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Nachricht vom 04.12.2018    

Evangelische Männerarbeit lud zum Abend mit Theodor Maas

Gemeinsam mit Zeitzeugen recherchierte der Martin Autschbach, Schulreferent des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen, über Leben und Arbeit des Altenkirchener Pfarrers Theodor Maas und dessen ungeklärten Tod am 3. März 1943. Darüber berichtete er jetzt in Kirchen.

Informierten über den früheren Altenkirchener Pfarrer Theodor Maas: (von links) Thorsten Bienemann, Martin Autschbach und Theodor Maas. (Foto: privat)

Kirchen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so gebannt lauschten die Zuhörer im evangelischen Gemeindehaus in Kirchen den Ausführungen von Martin Autschbach. Er hatte eine Geschichte im Gepäck, die es in sich hat – bedrückend und nachdenklich machend und auch heute noch mit jeder Menge Zündstoff: Gemeinsam mit Zeitzeugen recherchierte der Schulreferent des Evangelischen Kirchenkreises über Leben und Arbeit des Altenkirchener Pfarrers Theodor Maas und dessen ungeklärten Tod am 3. März 1943.

Autschbach hat mit vielen Zeitzeugen gesprochen und dabei ist ihm durchaus bewusst: Es sind nur noch wenige Jahre, in denen dies möglich sein wird. Dann müssen andere die Verantwortung des Weitererzählens und Erinnerns übernehmen. Schon seit Jahren trägt er die Puzzlesteine rund um das Leben, Wirken und Sterben des Gemeindepfarrers zusammen und hat starke Zweifel an einer natürlichen Todesursache. Durch immer neue Rechercheergebnisse sieht er dies nun bestätigt. Offenbar hatten SA-Leute den Geistlichen im Kreuzungsbereich der heutigen Kump-/Kölner Straße mit einem Lastwagen attackiert und tödlich verletzt. Auch fast 75 Jahre später gibt es viele offene Fragen (nicht nur) um den Tod des Theologen, der - als sogenannter „Halbjude“ - zahlreichen Angriffen in den Zeiten des NS-Regimes ausgesetzt war. Seit einiger Zeit hat Autschbach mit Pfarrer Theodor Maas, dem Enkel des ehemaligen Altenkirchener Pfarrers, einen Mitstreiter gefunden. Der Klinikseelsorger, der nahe Aachen arbeitet, kam eigens auch nach Kirchen und konnte im Gespräch mit den interessierten Gästen, die der Einladung der Männerarbeit des Kirchenkreises gefolgt waren, nicht nur familiäre Informationen beisteuern. Bis spät in den Abend und noch weit über das offizielle Ende der Veranstaltung hinaus wurden Fragen gestellt und persönliche Empfindungen ausgetauscht. (PM)




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