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Nachricht vom 09.10.2018 - 13:02 Uhr    

Fortschritt beim Breitbandausbau: MdB Sandra Weeser hakt nach

Als „unbefriedigend“ bezeichnet FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser (Betzdorf) die Antworten der Bundesregierung auf ihre Anfragen zum Thema der flächendeckenden Breitbandversorgung: Sie wollte damit Licht ins Dunkel beim „flächendeckenden" Breitbandausbau und deren Förderung insbesondere für finanzschwache Kommunen und schwach besiedelte Gebiete bringen. Darüber informiert sie per Pressemitteilung.

Zum Fortschritt beim Breitbandausbau hakte FDP-MdB Sandra Weeser mehrfach nach. (Foto: Die Hoffotografen GmbH Berlin)

Berlin/Kreisgebiet. Im August und September machte Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser (FDP) mehrfach von ihrem parlamentarischen Fragerecht gegenüber der Bundesregierung Gebrauch. Ziel der Anfragen: Licht ins Dunkel beim „flächendeckenden" Breitbandausbau und deren Förderung insbesondere für finanzschwache Kommunen und schwach besiedelte Gebiete zu bringen.

„Die Antworten der Bundesregierung auf meine Frage zur Definition der ‚Flächendeckung‘ sind leider unbefriedigend. Der Fördermittelgeber Bund erlaubt es finanzschwachen Kommunen nicht, auf Gelder zurückzugreifen, wenn diese nicht in der Lage sind in Eigenleistung zehn Prozent der Kosten für den Ausbau zu decken. Das Bundesförderprogramm legt bundseitige Förderquoten zwischen 50 und 70 Prozent je nach Steuerkraft der Kommune fest. Ausgenommen werden können ‚Bergalmen, Forsthäuser oder Häuser auf kleinen Inseln‘, nicht jedoch Ortsrandlagen oder schwach besiedelte Gebiete. Doch gerade diese sind es, die weiße Flecken bilden und deren Anschluss eine hohe finanzielle Eigenleistung erfordert.“, sagt die Parlamentarierin. Und weiter: „Das ist besonders im ländlich geprägten Raum für einzelne Kommunen schwierig oder gar nicht zu stemmen. Ein flächendeckender Breitbandausbau ist so nicht realisierbar.“

In einem digital vernetzten Alltag bräuchten die Menschen digitale Dienstleistungen, besonders in ländlichen abgelegenen Regionen. Weeser: „Stabile und leistungsfähige Datenverbindungen sind nicht nur für die privaten Nutzer, sondern hauptsächlich für Unternehmen und Institutionen entscheidend für deren Standortwahl und Verbleib. Das Ziel des flächendeckenden Breitbandausbaus wird so leider verfehlt und macht es den Kommunen in der Umsetzung unnötig schwer. Flächendeckend Gigabit – bleibt bislang reines Wunschdenken." (PM)

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Kommentare zu: Fortschritt beim Breitbandausbau: MdB Sandra Weeser hakt nach

1 Kommentar

Als wenn Breitband die Probleme der Region lösen würde. Infrastruktur ist zusätzlich erforderlich oder glauben unsere MdB das sie Führungskräfte oder Facharbeiter in die Region bekommen wenn die Infrastruktur in die Ballungsräume fehlt. Wer wechselt seinen Job um in der Region zu arbeiten wenn er in der Nähe von Köln/Bonn/Frankfurt/… eine Position hat? Firmen die in der Region investieren, investieren nicht wegen einer Breitbandanbindung, sie investieren wenn sie geeignete Mitarbeiter finden und die kommen nur, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen.

#1 von Joerg Dielmann, am 13.10.2018 um 08:13 Uhr

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