Werbung

Nachricht vom 22.12.2018    

Architektur hautnah: Erstsemester auf Materialerkundung

Dieser Workshop an der Uni Siegen ist ein Angebot für alle Erstsemester-Studierenden im Studiengang Architektur: Mehr als 100 Studierende werkelten im Architekturhaus der Universität Siegen im Stadtteil Geisweid. Hautnah lernten sie das Fach Materialkunde kennen. Zum einen lernen die Studierenden so, mit Material kreativ Lebensräume zu gestalten, zum anderen lernen sie die technischen Eigenschaften kennen: Wie fest ist mein Material? Wie gut dämmt es?

Jedes studentische Team konnte sich das Material aussuchen und damit einen Raum gestalten. (Foto: Universität Siegen)

Siegen/Region. Mehr als 100 Studierende werkeln im Architekturhaus der Universität Siegen im Stadtteil Geisweid. Sie hämmern, schrauben, kleben und sägen. Die Geräuschkulisse ist immens. Hautnah lernen sie das Fach Materialkunde kennen. Aus Gipskarton, Holz und Stahlblech teilen sie das große Foyer des Gebäudes in 18 Raumeinheiten auf. Danach geht es weiter mit Glas, Bambus, Aluminium und Co. Jede Gruppe darf sich ein Material aussuchen und damit jeweils einen Raum gestalten.

Der Workshop an der Uni Siegen ist ein Angebot für alle Erstsemester-Studierenden im Studiengang Architektur. „Das ist eine pädagogisch tolle Gelegenheit, das Bauen mal selbst zu erleben“, sagt Professor Dr. Wirths, Leiter des Materialkundelabors an der Uni. Er hat im Vorfeld die Theorie zu den unterschiedlichen Materialien vermittelt und leitet die Studierenden jetzt an, ihre Ideen umzusetzen. Zum einen lernen die Studierenden so, mit Material kreativ Lebensräume zu gestalten, zum anderen lernen sie die technischen Eigenschaften kennen: Wie fest ist mein Material? Wie gut dämmt es?

Kiara Navarro und Ceyda Nur Kara sind zwei der Erstsemester-Studierenden. „Ich habe mir das ehrlich gesagt ein bisschen leichter vorgestellt“, gibt Kiara Navarro zu. „Umso wertvoller ist es, hier zu erfahren, wie alle Schritte von der Planung bis zur Umsetzung in Wirklichkeit aussehen.“ Ceyda Nur Kara fügt hinzu: „Später als Architektin beteiligen wir uns auch aktiv am Bauen. Die Theorie allein reicht da als Wissen nicht. Durch den Workshop haben wir uns viel intensiver mit den Materialien auseinandergesetzt.“ Ceyda Nur Kara und ihr Team planen, mit Alufolie und einem Körper aus Aluplatten ihren Raum zu füllen. Kiara Navarros Gruppe arbeitet in ihrem Raum mit Glas, das später das Licht brechen soll.

Die Rigips-Platten für die Raumaufteilung werden von der Firma Saint-Gobain gesponsert. Das Unternehmen tourt durch ganz Deutschland und fördert bereits seit Jahren an über 40 Hochschulen die praktische Materialerfahrung von Studierenden. „Leichtbau wird immer wichtiger. Gipskarton-Platten werden heute bereits massenweise eingesetzt“, sagt Mathias Dlugay. Er arbeitet als Architekt bei Saint-Gobain. „Viele Studierende haben noch nie mit diesem Material gearbeitet. Ihnen am Anfang ihres Studiums so viel mitzugeben, begeistert mich.“ Einziger Wermutstropfen: Nach einem Wochenende werden die Werke der Studierenden wieder zurückgebaut. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren Horhausen und Pleckhausen im Industriepark

Die beiden Freiwilligen Feuerwehren wurden am Mittwoch (31. Dezember), gegen 12.45 Uhr durch die Leitstelle ...

Wenn der Rhein ruft: Rund 180 Rettungskräfte nehmen beim Abschwimmen in Mainz teil

In Mainz wurde am Silvestermorgen eine besondere Tradition fortgesetzt: Das Abschwimmen im kalten Rhein. ...

Kuriose Silvesterbräuche: Wie startet man am besten ins neue Jahr?

Das neue Jahr steht unmittelbar bevor und da dürfen traditionelle Silvesterbräuche natürlich nicht fehlen. ...

Friedhelm Adorf: Nominierung des Sprinters zum Masters-Leichtathleten des Jahres

Der 82-jährige Friedhelm Adorf, ein Sprinter der LG Rhein-Wied, wurde für die Auszeichnung "Masters Sportler ...

Streitpunkt Silvester: Wenn Feuerwerk zur Kündigung führt

Jedes Jahr entzündet das Silvesterfeuerwerk nicht nur den Himmel, sondern auch Konflikte zwischen Mietern ...

Zehn Jahre ÖPNV-Konzept Nord: Erfolgreich vernetzt in die Zukunft der Mobilität

Vor zehn Jahren wurde im Norden von Rheinland-Pfalz ein neues Kapitel im öffentlichen Nahverkehr aufgeschlagen. ...

Weitere Artikel


Lesetipp: Varia I Kleinfunde aus dem Reitia-Heiligtum von Este

Für Freunde der Archäologie und Historiker ist die umfassende Arbeit über „Die nichtmetallenen Kleinfunde ...

Atempause im Vorweihnachtsstress: Streetlife in Wissen

Die Verantwortlichen um Dominik Weitershagen vom Kulturwerk in Wissen hatten mit dem weihnachtlichen ...

Motorsäge für Oberlahrer Feuerwehr gespendet

Die Oberlahrer Feuerwehr verfügt über eine neue Motorkettensäge. Das Werkzeug im Wert von rund 700 Euro ...

Landtagspräsident Hering predigt in Hachenburg-Altstadt

„Die Priesterschaft aller Gläubigen“. So sperrig dieser Satz auch klingt: Er ist einer der Grundpfeiler ...

Der Weihnachtsbaum und seine vier Steuersätze

Bei den einen geht es ganz schnell, bei anderen endet das Ganze schon mal in einer veritablen Familienkrise: ...

Die Jugend der DJK Mudersbach feierte Weihnachten

Alle Generationen waren dabei, als die Jugend der DJK Jahnschar Mudersbach e.V. zur Weihnachtsfeier in ...

Werbung