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Nachricht vom 04.12.2018 - 07:40 Uhr    

Nah dran am Leben und den Menschen

„Wir sind nah an der Erde und kümmern uns um soziale Bedürfnisse, und durch pastorale Angebote sind wir nah am Himmel“, erklärt Caritasdirektor Eberhard Köhler. Es soll ein Ort von Kirche werden. Mitten hinein ins Leben der Menschen geht das Projekt des katholischen Dekanats Betzdorf, der Lebensberatung und des Caritasverbands. Schon die Lage der Räumlichkeiten in der Fußgängerzone von Betzdorf gegenüber dem Bahnhof verdeutlicht das Ziel des Projekts mit dem Titel „nah dran – an Himmel und Erde“.

Caritasdirektor Eberhard Köhler, Ulrike und Christian Ferdinand (beide Dekanat) sowie Georg Krämer (Lebensberatung/von links) stellen „nah dran“ vor. (Foto: Bischöfliche Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz)

Betzdorf. Mitten hinein ins Leben der Menschen geht das Projekt des katholischen Dekanats Betzdorf, der Lebensberatung und des Caritasverbands. Schon die Lage der Räumlichkeiten in der Fußgängerzone von Betzdorf gegenüber dem Bahnhof verdeutlicht das Ziel des Projekts mit dem Titel „nah dran – an Himmel und Erde“.

Kirche soll erfahrbar werden
„Wir sind nah an der Erde und kümmern uns um soziale Bedürfnisse, und durch pastorale Angebote sind wir nah am Himmel“, erklärt Caritasdirektor Eberhard Köhler. Es soll ein Ort von Kirche werden. „Wir greifen hier viele, von der Synode im Bistum gegebenen Impulse auf“, erklärt Dekanatsreferent Christian Ferdinand. In der Nachbarschaft befinden sich die Sozialstation, der Weltladen und dienstags sowie donnerstags der Markt. Hierdurch können vielleicht weitere Synergieeffekte entstehen. „Wir schauen: wer kann was. Wir stellen Charismen vor Aufgaben, wie es im Abschlussdokument der Synode heißt“, erklärt Köhler das Vorgehen, das sich an den Gegebenheiten vor Ort, dem Sozialraum, orientiert. „Hier soll Kirche in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar und erfahrbar werden“, berichten die Verantwortlichen des gemeinschaftlichen Vorhabens.

Für die Betzdorfer ist die Präsenz der katholischen Kirche während des Marktes nicht neu. „Kirche zur Marktzeit“ hieß es damals. „Wir greifen die Idee wieder auf und beleben sie neu“, sagt Ferdinand. Es sei ein entscheidender Vorteil, dass die Gruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen nun einen witterungsunabhängigen Raum habe. Bereits jetzt trifft sich eine Elterngruppe in der Bahnhofstraße 4, und für Menschen mit Handicap gibt es Einzelcoachings und Gruppenangebote zum Themenfeld „Arbeitsmarkt“. Die drei kleineren und zwei größeren Büroräume sowie eine Küche bilden „nah dran“. Alles ist barrierefrei.

Die Menschen sind auf der Suche
An den Dienstagen im Dezember bietet die Lebensberatung von 9 bis 11 Uhr kurzfristige Termine an. Geplant sind darüber hinaus Einzelveranstaltungen zu christlichen Themen oder auch Filmabende. Im Juni wird es eine Ausstellung mit dem Titel „Lebens.Kunst.Weisheit“ geben. Diese wird durch ein Rahmenprogramm der drei Initiatoren begleitet. „Uns geht es darum zu zeigen, dass Glauben etwas mit dem Leben zu tun hat und aktuell ist“, erklärt Pastoralreferentin Ulrike Ferdinand. „Wir merken, dass die Menschen auf der Suche nach etwas sind“, fügt sie hinzu „Auch unbequeme Gespräche haben hier ihren Raum“.

„Wir sind wie eine Bühne, die für Interessierte ein Forum bietet. Gleichzeitig arbeiten wir an einem eigenen Ensemble, das mit eigenen Stücken zu wichtigen Fragen und Themen der Zeit seinen Beitrag leisten möchte“, fasst Georg Krämer von der Lebensberatung in einem Bild zusammen.

Die Kosten teilen sich Dekanat und Caritas zu gleich Teilen. Darüber hinaus freut sich die Gruppe über Unterstützung und Spenden. Die drei Einrichtungen wollen, dass „nah dran“ ein Bistumsprojekt wird und bringen eine Bewerbung hierzu auf den Weg. Das Bistum Trier fördert innovative und zukunftsgerichtete Projekte im Bereich der Pastoral. Weitere Informationen gibt es unter anderem im Dekanatsbüro unter Tel.: 02741-93878-0 oder per E-Mail an dekanat.kirchen@bistum-trier.de. (PM)

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