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Nachricht vom 29.10.2018    

Frisch und windig, aber viel Spiel und Spaß: Das Barbarafest war ein Erfolg

Herbstlich kalt und windig, aber trocken und viel Spiel, Spaß und Spannung: Das Betzdorfer Barbarafest mit verkaufsoffenem Sonntag lockte Jung und Alt in die Innenstadt: Ausnahmsweise war das von der Aktionsgemeinschaft Betzdorf und der Stadt veranstaltete Fest kurzfristig verschoben worden. Statt am ersten Sonntag im Oktober stand die Innenstadt diesmal am letzten Oktober-Sonntag im Zeichen des Barbarafestes. Hintergrund waren die Baustelle und Vollsperrung der Steinerother Straße.

Spiel und Spaß auch beim Fußballdart. (Foto: tt)

Betzdorf. Der Celsius-Wert auf dem Thermometer war näher am Gefrierpunkt als an einer zweistelligen Zahl, als am Sonntagmorgen Jung und Alt sich am Rampenwendel zum ökumenischen Stadtgottesdienst versammelten. Denn auch die 35. Auflage des Barbarfestes folgte dem schönen Brauch, das Fest mit einem Gottesdienst zu eröffnen. Es waren Bänke aufgestellt, und die Resonanz ging darüber hinaus. Von dem „frischen Wind“ ließ sich niemand schrecken, als man unter freiem Himmel zum Lobpreis Gottes sang, unter anderem mit der CVJM-Band „Wortspiel“ und den Mädchen und Jungen der Kindergärten „Haus der kleinen Füße“, „Kir(s)chkern“, Franziskus und St. Christophorus.

Thema Grenzen beim Gottesdienst
Es waren sogar „Security-Leute“ da: Kinder mit Sonnenbrille zogen Flatterband zwischen den Besuchern auf, zogen Grenzen: Das war das Thema, um das es bei dem Gottesdienst ging. Am Rampenwendel waren Bilder von den Kindergartenkindern angebracht, die sich mit dem Thema beschäftigten. Und dies griff Eckart Weiss, Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde auf, als er anhand von Kinderbildern gute und „blöde“ Grenzen definierte, zum Beispiel anhand des Baustellenschildes oder wenn man als Kind, weil zu klein, nicht an die Süßigkeiten im Schrank herankommt.

Als Weiss sich einen Hut aufsetzte, schlüpfte er in die Rolle eines Mannes, der von Angst geplagt wird, und dessen immer enger werdende Grenzen das Leben klein werden lassen. Aber: Nach einem selbst verfassten Gebet an Gott merkt der Mann, wie „Gott meine Grenzen erweitert“. Weiss: „Gott will uns helfen, unsere Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Im Anschluss stand die offizielle Eröffnung an, und Elisabeth Kreimer, Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, sprach von einem „erfrischenden Gottesdienst“.

Grenzen überschreiten
Auch bei der Eröffnung ging es um Grenzen: „Horizonte kann man nur erweitern, wenn man die eine oder andere Grenze überschreitet“, sagte Kreimer. Deutliche Grenzen habe die Baustelle und die Vollsperrung in Betzdorf aufgezeigt. „Die Grenze und die Baustelle waren notwendig“, räumte sie ein. Nun freue man sich, dass man sich wieder frei bewegen könne, und man eine ordentliche Brücke und Steinerother Straße habe. Aus dem Westerwald und von überall her könnten die Menschen nun wieder nach Betzdorf kommen und sehen, wie schön es hier sei. Stadtbeigeordnete Marita Ganser schloss sich an und begrüßte im Namen der Stadt.

Beim Auftakt hatten Ganser und Kreimer die Aufgabe, die Startfolge der Mannschaften beim „Spiel ohne Grenzen 3.0“ zu ermitteln. Hierfür mussten mit einer Gabel Luftballons zum Platzen gebracht werden, in denen Startnummern versteckt waren. Die Verlosung machte schon Spaß, und der war den ganzen Tag mit von der Partie. In Anlehnung an das Barbarafest 2017 hatte man sich wieder das Motto „Spiel ohne Grenzen“ vorgenommen. Während die Stadtkapelle am Rampenwendel unter der Leitung von Reinhard Käuser Melodien darbot, standen die Teams Tischtennis DJK Betzdorf, „Alles für Jesus“, CVJM, „Tiffany“ und Titelverteidiger „Linde“ bereit. Auf dem Busbahnhof war ein anspruchsvoller Segway-Parcours aufgebaut, der Geschick von den Teamspieler erforderte.

