

Feuerwehr-Jahresinspektion in Altenkirchen: 13 neue Wehrleute

Bei der Jahresinspektion der freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenkirchen konnte Bürgermeister Fred Jüngerich 13 neue Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner verpflichten. Dies sei, so der Wehrleiter Ralf Schwarzbach, in Zeiten der sinkenden Zahlen bemerkenswert. Im Beisein einer Abordnung der Feuerwehr aus der polnischen Partnerstadt Olszanka, die auch an einer Übung teilnahm, begann die Veranstaltung mit zwei Übungen, die den Einsatzalltag zeigten.

Die neuen Feuerwehrleute in der Verbandsgemeinde Altenkirchen. (Foto: kkö)

Neitersen. Am Samstag, 8. September, zeigten die vielen Fahrzeuge der Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen, die in Richtung Wiedhalle fuhren, an, dass dort etwas Besonderes sein musste. Die Feuerwehr Neitersen war in diesem Jahr Gastgeber für die jährliche VG-Feuerwehr-Jahresinspektion. Die Verantwortlichen um Wehrführer Stefan Jung hatten die Wiedhalle und das Umfeld vorbereitet. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Wehrleiter Ralf Schwarzbach.

Übungszenario Flächenbrand
Zunächst zeigte der Löschzug Mehren, unterstützt durch Kameraden aus Olszanka, das Vorgehen bei einem Flächen- oder Vegetationsbrand. Florian Klein, Wehrführer der Einheit, kommentierte das Geschehen. Mit dem Tanklöschfahrzeug gingen Kräfte gegen den „Brand“ vor. Hier gab es eine Besonderheit zu sehen, die Wehrmänner nutzen statt der üblichen C-Schläuche die kleinere Ausführung D-Schlauch. Dies, so Klein, weil sie sich besser handhaben lassen. Da das Fahrzeug nicht während der Fahrt Wasser fördern kann, wird dieses nach dem Ablöschen vorgefahren und hier zeigt sich die Flexibilität des Schlauchmaterials, welches dann nachgezogen wird, um die weiteren Flächen abzulöschen. Eine zweite Gruppe baute unterdessen die Beleuchtung auf. Hierzu kam das Mehrzweckfahrzeug zum Einsatz. Auf diesem Fahrzeug können die unterschiedlichen Komponenten verlastet und durch die Ladebühne leicht entnommen werden. Die Beladung wird in Rollwagen transportiert. Die Besucher sparten nach Abschluss der Übung nicht mit Applaus.

Die zweite Übung, die das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall zeigte, wurde durch die Feuerwehr Altenkirchen durchgeführt. Hier kommentierte Wehrführer Michael Heinemann das Geschehen. Den Anwesenden wurde erläutert, dass die technische Rettung, die mit einem großen Aufwand verbunden ist, die Feuerwehren häufiger beschäftigt. Angenommen war, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war und durch den Einsatz von hydraulischer Schere und Spreizer erst einmal Öffnungen geschaffen werden mussten. Das Fahrzeug wurde hierbei zuerst stabilisiert, um ein Wegrutschen oder Schädigungen für den Verletzten zu vermeiden. Es wurden die Türen entfernt, um dem Rettungsdienst, so Heinemann, Zugangsmöglichkeiten zu schaffen und dann den Betroffenen so schonend wie möglich zu retten. Die anwesenden Vertreter aus Politik und Verwaltung erhielten einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit der ehrenamtlichen Kräfte. Auch hier erhielten die eingesetzten Kräfte den verdienten Applaus.

Neues Fahrzeug für Weyerbusch
Im Anschluss wurde das neue Hilfeleistungfahrzeug (HLF10) an den Löschzug Weyerbusch übergeben. Dieses Fahrzeug, im September 2017 beim Löschzug eingetroffen, ersetzt ein Löschgruppenfahrzeug (LF16/12) aus dem Jahre 1994, dass veräußert wurde. Das HLF 10 ist das Erstangriffsfahrzeug des Löschzuges. Ausgestattet ist es mit einem Wassertank mit rund 1.300 Liter Wasser und 60 Liter Schaummitteln. Des Weiteren sind die Geräte zur technischen Hilfeleistung vorhanden. Das Fahrzeug wurde vom Aufbauhersteller Ziegler auf eine MAN-Fahrgestell mit 13 Tonnen aufgebaut. Aufgrund der Beladung und der Gruppenbesatzung, neun Feuerwehrleute finden Platz, ist das Fahrzeug für die Brandbekämpfung und die Hilfeleistung geeignet. Die Kosten beliefen sich auf rund 254.000 Euro, wovon das Land 77.000 Euro und der Landkreis 21.000 Euro übernahmen. Der Restbetrag von rund 156.000 Euro wurde von der Verbandsgemeinde investiert. Hierzu meinte der Bürgermeister Fred Jüngerich: „Das ist eine Menge Geld, aber notwendig und gut angelegt, um die Sicherheit der Bürger um die Sicherheit unserer freiwilligen Feuerwehrleute zu gewährleisten.“ Wehrführer Michael Imhäuser erhielt den Schlüssel und damit war dieses Fahrzeug offiziell in Dienst gestellt.



Nach einer kurzen Pause wurden dann in der Wiedhalle die Verpflichtungen, Ernennungen und Beförderungen durchgeführt. Zunächst begrüßte Jüngerich zahlreiche Gäste, hierunter Vertreter aus den Ortsgemeinden, dem Verbandsgemeinderat, von Polizei und Hilfsorganisationen. Besonders begrüßte er die Abordnung aus der Partnerstadt Olszanka. Anwesend waren auch der erste Beigeordnete der VG Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, und der Wehrleiter der Feuerwehr Flammersfeld, Stefan Krämer. Auch der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Matthias Theis war nach Neitersen gekommen.

Belastung für Freiwillige nimmt zu
Jüngerich ging dann auf die Einsatzzahlen ein. Im Jahr 2017 hatten die fünf Einheiten der VG 179 Einsätze zu bewältigen. Jüngerich ging kurz darauf ein, dass die Belastung der Feuerwehrleute, die ihren Dienst ehrenamtlich leisten, zunimmt. Er ging darauf ein, dass es bei einigen Einsätzen zu Beschimpfungen der Einsatzkräfte kommt, was er nicht nachvollziehen könne. Ohne ihren Einsatz, so Jüngerich weiter, wären die Schäden in manchen Fällen viel höher und auch Verkehrswege länger nicht passierbar, das sollten sich diejenigen, die schimpfen einmal vor Augen führen.

Bei den sich anschließenden Verpflichtungen und Beförderung gab es reichlich Arbeit. Bürgermeister und Wehrleiter konnten insgesamt 47 Angehörige der Feuerwehren verpflichten und befördern. Bei den Verpflichtungen ist bemerkenswert, dass im Löschzug Neitersen vier junge Damen ihren Dienst antreten. Bei den Beförderungen gab es eine Überraschung für Reinhold Jung aus Weyerbusch. Er wurde, was streng geheim gehalten worden war, zum Hauptbrandmeister befördert, was ihn sichtlich bewegte. Florian Klein, Wehrführer aus Mehren, wurde von Volker Hain, Kreisjugendfeuerwehrwart, mit der Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr, ausgezeichnet. Im Anschluss feierten die Feuerwehrleute bis in den Abend. (kkö)


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