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Nachricht vom 13.12.2009    

Erstmals Tagesmütter in Betzdorf qualifiziert

Im Evangelischen Gemeindehaus in Betzdorf überreichten die Kreisbeigeordnete Dr. Heike Johannes und Hermann-Josef Greb, Leiter der Abteilung "Jugend und Familie" der Kreisverwaltung Altenkirchen, am Samstag 16 Absolventinnen der Qualifizierungsmaßnahme für die Kindertagespflege ihre bundesweit anerkannten Zertifikate. Für die Lehrgänge im nächsten Jahr sind noch Plätze frei.

Betzdorf. Mit dem Überreichen der Zertifikate schloss erstmalig ein Lehrgang für Tagesmütter am Standort Betzdorf ab. Das neue Modell, an zwei Standorten im Kreis Altenkirchen Qualifizierungs-Maßnahmen anzubieten, hat sich schon jetzt bewährt und wird
im nächsten Jahr beibehalten. Die erste Qualifizierung beginnt am 1. Februar wieder im Evangelischen Gemeindehaus (Auf dem Bühl), die zweite Qualifizierung startet am 19. Februar im Katholischen Bildungswerk Marienthal, wo man bereits seit 1998 Lehrgänge anbietet.
In Betzdorf haben sich zur Freude der beiden Kursleiterinnen Liane Aust und Valeska Weber 16 Frauen für die Kindertagespflege qualifiziert. Die Qualifizierungsmaßnahme für die Kindertagespflege wird nach dem Programm "Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an" des Landes Rheinland-Pfalz durchgeführt und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Hermann-Josef Greb als Leiter der Abteilung "Jugend und Familie" der Kreisverwaltung Altenkirchen betonte, dass die Qualifizierung von Tagespflegepersonen ein "wichtiger Baustein in der Kindertagesbetreuung" sei. Die Maßnahme helfe, dem großen Bedarf im Bereich der Kindertagesbetreuung nachzukommen, der von den Kindertagesstätten nicht gedeckt werden könne.
Aus dem ersten Lehrgang in Betzdorf hat sich der überwiegende Teil der Absolventinnen zu einer künftigen Tätigkeit als Tagesmutter für das Jugendamt bereiterklärt, freute sich Monika Bitzhöfer vom Fachbereich Kindertagespflege beim Jugendamt. Mit dem Zertifikat seien die Inhaberinnen berechtigt, die Pflegeerlaubnis bei ihrem zuständigen Jugendamt zu beantragen. Ob man für den Einsatz als Tagesmutter letztlich auch geeignet sei, darüber entscheide dann das Jugendamt.
Durch den Einsatz von Tagesmüttern können die Kinder im familiären Umfeld betreut werden. Der Betreuungsbedarf reicht dabei von der ganztägigen bis zur ergänzenden Betreuung von ein bis zwei Stunden am Tag. Derzeit werden im Kreis über 80 Kinder von Tagespflegepersonen betreut. Die Nachfrage ist groß, doch nicht immer kann die gewünschte Betreuung vermittelt werden. Dies hänge damit zusammen, dass entsprechende Tagesmütter in der Nähe des Wohnortes fehlen oder liege an der mangelnden Mobilität mancher Tagesmütter, so Bitzhöfer. Um den Austausch und die Zusammenarbeit der Tagespflegepersonen untereinander zu verbessern, wurde kürzlich zum ersten Mal ein "Netzwerktreffen" organisiert. So können künftig beispielsweise Vertretungen besser abgesprochen werden. Mit Blick auf das nächste Jahr sagte Greb, dass man die Kindertagespflege weiter ausbauen wolle. Dann werden die entsprechenden Gremien wie der Jugendhilfeausschuss über die Kinderbetreuung beraten. Ziel sei es, die finanziellen Mittel für diesen Bereich "deutlich zu erhöhen", so Greb.
Weitere Informationen zur Qualifizierung für die Kindertagespflege gibt es im Familienbüro bei Margit Strunk unter Telefon 02681/81-2016 oder beim Fachbereich Kindertagespflege beim Jugendamt. Ansprechpartner sind dort Monika Bitzhöfer unter Telefon 02681/81-2554 und Anja Becker unter Telefon 02681/81-2556. (tb)
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In Betzdorf erhielten folgende Absolventinnen der Qualifizierungsmaßnahme ihre Zertifikate: Monika Bähner, Nicole Becker, Gerlinde Braun, Martina Fries, Manuela Kerstin Greb, Kathrin Kebben, Izabela Beata Künkler, Helene Loos, Maria Orthen, Ina Reifenrath, Silke Santiago, Hilda Schütz, Waltraud Solbach, Marianne Thomas, Helene Wall und Katharina Weber. Foto: Thorben Burbach



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