Fußballdart und Kirmes-Fünfkampf
Weitere fünf Stationen gab es, zum Beispiel Fußballdart, Bottle-Ride und ein Kirmes-Fünf-Kampf, die an unterschiedlichen Standorten aufgebaut waren. Diese standen außerhalb der festen Teamvergleiche den Besuchern offen, und sie waren von Sponsoren ermöglicht worden, berichteten Christoph Weller, stellvertretender Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft, und Biggi Hoernchen. Sie moderierten launig die Spiele. Diese sorgten für gute Laune und Spannung bis zum Schluss. Zum Barbarafest hatten auch wieder die Geschäfte geöffnet. „Vier Grad Celsius draußen, 20 in den Läden“, schmunzelte Weller am Nachmittag mit Blick auf das Wetter: „Herbstlich kalt und windig, aber trocken.“



Davon ließen sich auch die Tanzgruppen der DJK Wissen-Selbach nicht abschrecken, die zwei Showtänze am Rampenwendel aufführten. Der Bürgerfahrdienst der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain machte auf sein Angebot aufmerksam, der Kreativmarkt war an der Wilhelmsgasse aufgebaut. Auch Ortsvereine brachten sich ein, zum Beispiel mit Waffelbacken. In der Nacht waren bekanntlich die Uhren um eine Stunde zurück gestellt worden, und so dämmerte es am späteren Nachmittag beim Barbarfest, und die bunten Lichter an den Kirmesständen an der Viktoriastraße sorgten beim vorletzten Wettbewerb für Atmosphäre.

Nagelbalken, Entenangeln und Pfeilwurf auf Luftballons wartete auf die Spieler. Und aus einer fahrenden Kindereisenbahn mussten Hufeisen an einem Punkt platziert werden, bevor Sackhüpfen den Kirmes-Fünf-Kampf beendete. Imposant hatte auf dem Expert-Parkplatz den ganzen Tag ein riesiges Drachenboot gestanden. Eine Kletter- und Rutschmöglichkeit für Kinder – und für die Teams beim letzten Wettbewerb. Auf dem Parkplatz hatten die Autohändler ihre Fahrzeuge präsentiert. Aber nicht an diesem, sondern an einem Altauto mussten die Teams nach dem sportlichen Lauf durch das Drachenboot einen Reifen wechseln.

Ein gelungenes Fest
Die Stimmung war auch hier bestens, und die Spannung blieb bis zum Schluss, wer beim Vergleich die Nase vorne haben wird. Das war am Ende das Team „Tiffany“, erstmals mit von der Partie. Zweiter wurde „Alles für Jesus“, gefolgt vom Titelverteidiger „Linde“. Bis zum dritten Platz gab es Pokale, die in der Wilhelmsgasse, vor dem der Musikkneipe „Woddy's“ das Moderatorenduo überreichte. Danach spielte dort noch die Band „Up To Eleven“.

Ein positives Fazit zog am Abend Vorsitzende Kreimer: „Es ist trocken geblieben, es war ein gelungenes Fest.“ Wenn man sich an diesem letzten Sonntag im Oktober verinnerlicht habe, was in Betzdorf unterwegs gewesen sei, dann sei es die richtige Entscheidung gewesen, aufgrund von Baustelle und Vollsperrung der Steinerother Straße das Fest zu verschieben. 2019 soll dann aber wieder am ersten Sonntag im Oktober das Barbarafest mit verkaufsoffenem Sonntag stattfinden, berichtete Kreimer weiter. Das Konzept „Spiel ohne Grenzen“ habe sich bestätigt, auch weil man alle Straßen und Standorte damit bediene, sich alles bewege. Bei der 35. Auflage habe das gut getan, denn der „Ostwind kam kalt um die Ecke“. Die Geschäfte seien gut besucht gewesen. Das Motto „Spiel ohne Grenzen“ werde man über Jahre weiter verfolgen, denn es gebe damit Spielspaß, gab die Vorsitzende zu Protokoll. (tt)


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Kommentare zu: Frisch und windig, aber viel Spiel und Spaß: Das Barbarafest war ein Erfolg

1 Kommentar
Ich fand es nicht so berauschend, das diesjährige Barbarafest. Den Organisatoren müsste auch mehr für uns ältere Menschen einfallen. Hier wird einzig und allein die Jugend unterhalten, wenn man von den immer wieder hervorragenden Beiträgen der Betzdorfer Stadtkapelle einmal absieht. Selbst die Gottesdienste sind nicht das, was ich mir unter einem Dienst an und für Gott vorstelle. Abgesehen von dem "Vater unser" und "Großer Gott wir loben Dich" war das doch sehr speziell und hat/hatte mit Gottesdienst nicht viel anheim: meine Meinung.
Ich weiß auch nicht, wieso man zu dem Resümee kommen kann, es sei ein gelungenes Fest gewesen. Ich habe weniger Besucher festgestellt als früher und außerdem wiederholt sich das doch auf Dauer einseitige Programm. Wirklich viel los war in einem Betzdorfer Möbelhaus und in so manchem Geschäft, was mich übrigens sehr gefreut hat. Mittelmaß trifft die zusammenfassende Wertung des Festes wohl eher. Ich bin leider einer der Betroffenen, deren Salär erst am Monatsletzten auf dem Konto ist. Insoweit bemängele ich auch die Verschiebung auf den 28. Oktober. Das Datum lag ungünstig, weil in vielen Haushalten eben noch kein "neues Geld" da war, um sich im Betzdorfer Einzelhandel und auf dem Fest selbst etwas zu gönnen. Die Straßensperrung war zwar ein Grund, doch wer ein Fest besuchen will, der nimmt auch Umleitungen in Kauf. Ich hätte es jedenfalls getan.

#1 von Werner Rehbein, am 31.10.2018 um 14:59 Uhr

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