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Nachricht vom 24.10.2018    

Sportlerehrung in der Verbandsgemeinde Hamm: Die Aktiven sind wichtige Vorbilder

Im Bürgerhaus Etzbach kamen Sportler und Trainer aus der Verbandsgemeinde Hamm zusammen, um Urkunden und Präsente aus den Händen von Bürgermeister Dietmar Henrich in Empfang zu nehmen: Die Sportlerehrung der Verbandsgemeinde stand an. Die wird im Rhythmus von drei Jahren durchgeführt. Vom Drittplatzierten bei Landeswettbewerben bis zum Weltmeister und vom Handballer bis zum Kickboxer gab es Auszeichnungen für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die größte Truppe für Einzelleistungen stellte Westwood Kickboxing. Von Turniersiegern im Grundschulalter bis zum Leistungsträger bei den Veteranen war bei den Kampfsportlern alles an Bord. (Foto: Verbandsgemeinde Hamm)

Verbandsgemeinde Hamm ehrt überregional erfolgreiche Sportler vieler Disziplinen
Etzbach. Seit 2003 ehrt die Verbandsgemeinde Hamm ihre erfolgreichen Sportler im dreijährigen Rhythmus. Vergangenen Freitag war es wieder soweit. Im Bürgerhaus Etzbach kamen Sportler und Trainer zusammen, um Urkunden und Präsente aus den Händen von Bürgermeister Dietmar Henrich in Empfang zu nehmen. Durch das Programm führte Peter Fuhrmann von der Verbandsgemeindeverwaltung, vorbereitet hatte die Meisterfeier sein Kollege Thomas Schumacher. „Sie alle haben Vorbildfunktion, und wir sind stolz auf Sie“, bescheinigte Bürgermeister Dietmar Henrich denjenigen, die zur Sportlerehrung eingeladen waren. Vom Drittplatzierten bei Landeswettbewerben bis zum Weltmeister und vom Handballer bis zum Kickboxer übergab Henrich zahlreichen Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern Urkunden und Präsente, in diesem Jahr jeweils ein Duschtuch mit Aufdruck.

Ohne Trainer und Funktionäre geht nichts
Gewürdigt wurden von Moderator Peter Fuhrmann, der mit Informationen und Interviews durch den Abend führte, aber auch die Trainer und Vereinsfunktionäre sowie die Eltern der vielen jugendlichen Sportler: „Ohne die geht gar nichts.“ Der Bürgermeister erwähnte auch die Bedeutung des Sports als Teil des so wichtigen Vereinslebens und als Plattform für Zusammenarbeit, bei der Hamm – beispielsweise mit der SG Sieg oder der erst kürzlich gegründeten JSG Hammer Land – eine Vorreiterrolle spielt. Verbandsgemeinde und Ortsgemeinden versuchten daher im Rahmen ihrer Möglichkeiten, den Sport zu fördern. Das Stadion in Hamm sei eine hervorragende Sportstätte, und für die dortige Großsporthalle sowie den Kunstrasenplatz auf der Anlage in Niederhausen kündigte er baldige Sanierungsarbeiten an.

Stolz auf heimische Sportler
Für Kreisbeigeordneten Konrad Schwan gehören Sport und Ehrungen zusammen, denn die Anwesenden hätten Leistungen erbracht, die nicht selbstverständlich sind. Der Kreis sei ebenfalls stolz, dass es so tolle Sportler innerhalb seiner Grenzen gibt. Schwan hält ihre Vorbildfunktion für dringend nötig, denn bedauerlicherweise gebe es viele Menschen, für die Bewegung ein Fremdwort geworden ist. Etzbachs Ortsbürgermeister Ulf Langenbach als Hausherr sprach auch im Namen seiner Kollegen, als er den Sportlern seine Anerkennung aussprach. Am Beispiel der SSG Etzbach strich er heraus, wie Sportler den Namen ihres Wohnorts hinaus ins Land und bei manchen sogar in die Welt tragen.

1000 Kilometer zum „Auswärtsspiel“
Viel Interessantes wusste Moderator Fuhrmann, der selbst Vorsitzender eines Sportvereins ist, aus seinen Interviewpartnern „herauszukitzeln“. Besonders bei den nicht so verbreiteten Sportarten war das die Gelegenheit, grundlegende Informationen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erlangen. So hat beispielsweise die SSG Etzbach schon recht weite Wege zu Auswärtsspielen zurückzulegen, worüber die Kartsportler aber nur müde lächeln können: Mal eben 1000 Kilometer zu einer Veranstaltung nach Italien zu fahren, ist für sie der Maßstab. Auch die Fachbegriffe aus dem Kickboxen hatten die meisten noch nie gehört. Die Feier ging nach dem offiziellen in einen gemütlichen Teil mit Speisen und Getränken über. Für die Bewirtung sorgte die SSG Etzbach.



