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Nachricht vom 31.07.2007    

Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen

In diesem Monat ist die Arbeitslosigkeit in der Region jahreszeitlich bedingt wieder leicht angestiegen, wobei die Entwicklungen in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen unterschiedlich war. Dies gab die Agentur für Arbeit in Neuwied am Dienstagmorgen, 31. Juli, bekannt. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,7 Prozent im Juni auf 6,9 Prozent im Juli.

Region. Neu arbeitslos gemeldet haben sich im ablaufenden Monat Juli im Agenturbezirk Neuwied 3050 Personen, das sind etwa 700 mehr als im Juni. Gleichzeitig konnten 2701 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden, 221 mehr als im Vergleich zum Vormonat. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuwied waren damit Ende Juli 11268 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 359 Personen mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2006 konnte die Arbeitslosigkeit um 2607 Personen oder 18,8 Prozent gesenkt werden. Im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende (ARGEn) ist die Zahl der Arbeitslosen geringfügig um 31 auf 6831 gesunken.
Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit sind besonders Angestellte in den Dienstleistungsberufen betroffen. Hier sind 214 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Vor allem bei den Verwaltungs- und Büroberufen, den Warenkaufleuten sowie den sozialen und erzieherischen Berufen verzeichnet die Arbeitsagentur einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber Juni.
Bei den Jüngeren unter 25 Jahren hat das Ende der Schul- und Berufsausbildung zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Derzeit sind 1658 junge Menschen arbeitslos gemeldet, 409 mehr als im Juni, aber auch 25 Prozent (553) weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat im Agenturbezirk um 0,2 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent gestiegen. Im Juili 2006 lag sie noch bei 8,7 Prozent.
"Die gestiegene Zahl der Arbeitslosen ist einerseits auf das Quartalsende zurückzuführen, zu dem viele Arbeitsverhältnisse geendet haben", erläutert Grit Volkmann, stellvertretende Leisterin der Neuwieder Arbeitsagentur, die Situation am Arbeitsmarkt. "Zudem haben sich zahlreiche junge Menschen nach dem Ende ihrer Schul- und Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet. In den nächsten zwei Monaten werden wir die schnelle Eingliederung der Ausbildungsabsolventen anstreben. Sie sind mit ihren frisch erworbenen Qualifikationen fit für den Arbietsmarkt und damit gesuchte Fachkräfte für die Betriebe", so Volkmann.
Für eine ungeförderte Beschäftigung haben die Betriebe und Verwaltungen der region 483 offene Arbeitsstellen den Vermittlern der Agentur für Arbeit neu gemeldet, geringfügig mehr als im Juli. Insgesamt stehen 1074 ungeförderte Stellen zur Besetzung zur Verfügung, 15 Prozent mehr als im Juli 2006.
Im Landkreis Altenkirchen ist die Arbeitslosigkeit im Juli nicht so deutlich angestiegen wie im Nachbarkreis Neuwied. Neu arbeitslos gemeldet haben sich 1251 Personen, 230 mehr als im Juni. Gleichzeitig konnten 1228 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit wider beenden, 131 mehr als im Vergleich zum Vormonat. Im Landkreis waren damit 4679 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit sind 29 Personen mehr verzeichnet als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2006 konnte die Arbeitslosigkeit um 1285 Personen oder 21,5 Prozent gesenkt werden. Im Zuständigkeitsbereich der ARGE ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 32 gesunken.
Bei den Jüngeren unter 25 Jaghren sind derzeit 653 arbeitslos gemeldet, 104 mehr als im Juni, aber 31,8 Prozent (305) weniger als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeistlosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 6,8 Prozent gestiegen. Im Juli 2006 lag sie noch bei 8,9 Prozent. Zum Vergleich: Im Landkreis Neuwied stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Juni um 0,4 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent. Im Juli 2006 lag sie dort bei 8,6 Prozent.
Für eine ungeförderte Beschäftigung haben die Betriebe und Verwaltungen im Landkreis Altenkirchen 156 offene Arbeitsstellen neu gemeldet, geringfügig mehr als im Juni. Insgesamt stehen 353 ungeförderte Stellen zur Verfügung, 3,5 Prozent mehr als im Juli 2006.
Die Zahl der jungen Menschen, die über die Agentur für Arbeit Neuwied eine Ausbildungsstelle suchen, hat sich im Vergleich zum Juni weiter erhöht. Insgesamt haben sich seit Oktober 2006 3473 junge Frauen und Männer gemeldet, fast zehn Prozent mehr als im Beratungsjahr 2005/2006 (Kreis Neuwied plus 9,1 Prozent auf 2072, Kreis Altenkirchen plus 10,2 Prozent auf 1401). Diesen Bewerberinnen und Bewerbern stehen 1337 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, deutliche 27 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. (Kreis Neuwied minus 32,1 Prozent auf 862, Kreis Altenkirchen minus 15,5 Prozent auf 475). Ende Juli waren von den seit Oktober gemeldeten Ausbildungsstellen noch 406 unbesetzt (Kreis Neuwied 244, Kreis Altenkirchen 162). "Uns wurden bisher mehr als ein Viertel weniger Ausbildungsstellen gemeldet als im letzten Jahr. Die Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchen, ist jedoch um fast zehn Prozent gestiegen. Alle am Ausbildungsmarkt Verantwortlichen müssen daher ihre Anstrengungen nochmals verstärken, um das Defizit zu verringern", appelliert Grit Volkmann.



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