Die geehrten Sportler und ihre Leistungen

Volleyball und Beachvolleyball: Rheinland- und Rheinland-Pfalz-Meisterschaften standen bei der SSG Etzbach vor allem für die weiblichen Jugendmannschaften von U14 bis U19 auf der Erfolgsliste. Aber auch die Volleyball-Männer errangen zwei Titel. Einzeln wurde alle Spieler nach vorn gerufen und ausgezeichnet.
Leichtathletik: Anna-Lena Schöler (SG Sieg) wurde für ihre Rheinland- und Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in verschiedenen Sprintwettbewerben und dem Vierkampf ausgezeichnet. Laura Klein (SG Sieg) wurde Rheinlandmeisterin im Blockmehrkampf Wurf.
Mountainbike: Daniela Bonnekessel erreichte einen Sieg im Bulls MTB-Cup und einen zweiten Platz der Enduro One Meisterschaft. Michael Bonnekessel schaffte in denselben Wettbewerben zwei Siege. Pepe Rahl wurde Landesverbandsmeister in Cross Country und Marathon und erreichte einen zweiten Platz bei der DM in Cross Country (U17). Nino Zimmermann war ebenfalls platziert bei Deutschen Meisterschaften und gewann den NRW Gravity Cup. Alle vier starten für die SG Sieg.
Handball: Alle drei Mannschaften der weiblichen Jugend im VfL Hamm gelangten 2017 ins Final 4 der Rheinland-Meisterschaft. Folgende jungen Handballerinnen wurden außerdem in den Auswahlkader des Handballverbands Rheinland berufen: Yara Becher, Dilara Erol, Lorena Schwientek, Hannah Becker, Selinay Erol.
Schießsport: Ein ganzes DIN A4-Blatt mit Erfolgen hat Bogenschütze Klaus Frühling vorzuweisen. Er holte mehrfach Deutsche Meistertitel, sein größter Erfolg war 2017 der Gewinn der World Indoor Archery Championship über 20 Yard. Einfach ausgedrückt: Er wurde Weltmeister und schoss auch Weltrekord. Thomas Stahl, ebenfalls Bogenschütze, wurde 2. bei der Meisterschaft des Deutschen Feldbogenverbands in Bowhunter Limited. Eckhard Zimmermann erreichte in der Schießsportart Flinte Doppeltrap Platzierungen bei Landesmeisterschaften.
Kampfsport: Nils Hammer war 2017 Taekwondo-Europameister in Form und Form synchron und Dritter des Korea Cup. Die Meister und Titel der Aktiven von Westwood Kickboxing sind zu viele, um sie alle aufzuzählen. Nur so viel: Ralf Kleff war mehrmals Welt- und Europameister in verschiedenen Klassen und gewann mit dem „German Power Team“ als erste deutsche Mannschaft die US Open, und Saly Brenke wurde in die Hall of Fame des Kampfsports aufgenommen. Ferner wurden für Siege und Platzierungen ab der Deutschen Meisterschaft sowie bei Newcomer-Turnieren folgende Mitglieder geehrt: Dawid Gawenda, Julia Meding, Raoul und Lucca Burian, Adrian Hönicke, Sascha Wagner, Jonathan Kölschbach, Niklas Reinery, Rumeysa Mantar, Adriana Junker, Jerome und Angelo Brüx, Nico Baibossunov, Mia Brüx, Raphael Kemmet, Marvin Klein, Jens Klein, Erwin Fricke und Mia Hartwig.
Motorsport: Kartfahrer Tom Kalender wurde 2016 und 2017 Zweiter der Gesamtwertung des ADAC Bundeslaufs sowie Sieger des WADAC Kart Cup (Klasse Bambini Light). Pablo Kramer holte, ebenfalls im Rennkart, etliche Platzierungen im Kart Cup und Kart Masters des ADAC sowie einen Sieg in der Gesamtwertung des SAKC (jeweils Bambiniklasse).
Seifenkistenrennen: Der wohl exotischste erfolgreiche Sportler der Verbandsgemeinde konnte bei Ehrung nicht anwesend sein: Udo Gaidosch aus Forst wurde Seifenkisten-Europameister in der DSKD Open-Klasse. (PM)


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